Neben der Präsentation junger Bands zollte das letztjährige Jazzfest Berlin auch seinen Respekt für Wegbereiter, für die Errungenschaften der älteren und alten Generation: Musiker wie Wayne Shorter, Michel Portal, Rolf Kühn - und Archie Shepp. Für den 75-Jährigen ist Jazz ein "kommerzieller Terminus", er zieht es vor, vom "spirit of African-American music" zu sprechen.
Max Frankl verfügt zwar über eine frappierende Spieltechnik, er zelebriert sie aber auf äußerst spannende Weise mit Bedacht, Intelligenz und Transparenz. Sowohl als Solist wie auch als Komponist und souveräner Bandleader hat der 30-jährige Weilheimer bereits eine ansehnliche Reife erlangt.
Zu Richard Wagners 200. Geburtstag kommen von deutschen Jazzern erfrischende, neue und hoch kreative Beiträge. Der Schlagzeuger Eric Schäfer wagt sich dabei am weitesten vor, indem er die Motive des Komponisten in den Kontext von Dub, Elektronik und Improvisation stellt.
"Sein Klang wurzelt tief im Jazz, seine Kompositionen öffnen indessen Türen zu anderen Welten", sagt der Gitarrist Wolfgang Muthspiel über seinen jungen Instrumentalkollegen Max Frankl, der sein Spiel nicht wie so viele Gitarristen als vordergründige Speed-Show betreibt
Er ist einer der einflussreichsten Violinisten des Jazz und vor allem der Fusion Music: Jean-Luc Ponty. Die internationale Musikwelt wurde Anfang der 70er-Jahre auf den Franzosen aufmerksam, vor allem durch seine Arbeit mit Frank Zappa und John McLaughlins zweitem Mahavishnu Orchestra.
Ein seltsamer Titel für eine Jazzplatte: "Neue Antworten aus den Archiven". Ein Kontrabass und eine Stimme, karger geht's nicht. Guillaume Seguron spielt, während Jo Villamosa auf okzitanisch und katalanisch aus dem Kriegstagebuch von Segurons Großvater liest.
Christian Brückner ist "The Voice", er ist die bekannteste Synchronisationsstimme Deutschlands und hat diversen internationalen Filmgrößen sein Organ verliehen, allen voran Robert de Niro und Harvey Keitel.
Mit seinem viel gelobten Album "Aurora", dem ersten unter eigenem Namen, gelang ihm vor vier Jahren der Durchbruch. Verneri Pohjola, geboren 1977 als Sohn eines in Finnland außerordentlich populären Jazz- und Rockmusikers, hat sich den Weg zum Jazz selbst gebahnt im Prozess des Übens und Ausprobierens, insbesondere mit Musikern seiner Generation.
"Die sexuelle Verwirrung der Schmetterlinge" heißt ein Stück des israelischen, in Paris lebenden Jazzpianisten Yaron Herman. Das Duo des 31-Jährigen mit dem 1935 geborenen Holzbläser Michel Portal erforscht die Musik in all ihren Aspekten, vergisst dabei aber nie den Humor.
Alle zwei Jahre veranstaltet das Bonner Beethovenhaus in seinem Kammermusiksaal den Jazz-Klaviersommer - und der Deutschlandfunk als Medienpartner bietet nun im "Pausenjahr" die Gelegenheit für ein Wiederhören jener vier Solopianisten, deren Auftritte im stets ausverkauften Haus allesamt Staunen und Bewunderung hervorriefen.
Jerry Gonzalez wurde in der New Yorker Bronx als Sohn puertorikanischer Einwanderer geboren. Der Bruder des Bassisten Andy Gonzalez hat sich als "Conguero" und als von Miles Davis und Lee Morgan beeinflusster Trompeter gleichermaßen etabliert. Durch und durch "zweisprachig", wie er selbst sagt, kann er problemlos vom Jazzidiom ins musikalische Latein wechseln.
Die Harfe ist im Jazz eine äußerst seltene Erscheinung. Der Kolumbianer Edmar Castañeda spielt sie in diesem Kontext nicht nur mit selbstverständlicher Leichtigkeit, sondern so unerhört virtuos, dass es seinem Publikum regelmäßig den Atem verschlägt.
Alle zwei Jahre trifft sich der bundesdeutsche Jazz-Nachwuchs, um sich in der Kategorie Combo der Öffentlichkeit zu präsentieren - diesmal nach Düsseldorf, Rostock, Erfurt, Bonn, Koblenz, Halle, Hannover und Dortmund in der hessischen Kleinstadt Schlitz.
Jeden seiner hochfliegenden Pläne hat Médéric Collignon bisher mit Bravour in faszinierende Soloalben verwandelt. Einmal nahm er sich vor, die Orchestereinspielung der Jazz-Oper "Porgy & Bess" durch Miles Davis und Gil Evans auf eine fünfköpfige Band zu übertragen.
Beiträge zum Nachhören
Deutschlandfunk
Jüdische Feldrabbiner im Ersten Weltkrieg
Sendezeit: 22.05.2013, 09:53
Timbuktu: Sehnsucht nach Normalität
Sendezeit: 22.05.2013, 09:45
Chaos in Ägypten - das Ende des politischen Islam?
Sendezeit: 22.05.2013, 09:40
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