Einst fungierte der "Autoput" als Symbol des jugoslawischen Wirtschaftwunders. Und er war zugleich Europas gefürchtetste Verkehrsader. Die als "Gastarbeiterroute" verspottete Strecke von Österreich nach Griechenland war chronisch überlastet, berüchtigt für Staus und schwere Unfälle.
Am Rand der tödlichen Piste türmten sich die Wracks. In den 90er-Jahren machten die Jugoslawien-Kriege die vom einstigen Staatspräsidenten Josip Broz Tito gepriesene "Straße der Brüderlichkeit und Einheit" weitgehend unpassierbar. Neben dem Seitenstreifen begann das Minenfeld. Heute erlebt die etwa 1000 Kilometer lange Route durch Slowenien, Kroatien, Serbien und Mazedonien eine Renaissance. Viele Teilstücke sind neu ausgebaut, erste Anfänge einer touristischen Infrastruktur erkennbar. Die Zeiten, da man mit üppigem Proviant reisen musste, scheinen passé. Und der Verkehr fließt längst wieder kräftig. Wenn er sich nicht gerade an den vielen neuen Maut-Stationen und Grenzen staut.
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