Jerry Gonzalez wurde in der New Yorker Bronx als Sohn puertorikanischer Einwanderer geboren. Der Bruder des Bassisten Andy Gonzalez hat sich als "Conguero" und als von Miles Davis und Lee Morgan beeinflusster Trompeter gleichermaßen etabliert. Durch und durch "zweisprachig", wie er selbst sagt, kann er problemlos vom Jazzidiom ins musikalische Latein wechseln.
So spielte Gonzalez u.a. mit Dizzy Gillespie (den er ob seiner Fürsorge als eine Art Onkel betrachtete), Dewey Redman, Archie Shepp, Tony Williams und McCoy Tyner, aber auch mit Latin-Größen wie Tito Puente, Ray Barretto, Eddie Palmieri und Hilton Ruiz.
Ende der 70er-Jahre gründete er mit seinem Bruder die Fort Apache Band, die Salsa, afrokubanischen Jazz und Hardbop fusionierte, über drei Dekaden existieren sollte und mit ihrer beeindruckenden Tour- und Aufnahmetätigkeit wesentlich zur Wiederbelebung des Latinjazz in den folgenden beiden Jahrzehnten beitrug. Inzwischen nach Madrid übergesiedelt, hat Jerry Gonzalez auch die jüngere Fusion des Latinjazz mit dem Flamenco vorangetrieben.
Zu seiner aktuellen Gruppe El Comando de la Clave gehören Spanier und in Spanien lebende Exilkubaner. Die New York Times bezeichnete den positiv Musik-Verrückten als "letzten Bohemien".
Beiträge zum Nachhören
Deutschlandfunk
Sport aktuell vom 15. Juni 2013
Sendezeit: 15.06.2013, 22:50
Kein eigenes Sportministerium: Interview mit SPD-Politiker Thomas Oppermann
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"Brasiliens Sportminister als Feuerwehrmann" - Porträt Aldo Rebelo
Sendezeit: 15.06.2013, 20:40
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