Vor den Trümmern des zerstörten Kölner Stadtarchivs - wie viele Dokumente lassen sich noch retten? (Bild: AP)
Die Generalsekretärin der Kulturstiftung der Länder, Isabel Pfeiffer-Poensgen, hat anlässlich des eingestürzten Kölner Stadtarchivs die mangelnde Pflege der Bausubstanz von Kulturgebäuden beklagt. In den nächsten Tagen werde man sehen, welche historischen Dokumente noch gerettet werden könnten. "Dann wird es sicherlich auch Geld brauchen, und da stehen wir bereit", sagte sie.
"In den ganzen vielen Sparrunden, die wir seit den 90er-Jahren im Kulturbereich hinter uns gebracht haben, ist immer sehr viel im Bereich der Bauunterhaltung eingespart worden", sagte Pfeiffer-Poensgen im Deutschlandfunk. Das gelte auch für Theater, die mit "ihrer Technik nicht mehr auf dem Stand" seien, und für Museen.
Vor dem Hintergrund des zusammengestürzten Kölner Stadtarchivs sprach sich Pfeiffer-Poensgen für eine verstärkte Digitalisierung von historischen Dokumenten aus, wies aber zugleich auch auf die "Aura" der Originale hin. Deswegen sei der Verlust in Köln jetzt so groß. Grundsätzlich sei es wünschenswert, wenn sich wie bei der Anna-Amalia-Bibliothek auch Stiftungen, Unternehmen und Bürger an den Kosten für die Restaurierung der Manuskripte beteiligten. Auch der Bund sei "sicherlich ansprechbar", sagte Pfeiffer-Poensgen.
Das vollständige Interview mit Isabel Pfeiffer-Poensgen können Sie mindestens bis zum 9. August 2009 in unserem Audio-on-demand-Angebot nachhören. (MP3-Audio)
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