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18.03.2012
Schon die Kleinsten zieht Wasser magisch an. (Bild: picture alliance / dpa / Patrick Pleul) Schon die Kleinsten zieht Wasser magisch an. (Bild: picture alliance / dpa / Patrick Pleul)

Sanftes Eintauchen

Eine kleine Kulturgeschichte des Schwimmens

Von Rolf Cantzen

"Man kann nichts Gewaltsames oder Plötzliches im Wasser machen ..." - das soll ein bekannter Schwimmtrainer der 20er-Jahre gesagt haben, "selbst der Stein braucht Zeit zum Sinken." Menschen zieht es langsam, aber nachdrücklich zum Wasser und in es hinein.

Schwimmende Dichter und Denker umrinnt das warme Flusswasser, es umspielt sie leicht, trägt sie sanft. Oder sie werden von den Wellen des Meeres herumgewirbelt, hinausgezogen, hinuntergedrückt, zurück ans Land geworfen.

Die Griechen und Römer suchten den Kontakt ganz und gar und tauchten nackt ein. Heutige Meisterschwimmer rasieren sich am ganzen Körper - angeblich nur, um dem Wasser weniger Widerstand zu bieten.

Manche Menschen geben den Widerstand ganz auf, lassen sich von Nixen, Nymphen und Wasserfrauen sanft zu sich hinabziehen in das Urelement: "Halb zog sie ihn, halb sank er hin."

Das Gerätetauchen ist eine weniger nachhaltige, populäre und dennoch beglückende Alternative.


Regie: Rita Höhne
DLF 2008


 
 

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