"Die sexuelle Verwirrung der Schmetterlinge" heißt ein Stück des israelischen, in Paris lebenden Jazzpianisten Yaron Herman. Das Duo des 31-Jährigen mit dem 1935 geborenen Holzbläser Michel Portal erforscht die Musik in all ihren Aspekten, vergisst dabei aber nie den Humor.
Alle zwei Jahre veranstaltet das Bonner Beethovenhaus in seinem Kammermusiksaal den Jazz-Klaviersommer - und der Deutschlandfunk als Medienpartner bietet nun im "Pausenjahr" die Gelegenheit für ein Wiederhören jener vier Solopianisten, deren Auftritte im stets ausverkauften Haus allesamt Staunen und Bewunderung hervorriefen.
Jerry Gonzalez wurde in der New Yorker Bronx als Sohn puertorikanischer Einwanderer geboren. Der Bruder des Bassisten Andy Gonzalez hat sich als "Conguero" und als von Miles Davis und Lee Morgan beeinflusster Trompeter gleichermaßen etabliert. Durch und durch "zweisprachig", wie er selbst sagt, kann er problemlos vom Jazzidiom ins musikalische Latein wechseln.
Die Harfe ist im Jazz eine äußerst seltene Erscheinung. Der Kolumbianer Edmar Castañeda spielt sie in diesem Kontext nicht nur mit selbstverständlicher Leichtigkeit, sondern so unerhört virtuos, dass es seinem Publikum regelmäßig den Atem verschlägt.
Alle zwei Jahre trifft sich der bundesdeutsche Jazz-Nachwuchs, um sich in der Kategorie Combo der Öffentlichkeit zu präsentieren - diesmal nach Düsseldorf, Rostock, Erfurt, Bonn, Koblenz, Halle, Hannover und Dortmund in der hessischen Kleinstadt Schlitz.
Jeden seiner hochfliegenden Pläne hat Médéric Collignon bisher mit Bravour in faszinierende Soloalben verwandelt. Einmal nahm er sich vor, die Orchestereinspielung der Jazz-Oper "Porgy & Bess" durch Miles Davis und Gil Evans auf eine fünfköpfige Band zu übertragen.
Der Niederländer Jasper van't Hof zählt zu den beim deutschen Publikum besonders beliebten Musikern des zeitgenössischen Jazz. Mit den Gruppen Association P.C. und Pork Pie gehörte der Pianist zu den Pionieren des europäischen Jazzrock.
"Dancing Dowland", so nannte der Posaunist und Pianist Chris-tian Muthspiel vor drei Jahren ein erstes Projekt, mit dem er die Musik des englischen Komponisten John Dowland in ein modernes Improvisationsumfeld transformierte.
Die Musik Kurt Weills hat viele namhafte Musiker gerade im Jazz inspiriert - von Louis Armstrong und Nina Simone über Gil Evans und John Lewis bis zu Joachim Kühn und John Zorn. Der berühmte Komponist der "Dreigroschenoper" und seine Frau, die Sängerin Lotte Lenya, hatten 1933 ihr geliebtes Berlin auf der Flucht vor den Nazis verlassen müssen.
Auch im zweiten Teil des Konzertmitschnitts aus dem Karlsruher Jazzclub schlägt der Posaunist und Pianist Christian Muthspiel erstaunlich gangbare Brücken über 400 Jahre Musikgeschichte von der Renaissance bis zum modernen Jazz.
Ursprünglich ging es nur um das Experiment eines Toningenieurs. Der wollte 1993 ein paar neuerworbene, edle Mikrofone ausprobieren. Er tat das, indem er zwei befreundete Musiker anrief und zu Probeaufnahmen in sein Studio bat - den Dortmunder Tenorsaxofonisten Matthias Nadolny und den Bonner Bassisten Gunnar Plümer.
Sein Name taucht im Zusammenhang mit den bekanntesten Musikern und Gruppen auf: Chick Corea, Freddie Hubbard, Kurt Elling, Peter Erskine, Herbie Hancock, Joni Mitchell, Steely Dan. Und dennoch ist Bob Sheppard immer noch so etwas wie ein Geheimtipp.
Beiträge zum Nachhören
Deutschlandfunk
Sport aktuell vom 15. Juni 2013
Sendezeit: 15.06.2013, 22:50
Kein eigenes Sportministerium: Interview mit SPD-Politiker Thomas Oppermann
Sendezeit: 15.06.2013, 20:45
"Brasiliens Sportminister als Feuerwehrmann" - Porträt Aldo Rebelo
Sendezeit: 15.06.2013, 20:40
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