Heringe und Schollen, Seezungen, Krabben, Makrelen und bis vor 150 Jahren auch Wale. Seit Menschengedenken fahren die niederländischen Fischer hinaus auf die Nordsee, den Atlantik oder das Polarmeer. Die Niederlande gehören zu den ältesten Fischfangnationen Europas.
Allerdings sind die Zeiten der kleinen Fischerboote vorbei. Die Eigner haben aufgegeben, die Kutter sind eingemottet. Die Fangmenge ist nach wie vor hoch, denn übriggeblieben ist eine ultramoderne Flotte aus wenigen, aber großen und äußerst effizienten Schiffen. Sie beherrschen, schwimmenden Fischfabriken gleich, den Handel.
In der Nordsee werden gut 60 Prozent der Scholle und 85 Prozent der Seezunge von niederländischen Fischern gefangen. Sobald die eigene Quote erreicht ist, fangen sie unter deutscher oder britischer Flagge. Auf dem Speiseplan der Niederländer steht jedoch selten Fisch: Der holländische Fischkonsum gehört zu den niedrigsten Europas.
Der eigene Fisch wird exportiert, was auf die heimischen Teller kommt, ist Importware aus Asien oder Afrika. Der Fisch von dort ist nicht nur billiger als der aus der Nordsee - er liegt auch pfannenfertig portioniert und entgrätet in den Kühlfächern der Supermärkte.
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Gesichter Europas
Im Dienste der eisernen Dame - Hinter den Kulissen des Eiffelturms
Sendezeit: 15.06.2013, 11:04
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