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18.11.2012
Der Weltuntergang wurde schon oft prophezeit (Bild: Hahn) Der Weltuntergang wurde schon oft prophezeit (Bild: Hahn)

Hurra, wir leben noch!

Kleine Geschichte der Weltuntergänge

Von Christoph Spittler

Am 21. Dezember 2012 geht dann wohl die Welt unter, sagen Roland Emmerich und der Maya-Kalender. Aber bei allem Respekt: Das will nicht viel heißen. Die Welt hat schon viele Untergangsprophezeiungen überlebt.

Nostradamus' Zarathustra, das Gilgamesch-Epos, Johannes der Apokalyptiker, Papst Sylvester II., Sandro Botticelli und Bhagwan. Die Liste der Endzeitpropheten ist lang.

Martin Luther wollte die Welt gleich dreimal untergehen lassen, die Zeugen Jehovas versuchten es mit diversen Terminen, und jede Menge verwirrter Sektenführer verkündeten immer wieder das Weltende durch Invasionen Außerirdischer, den Atomkrieg etc.

Der Weltuntergang und seine Prophezeiungen sind ein Running Gag der Kulturgeschichte, und jede Epoche hat ihre Apokalypse der Saison. Alter Trick: Wer mit dem Weltuntergang droht, holt die ganz große Wichtigkeitskeule raus. Aber wer instrumentalisiert eigentlich welchen Weltuntergang wofür?


Regie: Philippe Bruehl
DLF 2012


 
 

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