Eine symbolische "Hexe" wird auf der Spitze eines traditionellen Hexenfeuers in Göda bei Bautzen verbrannt. (Bild: picture alliance / dpa / Arno Burgi)
Seit es Mythen und Märchen gibt, haben Hexen die Vorstellung der Menschen beflügelt. Nicht nur in deutschen Volksmärchen wie Hänsel und Gretel tauchen sie auf. Sobald Tiere zu sprechen beginnen und geheimnisvolle Dinge geschehen, sind auch die Hexen nicht weit.
Die Wirkung der unheimlichen Figur war so stark, dass man vermeintliche Hexen auch im realen Leben verfolgte, in Deutschland bis ins späte 18. Jahrhundert. Dieses Image hat sich mittlerweile wieder gewandelt, wie ein Blick in die Gegenwart zeigt.
Das Geschäft mit der Hexerei boomt. Jeder könne Hexenzauber erlernen, behauptet die bekennende Wicca-Hexe Lexa Rosean. Den Geldzauber mit grünem Gemüse oder den Liebeszauber mit Erdbeerbowle kann man zu Hause mit einfachen Supermarkt-Zutaten nachmachen.
Künstler, die Inspiration suchen, und spirituell Bedürftige, die es nach einer Alternative zur Religion verlangt, nehmen an Hexenseminaren teil. Die bietet Hexe Stefanie Glaschke aus Mönchengladbach übers Internet an. Doch wie steht eigentlich die christliche Kirche, die die vermeintliche Hexerei jahrhundertelang bekämpft hatte, zu solchen Entwicklungen?
Regie: Robert Steudtner
DLF 2013
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