Big Brother ist längst Realität, die freiheitliche Demokratie auf dem Weg in einen neuen Überwachungsstaat, das behaupten Ilija Trojanow und Juli Zeh in ihrem Buch "Angriff auf die Freiheit. Sicherheitswahn, Überwachungsstaat und der Abbau bürgerlicher Rechte".
Die "Sicherheit" ist seit dem Anschlagsversuch von Detroit herrschendes Thema in Politik und Medien. Die Einführung von Nackt-Scannern auf Flughäfen wird nicht nur erwogen, sondern geplant, trotz der Bedenken von Experten, was die Logistik oder die Intimsphäre der Passagiere betrifft.
Wie groß ist der Konflikt zwischen Sicherheitsbedürfnis und bürgerlichen Freiheitsrechten? Wie groß ist die Bedrohung durch terroristische Anschläge? Ist die Angst der Bürger real oder wird sie geschürt? Ist der Sicherheitswahn nicht auch gefährlich? Der Schriftsteller Ilija Trojanow, als Weltbürger auf vielen Flughäfen unterwegs, empfiehlt, eine bewährte Frage zu stellen: "Cui bono?", "Wem nützt es?"
Burkhard Müller-Ullrich hat Ilija Trojanow zum Thema Sicherheit und Bürgerrechte befragt.
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