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11.01.2009
Der amerikanische Schriftsteller David Foster Wallace galt als literarisches Wunderkind. (Bild: Stock.XCHNG / Sanja Gjenero) Der amerikanische Schriftsteller David Foster Wallace galt als literarisches Wunderkind. (Bild: Stock.XCHNG / Sanja Gjenero)

Wörtermeer und keine Ufer

Ulrich Blumenbach, Übersetzer von D.F. Wallace's "Infinite Jest", im Gespräch mit Karin Fischer

Der amerikanische Schriftsteller David Foster Wallace galt als literarisches Wunderkind. Früh schon wurde er mit Schwergewichten wie Thomas Pynchon und Don DeLillo verglichen. Seine Erzählbände "Mädchen mit komischen Haaren" oder "Kurze Interviews mit fiesen Männern", vor allem aber sein Opus Magnum "Infinite Jest" machten ihn zum meist gefeierten Autor der amerikanischen Gegenwartsliteratur.

Vor vier Monaten hat er sich im Alter von 46 Jahren wegen anhaltender Depressionen erhängt. Was seine Leserinnen und Leser nicht davon abhalten sollte, "Infinite Jest", das im Herbst auf Deutsch erscheint, als "Unendlichen Spaß" zu lesen. Der über 1000 Seiten starke Roman entstand in den 90er Jahren und ist auch eine enzyklopädisch anmutende Bestandsaufnahme der Abgründe der amerikanischen Gesellschaft.

Ulrich Blumenbach hat das Werk ins Deutsche übertragen. Rund fünf Jahre lang war er mit dem sehr speziellen David Foster Wallace-Kosmos beschäftigt. Blumenbach hat auch einige Erzählungen des Autors übersetzt. Er leitet das Züricher Übersetzertreffen und hat einen Lehrauftrag für Literarisches Schreiben an der Heinrich Heine-Universität in Düsseldorf.

Karin Fischer hat mit Ulrich Blumenbach über David Foster Wallace und die Arbeit des Übersetzers gesprochen.


 
 

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