Außergewöhnliche Krisen stellen die Menschheit immer wieder vor außergewöhnliche Herausforderungen. Kriege und Katastrophen müssen nicht nur materiell, sondern auch mental und methodisch bewältigt werden. Nicht sicher ist, ob die westlichen Gesellschaften, ob die ganze Welt für die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts, die sich jetzt schon in Form einschneidender Krisen bemerkbar machen, gerüstet sind.
Harald Welzer lehrt Sozialpsychologie an der Universität Witten/Herdecke und hat am Kulturwissenschaftlichen Institut in Essen lange Gedächtnisforschung betrieben. Seine Bücher "Opa war kein Nazi" und "Klimakriege" haben auf unterschiedliche Weise erforscht, welche irrationalen Bewältigungsstrategien Menschen wählen; und zwar sowohl die Vergangenheit als auch die eigene Zukunft betreffend. Karin Fischer hat mit Harald Welzer über die Finanzkrise in mentalitätsgeschichtlicher Perspektive gesprochen.
Beiträge zum Nachhören
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