Der kremlkritische Blogger Alexei Nawalny auf einer Kundgebung russischer Oppositioneller. (Bild: picture alliance / dpa / Alexander Vilf)
Es waren die größten Proteste der Putin-Ära und der gesamten postsowjetischen Zeit in Russland überhaupt: Geschätzte 120.000 Menschen gingen am 10. Dezember 2011 allein in Moskau auf die Straße, um gegen mutmaßliche Manipulationen bei den vorangegangenen Parlamentswahlen zu demonstrieren.
Immer wieder flammte der Protest auf, bis in den vergangenen Herbst hinein, wobei zugleich aber die Zahl der Teilnehmer an den Straßenkundgebungen stetig abnahm. Neue Hoffnung allerdings keimt auf Seiten der Putin-Gegner auf, seit sich Ende Oktober 2012 ein 45-köpfiger "Koordinierungsrat" der Opposition zusammengefunden hat - ein bunt gemischter Haufen mit Bloggern wie dem Anwalt Alexej Nawalny oder politisch Radikalen um den "Linksfrontler" Sergey Udalzow.
Mit Max Kaz sitzt in diesem Rat sogar ein ehemaliger Profi-Pokerspieler. Er bemüht sich heute als gewählter Vertreter eines Moskauer Bezirksparlaments vor allem um eine bessere Verkehrspolitik in Moskau. Eine "Gegen-Politik von unten" mit Aussicht auf Erfolg?
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Sendezeit: 15.06.2013, 11:04
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