"Ich versuche, eine neue Ausdrucksform zu finden für das Instrument, das ich liebe", sagt Kimmo Pohjonen, wenn er seine Kunst auf dem Akkordeon beschreibt. Der 40-jährige Finne entfernt sich weit vom hinlänglich bekannten Sound des Instruments. Seine Musik ist von archaischen Brachialklängen ebenso geprägt wie von filigranen, zuweilen recht seltsamen Geräuschen. Vom zartesten Säuseln bis hin zu lautstark-aggressiven Clustern reicht dabei die Klangskala.
Kimmo Pohjonen lässt sein elektronisch verstärktes Akkordeon atmen, pumpen, wimmern, keuchen, stöhnen, brüllen. Von nordischer Folklore über Rock, Techno, Jazz bis zur Ambient Music mit ihren diffusen, weiten Flächen reicht dabei das Stilspektrum, an dessen Kreation neben Pohjonen sein finnischer Akkordeonistenkollege und Samplingspezialist Samuli Kosminen sowie zwei Amerikaner beteiligt sind: der Schlagzeuger Pat Mastelotto und Trey Gunn mit seiner zehnsaitigen, den Tonumfang eines Klaviers bietenden Gitarre. "KTU", so nennen die vier Musiker ihr Ensemble, dessen dunkle, monumentale Klangwelten für Faszination und Gänsehaut gleichermaßen sorgen.
Kimmo Pohjonen - Akkordeon, Stimme, Elektronik
Samuli Kosminen - Akkordeon, Samples
Trey Gunn - Zehnsaitige E-Gitarre
Pat Mastelotto - Schlagzeug, Perkussion
(Aufnahme: Tampere Jazz Happening (Finnland), 5. November 2005)
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