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17.07.2012
Die Bilder von Bombenangriffen gehen Becker nicht aus dem Kopf (Bild: AP-Archiv) Die Bilder von Bombenangriffen gehen Becker nicht aus dem Kopf (Bild: AP-Archiv)

Unterwegs im Haus

Zum 80. Geburtstag des Autors

Von Jürgen Becker

Ein alter Mann in seinem Haus nach längerer Abwesenheit: Er durchstreift Zimmer und Flure, Keller und Boden und verirrt sich in der eigenen Vergangenheit.

Erinnerungsfetzen, Bruchstücke gelebten Lebens, Vergangenheit und Gegenwart treten in einen spannungsreichen Dialog, die Erfahrungen des Kindes im Krieg, Bombenangriffe, existenzieller Verlust und komische Begebenheiten verbinden sich zu einer "Geschichte der Augenblicke", die den Dichter Becker zeitlebens künstlerisch beschäftigt haben.

Erinnerungsort ist ein Haus, das Stück ist ein Monolog - er korrespondiert in seiner existenziellen Fragestellung und der Einsamkeit des Protagonisten mit dem "Letzten Band" von Beckett.

Er schließt aber auch auf subtile Weise den Kreis zu einem der bekanntesten experimentellen Stücke Jürgen Beckers: "Häuser" - ein vielstimmiger Text kollektiver Wahrnehmung - 40 Jahre später.

Die Stimme des Einzelnen auf Spurensuche im Haus seiner Vergangenheit...


Regie: Leonhard Koppelmann
Komposition: Gerd Bessler
Mit Otto Sander

DLF 2009/ca. 49'35


 
 

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