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04.08.2012
Der Berliner Bruno Lüdke, 1943 polizeilich erfasst und als Serienmörder verdächtigt. (Bild: Polizeihistorische Sammlung Berlin) Der Berliner Bruno Lüdke, 1943 polizeilich erfasst und als Serienmörder verdächtigt. (Bild: Polizeihistorische Sammlung Berlin)

B.L. - Wiedervorlage einer Mordsache

Von Axel Doßmann und Davide Tosco

"Die Bestie in Menschengestalt", titelte die Presse. "Nachts, wenn der Teufel kam" hieß der Kinofilm über ihn, der für den Oscar nominiert wurde und als Doku-Drama den Deutschen Filmpreis wegen "besonderem staatspolitischen Gehalt" bekam.

Das war 1957, 13 Jahre, nachdem der Berliner Hilfsarbeiter Bruno Lüdke als mutmaßlich 80-facher Mörder getötet wurde - heimlich und verheimlicht.

Erst nach dem Krieg wurde der Fall bekannt. Doch erst viel später kamen Zweifel auf. War Bruno Lüdke von der NS-Kriminalpolizei zu Geständnissen genötigt worden? Damit sie einen Sündenbock für zig ungeklärte Morde hatten?

240 Aktenordner lagern in der Zentralkartei für Mordsachen des Landesarchivs Berlin. Axel Doßmann und Davide Tosco haben sie durchforstet - nicht nur auf der Suche nach Wahrheit, sondern auch nach Schuld und Schuldzuschreibungen.


Regie: die Autoren
Mit Geno Lechner, Joachim Schönfeld, Stefan Kaminski, Irene Kugler und Verena von Behr
SWR 2011/48'48


 
 

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