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 Lange Nacht
 Sendung vom: Samstag 11.03.2000   • 23:05

Eine Lange Nacht über Sieger und Verlierer
Man ist, was man denkt
Dieter Baumann
 
Moderation:  Christine Werner
 Ulrich Loke
Gäste:  Dieter Baumann
 Dr. Ulrich Kuhl
 Hans Wilhelm Gäb

Von Erfolgs-Hormonen ist die Rede, von Talent und harter Arbeit - und immer wieder vom Kopf. Im Kopf wird über Sieg oder Niederlage entschieden, sagen Erfolgs- und Motivationstrainer. Und sie liefern die Strategien für den erfolgreichen Weg gleich mit: "Weck den Sieger in dir" oder "Ich kann, was ich will" lauten die Titel der Bücher und Seminare die ein besseres, schöneres und erfolgreicheres Leben versprechen. Grundtenor aller Strategien: Erfolg ist machbar, man muss nur wirklich wollen. Ganz gleich ob im Sport, in der Politik oder in der Wirtschaft.

Aber was heißt das eigentlich: Ein erfolgreicheres Leben? Wer oder was definiert den Erfolg? Und hängt wirklich alles vom Willen ab? Oder macht uns nicht manchmal ein Ereignis einfach einen Strich durch die Rechnung im Kopf? Bei alpinen Abfahrtsrennen entscheiden 1000stel-Sekunden über den Sieg, beim Turnen und Eiskunstlauf hängen die Medaillen vom Urteil der Preisrichter ab. Ehescheidungen und Firmenpleiten werfen Menschen aus ihren Lebensbahnen. Ist der Sieg tatsächlich planbar, der Erfolg strategisch durchsetzbar? Was haben Sieger-Typen, was Verlierern fehlt? Gibt es sie nicht doch, die geborenen Sieger? Die Lange Nacht führt über die Straße des Erfolgs und berichtet über Umwege, Abzweigungen und Stolpersteine.

Studiogäste:

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Dieter Baumann
Dieter Baumann

Olympiasieger und Europameister über 5.000 Meter, Vize-Europameister über 10.000 Meter und 35-facher Deutscher Meister. Seit November 1999 wegen Doping-Verdachts vom Deutschen Leichtathletik Verband von der Teilnahme an Wettkämpfen suspendiert.
www.dieter-baumann.de
Die Dieter-Baumann-Homepage:
http://home.t-online.de/home/
07234980117-0001/db02n.htm

Dr.Ulrich Kuhl

Psychologe, 1986 erster hauptamtlichet Sportpsychologe an einem Olympiastützpunkt, betreut bis heute Spitzensportler. Ist seit 1994 Unternehmensberater.
http://www.olympiastuetzpunkt.de/
psychologie-a-partner.htm

PSYCHOLOGIE im Leistungssport

Bevor an dieser Stelle auf das Leistungsangebot des Sportpsychologen unseres OSP eingegangen wird, ist es vielleicht ganz sinnvoll, zu erläutern, wie überhaupt Stress entsteht.
Stress entsteht immer dann, wenn persönlich wichtige Bereiche bedroht sind.
Persönlich wichtige Bereiche sind:

  • Selbstwertgefühl
  • soziale Beziehungen
  • ökonomischer Bereich
  • Gesundheit/Leben
Stress bzw. ein Gefühl der Bedrohung resultiert aus Unsicherheit und negativen Konsequenzen, die dann eintreten werden, wenn die Aufgabe nicht bewältigt wird.

Je größer die Unsicherheit und bedeutungsvoller die möglichen negativen Konsequenzen, desto größer der Stress bzw. das Gefühl der Bedrohung!
Mehr dazu unter:
http://www.olympiastuetzpunkt.de/psychologie-leistungsport.htm

Hans Wilhelm Gäb

mehrfacher deutscher Meister und Nationalspieler im Tischtennis, später Präsident des Deutsches Tischtennis-Bundes, 1968 Gründung der AutoZeitung, Chefredakteur; später Direktor der Öffentlichkeitsarbeit und Vorstandsmitglied der Ford Werke Ag in Köln, 1986 bis 1998 Vice-President General Motors Europe in Zürich, Gründer des Vereins "Sportler für Organspende e.V."
Verein Sportler für Organspende:
www.vso.de

Sportler für Organspende

Eine Initiative des Kuratorium
für Dialyse und Nierentransplantation e.V. (KfH)

Die Bereitschaft vieler Menschen zur Organspende hat es möglich gemacht, daß allein in Deutschland Tausenden das Leben gerettet oder ihre Gesundheit zurückgegeben werden konnte. Dennoch gibt es lange Wartelisten von Menschen, die noch in der Ungewissheit verharren müssen, ob überhaupt und, wenn ja, wann ein geeignetes Spenderorgan für sie gefunden wird.

Gerade Sportlerinnen und Sportler erfahren immer wieder, wie wichtig ein gesunder Körper ist. Sportlerinnen und Sportler sind außerdem Sympathieträger der öffentlichen Meinung. Im Bewusstsein der Verantwortung, die sich hieraus ergibt, haben sich viele von ihnen der Initiative "Sportler für Organspende" angeschlossen. Sie tragen zur Förderung der Organspende bei, indem sie einen Spenderausweis ausfüllen und ihn immer bei sich tragen, und indem sie das Thema Organspende öffentlich ansprechen und ihre Meinung dazu kundtun.
Weiterlesen: http://www.interfit.de/deutsch/html/organ6.html

 


Muskelprotz
Hörbeispiele: "Ein Künstlerleben"

von Robert Gernhard

Er glaubte gut zu sein
und war schlecht.
Er glaubte stark zu sein
und war schwach.
Er glaubte was zu sein
und war nichts.

Er glaubte schlecht zu sein
und war gut.
Er glaubte schwach zu sein
und war stark.
Er glaubte nichts zu sein
und war was.

Er glaubte gut zu sein
Und war gut.
Er glaubte stark zu sein
Und war stark.
Er glaubte was zu sein
Und war was.

Er glaubt gut zu sein
und ist nichts.
Er glaubt stark zu sein
und ist schlecht.
Er glaubt was zu sein
und ist schwach.

Er glaubte und
glaubte und
glaubte und
glaubt.

 

Vergleich

von Nikolaus B. Enkelmann

Der Sieger und der Verlierer:

Der Sieger hat immer einen Plan.
Der Verlierer hat immer eine Ausrede.

Der Sieger sagt: Laß mich Dir dabei helfen.
Der Verlierer sagt: Das ist nicht meine Aufgabe.

Der Sieger findet für jedes Problem eine Lösung.
Der Verlierer findet in jeder Lösung ein Problem.

Der Sieger vergleicht seine Leistungen mit seinen Zielen.
Der Verlierer vergleicht seine Leistungen mit denen anderer Leute.

Der Sieger sagt: Es mag schwierig sein, aber es ist möglich.
Der Verlierer sagt: Es ist möglich, aber es ist schwierig.

Der Sieger ist immer Teil einer Lösung.
Der Verlierer ist immer Teil eines Problems.

Link: www.enkelmann.de

 

Manuskript: Sieger und Verlierer in der Literatur

 

Dieter baumann

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