Die vom Bund der Vertriebenen organisierte Ausstellung "Erzwungene Wege - Flucht und Vertreibung im Europa des 20. Jahrhunderts" ist in Polen auf scharfe Kritik gestoßen. Der polnische Ministerpräsident Jaroslaw Kaczynski sprach von einer "sehr schlechten, sehr irritierenden und sehr traurigen Angelegenheit", ohne allerdings die Ausstellung gesehen zu haben.
Er griff die Präsidentin des Vertriebenenbundes, Erika Steinbach, mit den Worten an: "Wir wünschen uns, das alles, was mit dem Namen von Frau Steinbach in Verbindung steht, so schnell wie möglich endet, denn daraus entspringt nichts Gutes für Polen, für Deutschland, für Europa." Die Schau schiebe die Verantwortung für die von Deutschland während des Zweiten Weltkriegs begangenen Verbrechen ab, hieß es von anderer Seite.
Welches Geschichtsbild vermittelt die Ausstellung "Erzwungene Wege" wirklich? Der Historiker Matthias Stickler von der Universität Würzburg hat sich intensiv mit den Vertreibungen im 20. Jahrhunderts beschäftigt und sich "Erzwungene Wege" angeschaut. Wolfgang Stenke hat mit ihm gesprochen.
Das vollständige Gespräch mit Matthias Stickler können Sie für begrenzte Zeit nach der Sendung in unserem Audio-On-Demand-Player hören.
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