Vor vierzig Jahren eröffnete Mao Tse-Tung persönlich die so genannte "Große Proletarische Kulturrevolution": Eine Initiative aus dem Zentrum der Macht gegen jene Teile der Kommunistischen Partei, die sich aus dem Schatten des großen Vorsitzenden lösen wollten. Schnell wurde sie zu einer landesweiten politischen Protest-Bewegung, die bald in Chaos, Gewalt und Terror der Roten Garden mündete.
Im Westen wurden die Vorgänge in China teils mit Faszination verfolgt. Heute ist von der Kulturrevolution, die vor dreißig Jahren - mit dem Tod Mao Tse Tungs - endete, in der boomenden Volksrepublik offiziell nichts mehr zu sehen. Doch unter der Oberfläche der chinesischen Gesellschaft wird die jüngere Vergangenheit zunehmend kontrovers diskutiert.
Rainer Berthold Schossig hat mit der Wiener Sinologin Susanne Weigelin-Schwiedrzig über die Chinesische Kulturrevolution gesprochen.
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