Die Musik Kurt Weills hat viele namhafte Musiker gerade im Jazz inspiriert - von Louis Armstrong und Nina Simone über Gil Evans und John Lewis bis zu Joachim Kühn und John Zorn. Der berühmte Komponist der "Dreigroschenoper" und seine Frau, die Sängerin Lotte Lenya, hatten 1933 ihr geliebtes Berlin auf der Flucht vor den Nazis verlassen müssen.
Im Musikschaffen Weills folgte dann eine kurze Phase, in der er in Paris arbeitete, unter anderem mit Brecht an den "Sieben Todsünden", worauf New York seine zweite Heimat wurde und er dort das Broadway-Musical revolutionierte.
Der Jazzpianist François Chesnel aus Caen in der Normandie eröffnete 2007 mit einem ersten Album unter dem Titel "The Kurt Weill Project" einen eigenen (Jazz-) Zugang zu Weills Oeuvre und benannte anschließend seine Gruppe danach.
Ein zweites Album folgte unlängst, für das Chesnel zu den Songs von Brecht und Weill eigene Kompositionen schuf, die ihre Ideen mit zeitgemäßen Mitteln des heutigen Jazz fortspinnen. Der in Klassik und Jazz gefragte Pianist, der auf über dreißig Alben zu hören ist, bekam den ersten Preis in Jazz und Musikgeschichte am Konservatorium seiner Heimatstadt. Chesnel ist in zahlreichen Bands aktiv, zudem unterrichtet er Jazz und Improvisierte Musik am Konservatorium in Caen.
Beiträge zum Nachhören
Deutschlandfunk
Schmalspurbahn in Lettland
Sendezeit: 16.06.2013, 11:30
Kulturinsel Einsiedel
Sendezeit: 16.06.2013, 11:30
Vidin-Calafat- Brücke
Sendezeit: 16.06.2013, 11:30
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