Wer sich an Django Bates' quirlig-chaotische, aber doch mit spürbarer Liebe zum Original zelebrierte Adaption des Evergreens "New York, New York" erinnern kann - oder an seine sensiblen, unter die Haut gehenden Arrangements von Balladen aus dem "American Songbook", der mag sich vorstellen, wie es klingt, wenn sich der Pianist an das Werk von Charlie Parker heranmacht, den er schon als Kind verehrte.
Sind die Kompositionen des Altsaxophonisten an sich schon nicht gerade Schonkost für improvisierende Musiker, so geraten Stücke wie "Moose The Mooche" oder "Now's The Time" unter der Regie von Django Bates zu einmal radikal umgestalteten und ein anderes Mal reduziert-minimalistischen, aber immer trickreichen Transformationen der bekannten Bebop-Standards.
Im Trio mit zwei dänischen Partnern, dem Bassisten Petter Eldh und dem Schlagzeuger Peter Bruun, brachte Bates das Programm seiner jüngsten CD "Beloved Bird" auf die Bühne des Londoner Jazzclubs "The Vortex".
"The Vortex" London, 13. April 2010
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