22.06.2013 23:05 Uhr
Was wird in uns wach durch den anderen?
Die Lange Nacht von Liebe und Schmerz
Liebe und Schmerz werden in einem Atemzug genannt. In einem Hauch oder als erschöpfter Seufzer. Sie scheinen zusammengewachsen zu sein wie Zwillinge oder wie Feinde, die sich brauchen. Als Gradmesser für die Liebe gilt Leid. Film, Literatur und Musik leben von dieser Verbindung: unerfüllt lieben, zu sehr lieben, liebend zugrunde gehen, gar nicht lieben können.
Ist die gegenwärtige Krise des Kapitalismus schlecht für das soziale Klima, aber gut für das politische Lied? Wollen wieder mehr Künstler "die Verhältnisse rocken, die Welt verändern", wie es auf einer jüngst erschienen CD heißt?
Nicht im Kampf gegen Unterdrückung, sondern aus eigenen Wurzeln, aus Geschichten, Liedern und Lachen, sollte eine afroamerikanische Kultur wachsen. Das war Zora Neale Hurstons Traum. Geboren in Florida, nur eine Generation nach der Abschaffung der Sklaverei, erforschte Hurston (1891 - 1960) die Erzähltradition der Schwarzen.
Wie viele französische Chansonpoeten begann auch Léo Ferré im Paris der Nachkriegsjahre: in den Kellerkabaretts am linken Seine-Ufer, zusammen mit Charles Aznavour, Juliette Gréco und Yves Montand. Doch bald ging er stilistisch eigene Wege.
Die Donau, nach der Wolga der zweitlängste Strom Europas, spricht viele Sprachen. Auf ihrem 2857 Kilometer langen Weg begegnet sie deutschen Klosterbrüdern ebenso wie österreichischen Weinbauern.
Die Langeweile ist ein Phänomen, das alle Lebensbereiche des Menschen berührt. Ihr Empfinden ist vielfach beschrieben und gedeutet worden: in der antiken Philosophie, bei christlichen Theologen in der Gestalt der sündhaften Acedia oder der Melancholie, bei den französischen Moralisten ebenso wie in jüngerer Zeit bei Kierkegaard, Iwan Gontscharow oder Emile Cioran.
Liebe und Schmerz werden in einem Atemzug genannt. In einem Hauch oder als erschöpfter Seufzer. Sie scheinen zusammengewachsen zu sein wie Zwillinge oder wie Feinde, die sich brauchen. Als Gradmesser für die Liebe gilt Leid. Film, Literatur und Musik leben von dieser Verbindung: unerfüllt lieben, zu sehr lieben, liebend zugrunde gehen, gar nicht lieben können.
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Deutschlandfunk
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Sendezeit: 16.06.2013, 11:30
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