Die SPD sei nicht dazu da, als Gehilfe der Kanzlerin zu dienen, sagt SPD-Urgestein Egon Bahr. Deshalb lehnt er eine Koalition mit der CDU ab. Zumal seine Partei während der jüngsten gemeinsamen Regierung mit der Union schwächer wurde.
Steuerhinterziehung sei nicht akzeptabel, sagt Jürgen Fitschen, Co-Vorstandschef der Deutschen Bank. Indes könne nicht jedes Vermögen im Ausland in die Nähe von Steuerhinterziehung gerückt werden. Einer Prüfung der Offshore-Geschäfte deutscher Banken sieht Fitschen gelassen entgegen: "Wir haben nichts zu verbergen."
Nach 44 Dienstjahren wird Generalleutnant Rainer Glatz das Kommando abgeben. Derzeit von einem Erfolg oder Nichterfolg in Afghanistan zu sprechen, sei zu früh, sagt er. Das liege auch an den Rahmenbedingungen: Die internationale Gemeinschaft habe Afghanistan die Unterstützung für mindestens ein Jahrzehnt zugesichert.
Der Staatssekretär für deutsch-polnische Beziehungen, Wladyslaw Bartoszewski, begrüßt die Entscheidung des "ZDF", nach dem in Polen heftig kritisierten Film "Unsere Mütter, unsere Väter" einen weiteren Film über die polnische Untergrundarmee zu produzieren. Keineswegs hätten Antisemiten in der Heimatarmee das Sagen gehabt.
Bundesbankpräsident Jens Weidmann befürwortet ein "Abwicklungsregime" für Banken im Euroraum. Daran arbeite derzeit die Europäische Kommission. Das Ziel: Für die Abwicklung von Banken in Schieflage soll es eine "Haftungskette" geben, die den Steuerzahler schont.
Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Robert Zollitsch, sorgt sich um eine zunehmende Kluft zwischen Arm und Reich in Deutschland. Zu ihrer Überwindung müssten Vermögende stärker herangezogen werden, meint der Erzbischof von Freiburg.
Ordentliche soziale Bedingungen für Studierende zu schaffen, müsse eine gemeinsame Aufgabe von Bund und Ländern sein, sagt Johanna Wanka, Bundesministerin für Bildung und Forschung. Für die BAföG-Reform dürfe es von Seiten der Ländern nicht nur Lippenbekenntnisse geben.
Eine "Zersplitterung in verschiedene Gruppierungen" befürchtet Gerhard Schindler, Präsident des Bundesnachrichtendienstes (BND), für Syrien nach Ende des Assad-Regimes. Trotz dieser Art von "Irakisierung" hält Schindler das Risiko einer Machtübernahme dschihadistischer Kämpfer in Syrien für gering.
Für den Vorsitzenden der Piratenpartei, Bernd Schlömer, gehören Debatten und Diskussionen zur Demokratie. Er gesteht ein, dass seine Partei sich in den letzten Monaten nach außen nicht immer gut verkauft habe. Mit Blick auf die Bundestagswahl sollen nun die Kandidaten im Vordergrund stehen.
Die zweit- und drittgrößten Volkswirtschaften der Eurozone dürften nicht auch noch "Programmländer" werden, sagt Günther Oettinger (CDU), EU-Kommissar für Energie. Außerdem glaubt er, dass Fracking auf dem europäischen Energiemarkt nur eine "ergänzende Rolle" spielen wird.
Beiträge zum Nachhören
Interview der Woche
Interview der Woche: Guido Westerwelle, Bundesaußenminister, FDP
Sendezeit: 16.06.2013, 11:05
Interview der Woche: Ursula von der Leyen
Sendezeit: 09.06.2013, 11:13
Interview der Woche - Michael Sommer, DGB
Sendezeit: 02.06.2013, 11:05
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