Neue Veröffentlichungen über die mögliche Beteiligung deutscher Stadtguerillas an palästinensischen Terroranschlägen in den frühen 70er-Jahren haben erneut eine Debatte über die Wurzeln eines linken Antisemitismus ausgelöst. Um dieses brisante Thema geht es auch in unserem heutigen Kulturgespräch.
Bald erscheint eine neue Fassung des Handbuchs für psychiatrische Diagnosen (DSM). Kritiker befürchten schon jetzt, dass die fünfte Version dieses Standardwerks Definitionen psychischer Krankheiten derart aufweicht, dass viele gesunde Menschen plötzlich zu Patienten werden.
Seit der Reform des Stiftungsrechts boomt die Stiftungsszene in Deutschland. Namhafte Unternehmen treten kulturfördernd in Erscheinung. Mittlerweile scheint es so, als wenn Stiftungen für eine verfehlte Kulturpolitik in den Kommunen aufzukommen hätten. Welchen Beitrag leisten sie zum Erhalt der Bestandskultur?
Die scheidende WDR-Intendantin Monika Piel brachte es auf den Punkt: "Wir müssen durch unser Programm dafür sorgen, dass der überwiegende Teil des Publikums sagt: Ja, dafür wollen wir den Beitrag zahlen." Die Qualität des öffentlich-rechtlichen Fernsehens ist in Zeiten einer vehement geführten Gebührendebatte mehr als nur ein Nebenschauplatz.
Die Einstellung der "Financial Times Deutschland" und die Insolvenz der "Frankfurter Rundschau" werfen viele Fragen auf: zum Beispiel, ob journalistische Druckerzeugnisse angesichts der rasanten Veränderungen auf dem Medienmarkt noch eine Zukunft haben.
Seit der Bologna-Erklärung vor 14 Jahren ging ein Ruck durch Europa. Der Wissenschaftsrat konstatierte eine Inflation wohlwollender Beurteilungen an deutschen Hochschulen. Der Begriff "Kuschelnoten" machte Karriere auch außerhalb der akademischen Welt.
Vor 70 Jahren endete die kriegerische Auseinandersetzung um Stalingrad an der Wolga. Dabei starben ungefähr 190.000 Soldaten der Wehrmacht und mindestens 500.000 Rotarmisten. Um diese Vernichtungsschlacht rankten sich über Jahre von deutscher Seite aus heroisierende Darstellungen und Verratslegenden.
Vor dem Jahreswechsel nehmen wir drei Aufreger-Themen der letzten zwölf Monate unter die Lupe: den Glaubenssatz der Bundeskanzlerin "Scheitert der Euro, dann scheitert Europa", die Kontroverse um die Beschneidung von Knaben sowie die umstrittene Verleihung des Adorno-Preises an Judith Butler.
Warum entscheidet man sich für Kinder? Und warum erfüllen sich nicht alle Deutschen ihren Kinderwunsch? Das Forschungsprojekt "Zukunft mit Kindern - Fertilität und gesellschaftliche Entwicklung" hat nach Antworten auf diese Fragen gesucht.
Warum entscheiden sich Menschen für Kinder? Und warum erfüllen sich nicht alle Deutschen ihren Kinderwunsch? Diesen und verwandten Fragen geht das 48. ZEIT-Forum Wissenschaft nach.
Mehr zur Sendung:
Links bei dradio.de:
Deutschlandfunk
Seit 21:05 Uhr
Konzertdokument der Woche
Nächste Sendung: 23:00 Uhr
Nachrichten
Beiträge zum Nachhören
Das Kulturgespräch
Das Kulturgespräch: Chancen und Grenzen der Gleichstellung
Sendezeit: 14.06.2013, 19:15
Wer hat die richtige Online-Strategie?Zeitschriften in die digitale Zukunft
Sendezeit: 31.05.2013, 19:15
Das Kulturgespräch: Neue alte Ängste - Europäisches Leiden an Deutschland?
Sendezeit: 24.05.2013, 19:15
dradio-Recorder
im Beta-Test: