Édouard Glissant, der 2011 in Paris verstorbene Dichter, Essayist und Romancier aus Martinique, beschreitet in seiner Poetik eigene Wege, um die globale Chaos-Welt zu erfassen. Er geht dabei vom Magma der Erde aus, von den Erdbeben und Wirbelstürmen der Karibik, analysiert die Einflüsse einer immer noch nachwirkenden Kolonialgeschichte.
Die Geschichte der DJ-Kultur beginnt in den 70er-Jahren, als einzelne DJs begannen, nicht mehr brav eine Schallplatte nach der anderen abzuspielen, sondern in die Struktur der Stücke eingriffen, sich einzelne Sequenzen herauspickten und mit Ausschnitten anderer Platten mischten.
Ob im Schneckentempo oder im Geschwindigkeitsrausch - die Post ist mehr als ein Transportunternehmen. Träger unserer intimsten und gefühlvollsten Gedanken, aber auch behördlicher Zustellungen, wird ihr Eintreffen wahlweise herbeigesehnt oder gefürchtet.
"Ach, wenn mir nur gruselte!" - Wer wie im Grimm'schen Märchen auszieht, das Fürchten zu lernen, der findet in der Literatur der Schwarzen Romantik und ihrer Nachfolger ein schillerndes Spektrum düsterer Phantasmagorien.
Erich Mühsam (1878 bis 1934) saß zwischen allen Stühlen - fast sein ganzes Leben lang. Den schreibenden Bohemien in München und Berlin war er zu anarchistisch: Er agitierte Arbeiter und das Lumpenproletariat und wurde wegen diverser politischer Straftaten verurteilt.
Manche hören sie in ihrer Kindheit schon ganz deutlich: die inneren Stimme, die keinen Zweifel über den Platz im Leben zulässt. Doch dann gibt die väterliche Firma den Lebensplan vor, verlangen politischen Verhältnisse oder gesundheitliche Krisen eine andere Entscheidung. Aber die innere Suche geht weiter. Die Lange Nacht spürt in Originalton-Geschichten solchen Lebenswegen nach.
Die Mittelschicht galt lange Zeit als das Maß aller Dinge. Der Aufstieg in die Mittelschicht war das Wohlstandsversprechen des Wirtschaftswunders, und ihr gesellschaftlicher Ort war nicht nur durch das Bausparen, das Eigenheim, das Mittelklasseauto und den Jahresurlaub definiert.
"Frankreich allein hat ein Paris, eine Stadt, in der die europäische Civilisation zu ihrer vollsten Blüte sich entfaltet hat und von der in gemessenen Zeiträumen die elektrischen Schläge ausgehn, unter denen eine ganze Welt erbebt", schrieb Friedrich Engels. Paris galt als die rebellische Stadt schlechthin.
"Eine Stadt, in der es sich leicht und hell leben lässt", so formulierte der Autor Isaak Babel 1916 seine Ansicht über Odessa. Damals stand der Mythos der lebensfreudigen, kosmopolitischen, freien Stadt in voller Blüte. Heute erlebt Odessa eine Zeit des Welkens, wie sie die Stadt schon mehrfach erlebte.
Eine Berliner Destille Ecke Wilhelmstraße/Unter den Linden war in den 90er-Jahren des 19. Jahrhunderts der Zufluchtsort von Menschen, die unter dem geistigen und politischen Erzkonservativismus ihrer Zeit litten. Im "Schwarzen Ferkel" fühlten sie sich unter Gleichgesinnten.
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Deutschlandfunk
Schmalspurbahn in Lettland
Sendezeit: 16.06.2013, 11:30
Kulturinsel Einsiedel
Sendezeit: 16.06.2013, 11:30
Vidin-Calafat- Brücke
Sendezeit: 16.06.2013, 11:30
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