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26.02.2012
Ein Fahrstuhl liefert Stoff für viele Geschichten. (Bild: Stock.XCHNG / Andre Veron) Ein Fahrstuhl liefert Stoff für viele Geschichten. (Bild: Stock.XCHNG / Andre Veron)

Elevator Blues

Fahrstuhl zum Penthouse

Von Markus Metz und Georg Seeßlen

Als sich in den USA ab den 1850er-Jahren der neue absturzsichere Personenfahrstuhl schnell verbreitete, stellte er die Ordnung mehrgeschossiger Gebäude buchstäblich auf den Kopf.

Und etwas verzögert etablierte sich auch in Europa eine neue vertikale Sicht, gar ein neues "Vertikalbewusstsein". Aus den billigen oberen Stockwerken und Dachböden wurden exklusive Wohnungen.

Die Dachkammer des "armen Poeten" mauserte sich zum mondänen Penthouse.

Gleichzeitig brachte die enge, abgeschlossene Fahrstuhlkabine eine neue, irritierende Kombination von Intimität und Anonymität mit sich.

Kein Wunder, dass das neue Krankheitsbild der Klaustrophobie auch "elevator sickness" genannt wurde. Eine vertikale Reise durch die Ära des Fahrstuhls mit Stationen in Literatur und Film: Ist doch der Aufzug ein besonderer Ort der Begegnung und gleichzeitig ein exzellenter Schauplatz für Beklemmung und Horror.


Regie: Uta Reitz
DLF 2009


 
 

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Sendezeit: 26.02.2012 20:05

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