Der in Karlsruhe lehrende Philosoph Peter Sloterdijk zählt zu den wichtigsten und produktivsten zeitgenössischen Denkern. Seit seinem vielbeachteten Werk "Kritik der zynischen Vernunft" von 1983 mischt sich der Philosoph auch in aktuelle politische und gesellschaftliche Debatten ein.
In seiner jüngsten Publikation "Zorn und Zeit" analysiert er die großen Konfliktlinien unserer Zeit unter den Kategorien von Zorn, Mut, Stärke und Tapferkeit einerseits und Eros andererseits.
Ein wohlstandsverwahrloster Westen könne mit seiner vergoldeten Unzufriedenheit und sozialdemokratisierten Wohlfühlgesellschaft nicht angemessen auf die kampfbereiten jungen Männer des islamistischen Terrors reagieren, lautet eine von Sloterdijks Thesen.
Knut Cordsen sprach mit Peter Sloterdijk über die Sichtung der Welt mittels des Begriffpaares Eros und Zorn, ein Gespräch, das auch den Erfolg rechtsextremer Parteien in Ostdeutschland thematisiert, die Selbstmordattentate fanatisierter Muslime und die hysterischen Reaktionen islamisch geprägter Länder auf die Regensburger Rede des Papstes.
Das vollständige Gespräch mit Peter Sloterdijk können Sie für begrenzte Zeit nach der Sendung in unserem Audio-On-Demand-Angebot hören.
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