"Die Krise, das ist die Gesellschaft", sagt Niklas Luhmann. Derzeit blicken wir auf eine Krise weltpolitischen Ausmaßes und fragen, wohin sie die Gesellschaften führen wird und ob die Welt in fünf oder zehn Jahren nicht gänzlich anders aussehen wird. Die Zukunft scheint heute unbekannter als noch vor wenigen Monaten; die Gegenwart unsicherer.
Für Soziologen und Gesellschaftstheoretiker sind das spannende Zeiten. Sie analysieren nicht nur Rationalität oder Irrationalität der modernen Finanzwelt. Die globale Krise erfordert neue politische Antworten, bringt aber auch neue Fragestellungen hervor.
Der Soziologe und Systemtheoretiker Dirk Baecker forschte über Wirtschaftsethik und gesellschaftlichen Wandel an der Universität Witten-Herdecke, bis er 2007 auf den neuen Lehrstuhl für Kulturtheorie und -analyse der Zeppelin-Universität in Friedrichshafen berufen wurde.
Die Finanzkrise hat er mit verschiedenen Veröffentlichungen begleitet, unter anderem mit einer "Kleinen Kulturtheorie der Wirtschaft" in der Zeitschrift Merkur.
Das vollständige Gespräch mit Dirk Baecker können Sie mindestens bis zum 22. Juni 2009 in unserem Audio-on-Demand-Player hören.
Beiträge zum Nachhören
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Lessings Absage an den Patriotismus und warum sie heute noch gilt. Navid Kermani
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