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 Lange Nacht
 Sendung vom: Samstag 1.04.2000   • 23:05

Die Lange Nacht über rechtsradikale Jugendliche
Kindsköpfe oder Verfassungsfeinde?
Skinheads
Autorin:  Jacqueline Boysen
Gäste:  Jürgen Kanehl
 Bürgermeister der Stadt Wolgast
 Uta Leichsenring
 Polizeipräsidentin in Eberswalde
 Karin Schubert
 Ministerin der Justiz des Landes Sachsen-Anhalt
 Michael Schwark
 Gefängnispsychologe der JVA Bützow

Sind sie die späten Erben der Diktatur des Proletariats oder Kinder, denen Gewaltvideos die Phantasie verdorben haben? Fallen Sie rechten Rattenfängern anheim, weil sich sonst niemand um sie kümmert - oder provozieren sie, um Aufmerksamkeit zu erregen? Die Heranwachsenden der Nachwendezeit rasieren sich die Köpfe und schmücken sich mit verbotenen Macht-Insignien der Nationalsozialisten. Sie spielen mit der Polizei Katz und Maus um illegale Konzerte, grölen antisemitische Parolen und stampfen in Springerstiefeln durch ihre enge Welt, die sie von Andersdenkenden und Ausländern zu befreien trachten.

Die Szenarien ähneln sich: 16-, 17-jährige Glatzköpfe suchen sich einen Wehrlosen, schlagen und treten, bis das Opfer blutend am Boden liegt. Sie werden geschnappt, verhaftet, verurteilt und lassen sich als Märtyrer von Gleichgesinnten feiern.

Die Hilflosigkeit von Eltern und Lehrern, Richtern und Politikern ist so groß, wie die Erklärungsmuster von Wissenschaftlern unzureichend sind.

Muß sich die Gesellschaft von gewalttätigen Antidemokraten fürchten oder kann sie die 17-jährigen Desperados "heilen"? Gespräche, Meinungen, Reportagen und Diskussionen in dieser Langen Nacht über rechtsradikale Jugendliche.

 
Die Studiogäste:

 

Related Links:
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Karin Schubert

Ministerin der Justiz des Landes Sachsen-Anhalt
http://www.bundesrat.de/PDundF/
biographien/Schubert_karin.html

http://www.mj.sachsen-anhalt.de

Anti-Aggressions-Training für junge Kriminelle in Stendal/Jeder dritte Straftäter in Sachsen-Anhalt unter 21 Jahre alt - von Birgitt Pötzsch (Stendal/ap) "Ich habe gehört, dass wir hier provoziert werden, bis wir ausrasten", sagt Marcel und fügt düster hinzu: "Und dann werden wir auf die Matte gelegt." Marcel ist 19 Jahre alt und wegen eines schweren Raubüberfalls zu einer Jugendstrafe von einem Jahr und sieben Monaten auf Bewährung verurteilt. Er gehört neben 14 weiteren jungen Kriminellen zu den Teilnehmern eines 19-wöchigen Anti-Aggressions-Trainings, das jetzt in Stendal in Sachsen-Anhalt begann. Um der wachsenden Gewalt unter Kindern und Jugendlichen entgegenzusteuern, haben sich engagierte Bürger vor zwei Jahren zu diesem Gremium zusammengeschlossen. In Sachsen-Anhalt steigt die Kinder- und Jugendkriminalität seit Jahren.1998 wurden 34,5 Prozent aller Delikte von Straftätern unter 21 Jahren verübt. Raub, Sachbeschädigung, Landfriedensbruch und Diebstahl stehen ganz vorn in der Liste der Verbrechen. Landesjustizministerin Karin Schubert sieht in der hohen Arbeitslosigkeit, in materieller Not, fehlenden Zukunftsaussichten und zunehmendem Werteverfall die Hauptursachen für die Gewaltbereitschaft bei Kindern und Jugendlichen. Die SPD-Politikerin unterstützt das Projekt in Stendal und verweist auf Untersuchungen, nach denen Haftstrafen gerade bei jungen Leuten kaum zur Resozialisierung beitragen.
Mehr dazu: http://www.der-jugendrichter.de/html/aat.html

Der Täter-Opfer-Ausgleich (TOA) hat sich in Sachsen-Anhalt als wirksame Maßnahme zur Wiederherstellung des Rechtsfriedens bewährt. 68 Prozent aller Fälle, in denen die Mitarbeiter des Sozialen Dienstes der Justiz des Landes Sachsen-Anhalt und freier Träger eine Einigung zwischen Tätern und Opfern angestrebt haben, sind erfolgreich abgeschlossen worden. "Damit hat die Justiz insbesondere gegenüber den Opfern konkrete Hilfe geleistet", so Justizministerin Karin Schubert (SPD). "Denn der Täter-Opfer-Ausgleich ist eine Form der Wiedergutmachung, die dem Opfer hilft, seine Ansprüche schneller geltend machen zu können. Gleichzeitig erfährt der Täter durch die unmittelbare Konfrontation mit seiner Tat und seinem Opfer, welche drastischen Auswirkungen sein Handeln hatte. Dadurch kann ein Umdenken erreicht und somit ein wirksamer Schutz gegen erneute Straftaten erzielt werden", erklärt die Ministerin.
Weiterlesen: http://www.mj.sachsen-anhalt.de/
presse/pressefr.htm

Bürgermeister Jürgen Kanehl

http://www.demo-online.de/0799/t0799_05.htm
Die Homepage von Wolgast: http://www.pommerngreif.de/
region/komm/wolgast/index.html

Uta Leichsenring

In Eberswalde, wo 1990 zum ersten Mal in der Bundesrepublik Deutschland ein Schwarzafrikaner, Amadeu Antonio, von Rechtsextremisten umgebracht wurde, entstand auf Initiative der örtlichen Fachhochschule unter Leitung des stellvertretenden Bürgermeisters und mit Unterstützung engagierter Bürgerinnen und Bürger, Studenten, Lehrer, Polizeibeamten, Ausländerbeauftragte usw. das Netzwerk »Für ein tolerantes Eberswalde«. Zahlreiche Aufklärungs-, Präventiv- und Offensivkampagnen wurden durchgeführt und in ähnlicher Form auch von anderen Städten übernommen. Vor einem Jahr fand die erste, wiederum von der Fachhochschule initiierte, sehr erfolgreiche "Aktionswoche" statt und vor wenigen Tagen wurde die "Aktion Noteingang" ins Leben gerufen, die Schutz und Information bei rassistischen und faschistischen Übergriffen anbietet. Ähnlich auch das Belziger Forum, in dem unter der Leitung des Bürgermeisters Kiep gemeinsame Aktionen durchgeführt und alle demokratischen Kräfte in einem »offenen Gesprächskreis« zur Überwindung von Ängsten und zur Stärkung von Zivilcourage gebündelt wurden, was zur Befriedung des sozialen und politischen Klimas in der Stadt und im Umland beigetragen hat. Belzig und Eberswalde, das sind zwei ermutigende Beispiele, die wir heute dankbar würdigen und mit einer Theodor-Heuss-Medaille auszeichnen wollen. Bürgergesellschaftliches Engagement gegen Rechtsextremismus bedarf jedoch nicht nur einer breitgestreuten Unterstützung, es bedarf auch des Rückhalts durch vorbildstiftende Mutmacher wie Uta Leichsenring und Bernd Wagner.
Mehr dazu: http://www.theodor-heuss-stiftung.de/htm/0262.htm

Polizeipräsidentin von Eberswalde im Gespräch : Frauen müssen mutiger werden
http://www.polizei.brandenburg.de/
info110/4_97/leichsen.htm

Aktion Noteingang in der Fachhochschule Eberswalde
Zeichen setzen gegen Rassismus und Gewalt
http://www.trend.partisan.net/trd0699/t290699.html

Verein zur Förderung der Kriminalitätsprävention
im Land Brandenburg e.V
http://www.brandenburg.de/prokv/
organisa/vorstand.htm

Die Homepage von Eberswalde
http://www.eberswalde.de/

 

Zentrum für demokratische Kultur, Berlin und Brandenburg
Bernd Wagner
(Briefauszug an Frau Dr. Hamm-Brücher, für die Auszeichnung mit einer Theodor-Heuss-Medaille):
Eine Überzeugung hat sich lange in mir aufbauend festgesetzt, die Vorstellung unverbrüchlicher Menschenrechte, ein Wert, der immer wieder sozialer und staatlicher Ausgestaltung bedarf, ein Wert, der nicht einmal postuliert allgegenwärtig ist. Die Regression in der Geschichte ist stark, auch in Deutschland.
Ein Zeichen dafür ist, dass rechtsextreme, völkische und rassistische Ansichten und Verhaltensweisen in unserem Land zunehmen. Das ist ein Faktor mit dem nach der Jahrtausendwende im öffentlichen Leben, im Alltag und in der Politik erheblich zu rechnen ist.
Ein Bote dessen ist völkische und rechtsextrem begründete Gewalt. Sie hat bisher in den Jahren der deutschen Einheit zugenommen. Von Rostock und Solingen bis Guben und Cottbus zieht sich eine Blutspur durch unser Land. Es ist keine Kette von Einzelfällen, die von verirrten Jugendlichen, »Rabauken«, wie kürzlich eine Staatsanwältin fast liebevoll meinte, ausgeht und denen manch Wissenschaftlicher und Politiker einen entschuldigenden Kranz bindet.
Nicht nur diese Gewalt ist das Problem, sondern die Gedankenmacht des Völkischen, die in allen sozialen Schichten und Milieus, und nicht nur in den neuen Bundesländern, immer offener erscheint. Davon konnte ich mich vor zwei Tagen in einer Schule in Berlin wiederum überzeugen und wir haben gestern abend ja darüber geredet, und es ist mir persönlich auch sehr nahe gegangen, was junge Menschen dort an völkischem Gedankengut zelebriert hatten: im Beisein einer chinesischen Schülerin dachten sie laut darüber nach, wie man in Deutschland Ausländer töten müsse. Und es geht auch nicht nur um Einstellungen und Gewalttaten, es geht um ein sich ausbreitendes Klima der Ablehnung der Menschenwürde, der Ignoranz und Intoleranz, der Verachtung von Demokratie, ein Klima der Ausgrenzung von »Undeutschen«, auch von sogenannten »Zecken«, von »Kanaken«, von »Asseln«, von »Juden« usw., vor allem in der rechtsextremen Jugendszene.
Davor zu warnen auch gegen "grossflächige Interessen" politischer Strukturen und Verwaltungen, Fragen und Probleme im hastigen Gang der Gegenwart deutlich zu benennen, gegen verschämte oder offene Akzeptanz ethnisierenden Denkens anzugehen, Furcht und massives Leid Betroffener anzunehmen, zu zeigen und so eine fundamentale Aktivität von Menschen für unverbrüchliche, unser aller tägliche Rechte zu befördern, war in den letzten Jahren und in verschiedenen Strukturen meine Tätigkeit, heute in den Regionalen Arbeitsstellen für Ausländerfragen, Jugendarbeit und Schule und dem dazu gehörigen Zentrum Demokratische Kultur, aber auch im Mobilen Beratungsteam des Landes Brandenburg und auch für die Amadeu Antonio Stiftung.
Vielfach musste ich erfahren, dass eine solche Haltung und Tätigkeit nicht immer Verständnis findet. Im System der DDR gab es dafür kein Lob, in der Bundesrepublik ist Unsicherheit bis heute vorhanden, manchmal besteht die Ansicht, über rechtsextreme, völkische und rassistische Tendenzen im unmittelbaren Alltag besser zu schweigen oder es besteht die Neigung die Überbringer der »schlechten Nachricht« in ausgrenzender Weise zu behandeln. Mitunter denke ich, dass viele Menschen sehr darüber nachdenken müssen, welche Lehren aus der Geschichte auch täglich neu zu gewinnen sind.
Staatsgläubigkeit und Fixierung auf Parteienmächte behindern das unablässige tägliche Engagement der Bürger in der Zivilgesellschaft. Ja, die Zivilgesellschaft kann sich im Osten Deutschlands kaum entfalten, da in sie durch Politik, Parteien und Wirtschaft in den letzten Jahren kaum ernsthaft investiert wurde. Erst jetzt gibt es Anfänge einer Umsteuerung, wie in Brandenburg und Sachsen-Anhalt. Es geht um eine aktive Politik der Unterstützung von demokratischen Initiativen und nicht nur um Jugendarbeit, Repression und arbeitsmarktpolitische Anstrengungen oder das Ansprechen von Pädagogen und Eltern.
Demokratische Initiative ist mehr. Sie ist Selbstorganisation, Selbstbestimmung und das Beenden von Lethargie, das Überwinden von Furcht.
Weiterlesen: http://www.theodor-heuss-stiftung.de/htm/02341.htm
Die überparteiliche Theodor-Heuss-Stiftung wurde 1964 nach dem Tode des ersten Bundespräsidenten der Bundesrepublik gegründet, um vorbildlich demokratisches Verhalten, bemerkenswerte Zivilcourage und beispielhaften Einsatz für das Allgemeinwohl zu fördern und anzuregen.

Rechtsextreme in Leipzig:
Etappen eines Straßenkampfes

Mit welchen Methoden Rechtsextreme einen Leipziger Stadtteil zu ihrem Hoheitsgebiet machen wollen - und was das für die Jugendlichen dort heißt Von Jens Schneider Leipzig, 21. März - Abends fährt Sabine möglichst nicht mit der Straßenbahn, spätabends schon gar nicht. Die 16jährige geht in der Dunkelheit nicht allein ins Allee-Center, das große Einkaufszentrum der Gegend. Auch Tankstellen meidet sie und die anderen Plätze, wo die rechten Jungs Bier kaufen und trinken und dann die letzten Rücksichten verlieren. Sabine und ihre Freundinnen verzichten mitunter lieber auf ein kreischend farbiges Outfit, denn eine buntscheckige Hose mit breitem Schlag könnte die anderen auf sie aufmerksam machen. So oft es geht, holen ihre Eltern die Gymnasiastin ab, wenn sie in anderen Stadtteilen Feten besucht, ins Kino geht oder in ein Konzert. Wann immer sie aus dem Haus ist, sorgen sich die Eltern. Das tun Väter und Mütter von Teenagern überall, aber Sabine kann nicht wie andere 16jährige in jugendlicher Unbekümmertheit versichern: "Es wird schon nichts passieren." Das punkig zurecht gemachte Mädchen mit den rosaroten Haarsträhnen lebt in Leipzig-Grünau, mit rund 65 000 Einwohnern eines der größten Plattenbauviertel der früheren DDR. In der wintergrauen Siedlung am Rande der Messestadt dominieren Rechtsextreme die Jugendszene. Buntgekleidete Jugendliche wie Sabine und ihre Freunde fühlen sich bedroht, als wären ihre Namen und Gesichter auf Steckbriefe der Rechten gedruckt. Und daß ihre Vorsichtsmaßnahen helfen könnten, glaubt Sabine eigentlich nicht, daß ihre Vorsichtsmaßnahmen helfen - "denn genausogut greifen die doch auch Normale an".
Weiterlesen: http://www.hagalil.com/archiv/99/03/leipzig-ns.htm

Die rechtsextreme Partei rechnet sich im Osten Chancen aus - Experten warnen vor wachsenden Sympathien
Von Andreas Baumann
Frankfurt/Oder - Wenn das braune Jungvolk von Frankfurt/Oder den Fußweg vorm Bahnhof blockiert, ist man irgendwie froh, auf einen wie Jörg Hähnel zu treffen. Der schmächtige Mann unterscheidet sich schon optisch von seinen Gefolgsleuten: Er trägt weder Bomberjacke noch Tarnhose, sondern karriertes Hemd und Trachten-Sakko. Er hat keine Springerstiefel an, die Kampfbereitschaft signalisieren, und auch keine "Hate People"-Tätowierung an der Schläfe. Die Skinheads blicken misstrauisch, Hähnel reicht zur Begrüßung freundlich die Hand.
Der Frankfurter mit dem feingeschnittenen Gesicht ist 24, Gärtner von Beruf und die große Hoffnung der rechtsextremen NPD in Brandenburg. Hähnel führt den 300 Mitglieder starken Landesverband und kandidiert für die Landtagswahlen am 5. September. Dass die NPD es diesmal wohl noch nicht schaffen wird, ist ihm klar, aber ein Ergebnis jenseits von einem Prozent würde der braunen Kadertruppe bundesweit ihren Anteil an der Parteienfinanzierung sichern. Dieses Ziel verfolgt die NPD mit einer bemerkenswerten Doppelstrategie: Zwar veranstaltet sie weiterhin militante Aufmärsche in ostdeutschen Städten, wo sie größere Wahlchancen als im Westen wittert. Aber die Partei versucht auch, mit Hilfe bürgernaher Aktionen sympathisch zu wirken. "Ein wirkungsvoller Ansatz, rechtsradikale Gedanken zu transportieren", wie der Rechtsextremismusexperte Dierk Borste vom Berliner "Zentrum Demokratische Kultur" befürchtet.
Weiterlesen: http://www.welt.de./daten/1999/
08/26/0826de126823.htx

Brandenburg und der Rechtsextremismus
Im Osten der Bundesrepublik hat sich ein rechtsextremistisches Gewaltmilieu etabliert, das auch in die politischen Vertretungen vordringt. In mehreren Gemeinden will die NPD an den Kommunalwahlen teilnehmen. Trotz dieser Entwicklung sieht die Landesregierung keine ernsthafte Gefahr für die Demokratie. Im Verfassungsschutzbericht von Brandenburg wird das Problem Rechtsextremismus auf absurde Weise heruntergeredet. Die Landesregierung handelt bei der Bekämpfung des Rechtsextremismus weiterhin nur symbolisch. Der Kurs gegen MigrantInnen und Flüchtlinge wird unverändert repressiv fortgesetzt. Durch den Einzug der DVU in den Magdeburger Landtag trauen sich viel mehr Menschen, ihre rassistischen Vorstellungen öffentlich zu äußern. Diese neue Situation wird weitgehend ignoriert.
Weiterlesen: http://www.gruene-berlin.de/
stach_arg/111/14_rassist.html

Über die Mischung von Antisemitismus, Rassismus und Gewalt.
Von Anetta Kahane
Das Zentrum für Demokratische Kultur veröffentlicht regelmäßig eine Chronik von Gewalttaten mit rechtsextremem Hintergrund, die gegen Ausländer, schwarze Deutsche, gegen Obdachlose, gegen Jugendliche mit bunten Haaren, gegen einen jüdischen Friedhof und anderes gerichtet sind. An diese Chronik hat man sich schon gewöhnt und ist geneigt, sie als normale Alltagskultur in Ostdeutschland hinzunehmen. Obwohl es in den seltensten Fällen zu einer Reflexion des Problems führt, scheuen viele Westdeutsche gewissermaßen instinktiv davor zurück, den Ostteil des Landes mit ausländischen oder fremd aussehenden Freunden zu besuchen. Nun enthält die Chronik aber eine besondere Abteilung, in der all die Fälle von Übergriffen aufgezählt sind, bei denen die Opfer keiner der sogenannten klassischen Zielgruppen zugehören: einfache Dorfbewohner, Gemeindepfarrer, Schüler, unauffällige Jugendliche, Polizisten, Angestellte, Frauen. Sie alle wurden Opfer rechtsextremer Gewalt, weil sie gerade da waren, weil sie sich in etwas eingemischt haben oder nur weil sie eine der "national befreiten Zonen" betreten haben.
Weiterlesen: http://www.nadir.org/nadir/periodika/
jungle_world/_98/04/18a.htm

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Ausländerfeindlichen, antisemitischen und rechtsextremen Entwicklungen mit allen zur Verfügung stehenden demokratischen Mitteln entschieden entgegen zu treten, hat für die Bundesregierung hohe Priorität. Ministerin Bergmann: "Für das BMFSFJ gehört die wirksame Bekämpfung von Extremismus, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit unter Jugendlichen zu den jugendpolitischen Schwerpunktaufgaben."
Nachdem die Zahl der fremdenfeindlichen Straf- und Gewalttaten über mehrere Jahre hinweg deutlich rückläufig war, hat sie sich seit 1997 wieder erhöht. Die Zunahme konzentriert sich im wesentlichen auf jugendtypische Straftaten wie Körperverletzungen und Sachbeschädigungen; dabei werden die Straftaten zum großen Teil aus Gruppen heraus begangen.
Im Zusammenwirken mit gruppendynamischen Effekten können sich in solchen Szenen und Cliquen extremistische und fremdenfeindliche Verhaltensweisen und gewaltorientierte Einstellungen immer neu erzeugen, bestätigen und verfestigen.
Auf der Suche nach Lebens- und Wertemustern suchen Jugendliche verstärkt nach Halt und sind dabei besonders anfällig für ideologische Parolen, die sich mit autoritär orientierten Ansprüchen paaren. Das gilt für ost- und westdeutsche Jugendliche gleichermaßen. Rechtsradikale Parteien kennen dieses Vakuum und füllen es gezielt mit plumpen Parolen und autoritär gelenktem Gruppenkult.
Studien bestätigen zwar, dass die überwiegende Mehrheit der Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Deutschland fremdenfeindliche Einstellungen nach wie vor entschieden ablehnt, weisen aber auch auf eine problematische Entwicklung in unserer Gesellschaft hin. Danach müssen fremdenfeindliche und extremistische Einstellungen von Jugendlichen als ein Problem angesehen werden, dem sich die Gesellschaft und die Politik insgesamt stellen muss.
Mehr: http://www.bmfsfj.de/

Bei der Bekämpfung von Rechtsextremismus, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit sind neben konsequenten polizeilichen und justiziellen Reaktionen Sozial- und Arbeitsmarktpolitik, Kinder-, Jugend- und Familienpolitik eben so gefordert wie die Bildungs-, Kultur- und Medienpolitik - und dies nicht nur auf Bundes-, sondern auch auf Landes- und Kommunalebene. Prävention setzt schließlich auch auf die verantwortliche Beteiligung der Privatwirtschaft und des bürgerschaftlichen Engagements. Gesamtgesellschaftliche Aufgabe und Herausforderung muss es daher sein, für eine überzeugende Vermittlung von Werten und sozialer Kompetenz einzustehen und Verantwortung zu tragen. Dazu sind erforderlich:

  • eine ausgewogene, gewaltvermeidende Erziehung, die frühzeitig auf sozial schädliches Verhalten reagiert
  • mehr und ausgewogene familienunterstützende Maßnahmen, gerade auch für Alleinerziehende
  • eine solide, die berufliche Perspektive sichernde Ausbildung für alle
  • die Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit
  • die Integration derjenigen Kinder und Jugendlichen, die am Rand der Gesellschaft stehen.
Bundes- und Landesmaßnahmen sind im Kampf gegen Extremismus und Rassismus unverzichtbar. Es ist jedoch blauäugig zu glauben, wirkungsvolle Gewaltbekämpfung sei ausschließlich Sache der Kommunal- und Bundespolitiker. Intoleranz und Gewalttätigkeit müssen im Alltag bekämpft werden. Deshalb geht der Kampf gegen und die Prävention von Gewalt alle an.
Wenn es um Extremismus und Gewalt geht, ist somit nicht nur die Politik gefordert, sondern alle Kräfte in unserer Gesellschaft tragen Verantwortung, sich dieser Herausforderung zu stellen. Ministerin Bergmann: "Wichtig ist ein gesellschaftliches Klima, das rechtsorientierte Äußerungen und Handlungen eindeutig ablehnt. Hier sind neben den Eltern alle Bürgerinnen und Bürger in der Pflicht und besonders die, die hauptberuflich oder ehrenamtlich pädagogische Verantwortung tragen."
mehr: http://www.bmfsfj.de/

 

Jugend 2000 Jugendwerk der Deutschen Shell (Hrsg.)
Jugend 2000. Die 13. Shell Jugendstudie
Verlag Leske + Budrich · 2000
Zehn Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung sind allerdings in den meisten Themenbereichen die Unterschiede zwischen ost- und westdeutschen Jugendlichen nicht kleiner, sondern eher größer geworden. Zu den zentralen Ergebnissen gehört ferner, daß das Deutschlandbild der Jugendlichen nicht aus nationalistischen Ideologien gespeist wird, sondern entscheidend von der eigenen Lebenssituation geprägt ist. Ebenso ist Ausländerfeindlichkeit eher eine Frage von persönlicher Arbeits- und Chancenlosigkeit, als eine Frage nationalistischer Gesinnung. Im Verhältnis zwischen deutschen und den erstmals im Rahmen einer Shell Studie befragten ausländischen Jugendlichen konnten keine Anzeichen für gravierende Abgrenzungstendenzen ermittelt werden. In vielerlei Hinsicht überlagern Gemeinsamkeiten der Lebenssituation den ethnischen und kulturellen Status der ausländischen Jugendlichen.
weiterlesen: http://www.shell-jugend2000.de

Konzeption:
Arthur Fischer, Yvonne Fritzsche, Werner Fuchs-Heinritz, Richard Münchmeier.
Zwei Bände mit je ca. 400 Seiten. Kart.
Zusammen in Kassette 29,80 DM/27,50 SFr/218 ÖS
Thematisch setzt sich die 13. Shell Jugendstudie zwei Schwerpunkte: Zum einen werden Lebensplanung, biographische Entwürfe und Zukunftsperspektiven von Jugendlichen an der Schwelle zu einem neuen Jahrtausend untersucht. Zum anderen soll die Studie erstmals verläßliche Aussagen über die Lebenssituation, Vorstellungen und Wünsche ausländischer Jugendlicher in Deutschland machen. Konsequenterweise spricht die neue Shell Jugendstudie daher nicht mehr von der "deutschen Jugend", sondern von der "Jugend in Deutschland". "Jugend 2000" wird die bewährten Methoden der letzten Shell Studien beibehalten, allerdings mit einer wesentlich größeren Stichprobe (4.000 - 5.000 Befragte) arbeiten. Ausgerichtet wird die Erhebung auf die Altersgruppe der 15-24jährigen. Die Shell Jugendstudie ist das schon "klassische" Referenzwerk zum Thema Jugend. Die neue Studie wird wieder außergewöhnliches Medienecho finden. Ab dem Zeitpunkt des Erscheinens werden die Untersuchungs-Ergebnisse in zahlreichen Veranstaltungen auf regionaler Ebene diskutiert.
Die 13. Shell Jugendstudie erscheint Ende März 2000.
http://www.geist.de/leske/verlag-D.html

 

Henry Maske Fond

Henry Maske

»Die Jugend, die uns heute begegnet, ist unsere Zukunft; alle Jugendlichen haben Chancen verdient, sie positiv mitzugestalten.«
Henry Maske
http://www.henry-maske.de/
Der Henry Maske Fonds
Der im Juni 1999 gegründete Henry Maske Fonds hat es sich zu Aufgabe gemacht, Chancen benachteiligter Jugendlicher zu verbessern und damit einen Beitrag im Kampf gegen die Jugendkriminalität zu leisten. Gefördert werden sowohl Projekte, in denen bereits straffällig gewordene Jugendliche Unterstützung und Perspektiven für ihre Zukunft erhalten als auch Einrichtungen, die sich generell bemühen, die Chancen benachteiligter Jugendlicher zu verbessern.
Henry Maske: "Wir fordern zu Recht, daß uns die jüngere Generation mit Respekt gegenübertritt. Aber auch junge Leute haben das Recht, daß wir ihnen mit Respekt und Toleranz begegnen. Dazu gehört auch, daß wir Vorbild sein müssen, dazu gehört eine gewaltfreie Erziehung und ein Lebensumfeld, in dem man sich engagieren kann. Alleine deswegen muß der Kampf gegen die Jugendarbeitslosigkeit und die Investition in unser Bildungssystem eine unserer zentralen Aufgaben sein.
Die Jugend hat ein Imageproblem. Das war zu allen Zeiten so. Nur wenn früher von "Null Bock", "aufmüpfig" oder "frech" die Rede war, so nimmt man heute immer öfter Wörter wie "gefährlich", "brutal" oder gar "kriminell" in den Mund. Wir vergessen dabei oft, daß der überwiegende Teil der Jugend nicht strafrechtlich in Erscheinung tritt und wir von einer Generation reden, die genau wie wir das Recht hat, mit ihren Träumen und Wünschen ernst genommen zu werden. Niemand wird kriminell geboren.«

Die Otto Benecke Stiftung e.V. ist im Auftrag der Bundesregierung u.a.auf folgenden Gebieten tätig:

  • Beratung und Förderung junger Zuwanderer
  • Maßnahmen zur beruflichen Integration von Wissenschaftlern und Akademikern
  • Berufliche Bildung junger Flüchtlinge in Afrika und im Nahen Osten
  • Projekte der internationalen Jugendsozialarbeit
  • Fortbildungsveranstaltungen und Studienreisen
Als eine bundesweit tätige Organisation fördern wir im Auftrag des Bundes die schulische und berufliche Integration von Zuwanderern und setzen uns für den Abbau von Fremdenfeindlichkeit und zunehmender Gewaltbereitschaft insbesondere unter Jugendlichen ein.
Mehr dazu: http://www.obs-ev.de

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung
fördert im Jahr 2000 drei Modellvorhaben gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus im Bildungswesen. Für diese Projekte stehen rund 2 Millionen Mark zur Verfügung. Ziel ist es, gegen Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Diskriminierung in der Gesellschaft zu wirken. Vor allem bei den jungen Menschen in Schule, Ausbildung und Studium muss auch die Bildung die Aufgabe übernehmen, Fremdenfeindlichkeit abzubauen und das Verständnis zwischen jungen Menschen zu fördern.
Weiterlesen: http://www.bmbf.de/site_ind/i5_1.htm

Bundesjustizministerin Prof. Dr. Däubler-Gmelin übernimmt Schirmherrschaft für die Aktion: "Faire Chancen" für Jugendliche mit Hollywood-Star Denzel Washington und Box-Idol Henry Maske "Ich finde es vorbildlich, wie sich Henry Maske für junge Leute einsetzt. Der Ausnahme-Boxer ist Idol und Vorbild für viele Jugendliche. Mit seinem Fonds fördert er Projekte, die besonders mit gefährdeten Jugendlichen arbeiten. Bei vielen Aktionen ist er selbst mit dabei. Dass dieses Engagement auch von Hollywood-Star Denzel Washington unterstützt wird, ist bewundernswert." Bundesjustizministerin Prof. Dr. Herta Däubler-Gmelin hat die Schirmherrschaft für die Aktion "Faire Chancen" übernommen: Der Berlinale-Film "Hurricane" mit Denzel Washington wird in Charity-Vorstellungen in 20 deutschen Städten zugunsten des Henry Maske Fonds gezeigt. Bundesministerin Däubler-Gmelin: "Hollywood-Star Denzel Washington und der Filmverleih Buena Vista International beweisen damit Engagement und Verantwortungsbewusstsein. Zugleich fördern sie eine Arbeit, die von großer gesellschaftlicher Bedeutung ist. Rechtzeitig zusammen mit gefährdeten Jugendlichen zu arbeiten, ihnen einen Sinn für Fair Play und Regeln zu vermitteln ist besser, als nach einer Straftat aufzuschrecken und dann nach Justiz und Gefängnisstrafen zu rufen."
Aus: http://www.bmj.bund.de/inhalt.htm

weitere Buchtipps:

 

Inka Bach
Wir kennen die Fremde nicht.
Rheinsberger Tagebuch. 2000.
Ullstein Berlin
"Es geht bei dem Komplex Gewalt gegen Ausländer nicht um den Ausländer, sondern um das Andere. Also auch um das Weibliche. Um die beängstigenden Dämonen in der eigenen Seele, das Chaos des Unbewußten, das Angst auslöst. Für das man keinen Namen, keine Gesichter hat. Die DDR-Gesellschaft hat alles Böse nach außen verlagert: Feinbild Westen und Kapitalismus. Wir wurden von klein auf zum Haß auf einen politischen Gegner erzogen, den wir nicht kannten. Der Klassenfeind. Das kriegstreiberische kapitalistische Ausland. (Jetzt werden die Feindbilder auf alles Fremde übertragen. Die eigenen unbekannten negativen Kräfte werden unterdrückt.) Enormer psychischer Druck entsteht. Die Angst vor dem eigenen Fremden entlädt sich jetzt, wird projiziert nach außen, im Fall Rechtsradikalimus und Nicht-Deutsche, weil Ostler ja nun wirklich kaum Fremde kannten in der erzwungenen Isolation. Eine homogene, "reinrassige" Welt, wie Hitler sie sich nicht besser hätte wünschen können, in der bis heute die Alltagserfahrungen mit Ausländern fehlen, durch die man Vorurteile abbauen und relativieren kann. Das Andere außerhalb des Selbst hat viele Namen und Gesichter, auf die man die unbewußten Ängste projizieren kann: Ausländer, Jude, Frau, Behinderter. Denn schreiben nicht gerade die Skins mit ihren chaotischen, gewaltbereiten Seelen Ordnung und Sicherheit auf ihre Fahnen, sie, die Unordnung und Unsicherheit, Angst und Schrecken verbreiten?"

Deutsche im Ausland, Fremde in Deutschland
Migration in Geschichte und Gegenwart
Herausgegeben von Klaus J. Bade
C.H. Beck Verlag,
Das Gespenst einer neuen "Völkerwanderung" weckt Alpträume in Deutschland. Als bedrohliche Ausnahmesituation erlebt die Gegenwart, wer die Geschichte nicht kennt. Dieses grundlegende Buch informiert umfassend und anschaulich über die Geschichte der Ein- und Auswanderungsbewegung - und es bietet Perspektiven für eine Bewältigung der aktuellen Probleme.

 

Eckert, Roland; Reis, Christa; Wetzstein, Thomas A.
"Ich will halt anders sein wie die anderen"
Abgrenzung, Gewalt und Kreativität bei Gruppen Jugendlicher
Verlag Leske + Budrich · 2000
Das Buch beschreibt die Gruppenkulturen von Jugendlichen in den späten neunziger Jahren und fragt nach den Bedingungen für den Anstieg von Gewalt. Gruppenkulturen, die sich unter Jugendlichen im Dschungel deutscher Großstädte ausbilden, erscheinen manchem Beobachter fremder als ferne Volksstämme. Sie erschüttern kulturelle Gewißheiten, rechtliche Regeln und politischen Konsens. Besorgnis erregt gegenwärtig der Anstieg des Drogenkonsums und der Gewaltbereitschaft (untereinander und gegen "Fremde") in manchen Jugendkulturen. Was bedeuten diese Cliquen für die Jugendlichen, welche biographischen Probleme werden in ihnen bearbeitet, und welche Alternativen gibt es zur Gewalt? Zwanzig ethnographische Portraits lassen erkennen, wie unterschiedlich diese Fragen beantwortet werden müssen.
Die AutorInnen:
Dr. Roland Eckert, Professor für Allgemeine Soziologie, Bildungs- und Jugendsoziologie, Fachbereich Soziologie;
Christa Reis, Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Arbeitsgemeinschaft sozialwissenschaftliche Forschung und Weiterbildung e.V.;
Thomas A. Wetzstein, Wissenschaftlicher Assistent, Fachbereich Soziologie; alle an der Universität Trier.
http://www.geist.de/leske/verlag-D.html

Was machen die RAA?
Die RAA entwickeln Konzepte und Strategien interkultureller Erziehung, die Kinder und Jugendliche stärken und unterstützen, um in Schule und Arbeitswelt erfolgreich zu sein. Interkulturelles Lernen vermittelt zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft. In interkultureller Interaktion verändern sich die, die bereit sind, ihre eigene Wahrnehmung, ihr Denken, Werten und Handeln zu überprüfen. Interkulturelle Erziehung verändert die Institutionen für eine gleichberechtigte Teilhabe der zugewanderten Kinder und Jugendlichen
http://www.raa.de/

Deutschlandfunk Hintergrund Politik
http://www.dradio.de/cgi-bin/user/
fm1004/es/neu-hintergrund/197.html

Jugendliche in Ostdeutschland - Ohne Chancen und Perspektiven?
von Ilka Münchenberg
Auch zehn Jahre nach der deutschen Einheit driftet die Jugend in Ost und West weiter auseinander. Zu diesem ernüchternden Ergebnis kommt die gestern veröffentliche Shell-Jugend-Studie 2000. Nach wie vor haben die Jugendlichen in Ostdeutschland weitaus weniger Chancen und Perspektiven als ihre Altersgenossen im Westen, auch wenn es in der Lebensplanung und bei den Einstellungen kaum noch Unterschiede gibt. Jugend 2000 in Ostdeutschland - eine Bestandsaufnahme.

Deutschlandfunk Kultur am Sonntagmorgen
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/
kultursonntag/jugend.html

Jugend - Gewalt - Gesellschaft
Eine Gesprächsreihe von Frank Möller und Joachim Weiner
Das Thema Jugendgewalt ist seit Jahren aus der öffentlichen Diskussion nicht mehr wegzudenken. Psychologen, Soziologen und die Medien überbieten sich gegenseitig in der Präsentation von unterschiedlichen Erklärungsmustern und Präventionsvorschlägen, während die Politik immer neue Antigewaltprojekte auflegt, deren Wirkung zumindest umstritten ist. Frank Möller und Joachim Weiner vermitteln in fünf Gesprächen mit Soziologen und Pädagogen einen Überblick über den gegenwärtigen Stand der Diskussion und die Reichweite der diversen Präventionsprogramme.

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