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 Lange Nacht
 Sendung vom: Samstag 24.6.2000   • 23:05

Die Lange Nacht der Mathematik
Pythagoras und Würfelkanon
Das Lambdoma des Pythagoras
 
Moderation:  Uli Blumenthal
 Norbert Ely
Studiogäste:  Prof. Dr. Burkhard Kümmerer
 Prof. Dr. Peter Baptist
 Dr. Dieter Lohse
 Prof. Dr. Albrecht Beutelspacher
 Prof. Dr. Knut Radbruch

Zu Euklid, dem größten Geometer seiner Zeit, dem Haupt des glänzenden alexandrinischen Mathematikerkreises, kam eines Tages ein junger, der Mathematik beflissener Mann mit der Frage: "Aber was werde ich gewinnen, wenn ich all diese Dinge lerne?" Der Meister winkte statt einer Antwort seinen Sklaven herbei und hieß ihn, dem jungen Mann einige Goldstücke auszuhändigen: "Denn er muß Profit aus dem ziehen, was er lernt!"

Diese Anekdote erzählen sich Mathematiker seit Jahrtausenden gern, um zu betonen, dass man Mathematik um ihrer selbst willen betreiben solle. Außenstehende sehen sich eher darin bestätigt, dass es eine brotlose Kunst sei. Heutzutage nun ändert sich die Sicht der Mathematiker auf ihre Disziplin.

Stolz verweisen sie auf die Anwendungen: Ohne komplizierte Transformationsrechnungen wäre die Computertomographie nicht möglich. Das Entwerfen komplexer Rechner-Chips und ihrer Leiterbahnen geht nicht ohne die Jünger des Euklid ebenso wie das Design von Proteinen zur Herstellung neuer Medikamente. Und die mathematische Kunst setzt ihre Jünger inzwischen auch vorzüglich ins Brot. Die Banken reissen heute den Hochschulen die Finanzmathematik-Absolventen aus den Händen, damit sie den Wohlstand der shareholders mehren. An der Wallstreet stellen Mathematiker inzwischen die meisten Beschäftigten.

Die Lange Nacht der Mathematik beschäftigt sich unter anderem mit dem Selbstverständnis der Mathematiker heute, den Wandlungen des Bildes von der Mathematik, mit mathematischen Modellen und ihrer Verwendung im kompositorischen Prozeß sowie mit dem Verhältnis von Mathematik und Malerei.

Mathematik im Internet:

 

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Das Lambdoma

 

 

 

Rechenmaschine

 

 

 

Abakus

 

 

 

Addometer

Informationen zur Geschichte der Mathematik gibt es im Internet unter:
http://www.math-net.de/links/show? collection=math.museum.hist.math

Die größten Rätsel der Mathematik
Wer eines knackt, kann mit einer Million Dollar rechnen
http://www.claymath.org/prize_problems/index.htm

Mathe online: Mathematiker beantworten Fragen
http://www.mathematik-online.de

How could it be?? Mathematiker diskutieren im Netz
http://forum.swarthmore.edu/epigone/sci.math.symbolic/
http://www.fh-bochum.de/bib/fachinf/dis.html

Zahlreich - Alles, was man für Mathe-Hausarbeiten braucht.
http://www.zahlreich.de

Streßfrei mit Mathematik-Hausaufgaben
http://www.schlaumeier.org/

Rechnen einst und heute - Das Arithmeum in Bonn
Das Arithmeum soll ein Gesamterlebnis vermitteln. Hierzu gehört nicht nur das Lernen, Erfahren und Verstehen von wissenschaftlichen und technischen Fakten, sondern auch der ästhetische Genuss von Architektur, Ausstellungsdesign und die Vermittlung von Kunst. Der Besuch soll zeigen, dass Wissenschaft nicht nur spannend und faszinierend, sondern auch schön, ja sogar lustvoll sein kann. Im Arithmeum erlebt man: bizarre Räderwerke des mechanischen Rechnens, Faszination modernster höchstintegrierter Logikchips, historische Rechenbücher bis zurück zu Gutenbergs Zeit, Begegnung von Kunst und Wissenschaft, Museumskonzerte.
http://www.arithmeum.de

Projekt Mathematikmuseum
http://www.math.de/

Interessante Internet-Adressen
http://www.wvo-dill.de/limathe.htm
http://www.cplx.ruhr-uni-bochum.de/~jw/mathsrc.html
http://rzserv2.fh-lueneburg.de/u1/gym03/homepage/
faecher/mathe/linkmath.htm

http://www-f.rrz.uni-koeln.de/themen/mathematik/diverses.html http://www.mgw.dinet.de/physik/
Divers/Rechner/Rechenmaschinen.html

Mein Rechner tut's auch ohne Strom ...
(die meisten jedenfalls)
Es muss etwa in Klasse 10 gewesen sein. Wir Schüler plagten uns wie gewohnt mit Logarithmentafel oder Rechenstab herum, da zeigte uns mein Mathematiklehrer eines Tages seine frisch erworbene Curta. Er rechnete uns einige Aufgaben vor, ließ unsere Finger jedoch nicht an das kostbare Stück heran. Für ein Lehrergehalt der Sechziger Jahre war ein Rechengerät für 400 Mark auch durchaus eine stolze Ausgabe.
Weiterlesen: http://rover.wiesbaden.netsurf.de/
~ratz/rechsamm/sammlung.htm

Interessante Bücher über und zur Mathematik

 

Rechenschieber

Das Lambdoma

Zwilling der Unendlichkeit

Bettina Heintz: "die innenwelt der mathematik".
Zur Kultur und Praxis einer beweisenden Disziplin.
Springer Verlag, Wien, New York 2000.

Peter Baptist, Pythargoras und kein Ende?
Leipzig 1997

K. Radbruch, Mathematische Spuren in der Literatur.
Wissensch. Buchgesellschaft 1997

A. Beutelspacher, In Mathe war ich immer schlecht
Verlag Vieweg 2000

S. Lang, Faszination Mathematik.
Ein Wissenschjaftler stellt sich der Öffentlichkeit.
Braunschweig/Wiesbaden 1989

P. Basieux, Die Top Ten der schönsten mathematischen Sätze,
rororo 2000

H. Meschkowski, Mathematik verständlich dargestellt.
Wiesbaden 1997

Charles Seife: "Zwilling der Unendlichkeit".
Eine Biografie der Zahl Null.
Berlin Verlag, Berlin 2000.

Robert Kaplan: "Die Geschichte der Null".
Campus Verlag

 

 

Die fünf Zeitalter des Universums

 

Fred Adams, Greg Laughlin
Die fünf Zeitalter des Universums.
Eine Physik der Ewigkeit
Deutsche Verlagsanstalt,
München 2000

 

Fermats letzter Satz

Simon Singh
Fermats letzter Satz.
Die abenteuerliche Geschichte eines mathematischen Rätsels DTV, München 2000
Die Geschichte eines mathematisches Beweises, zugleich auch die Geschichte der Mathematik - so mitreißend dargestellt, daß niemand sich ihrer Faszination entziehen kann.

 


Die wilden Zahlen

Philibert Schogt
Die wilden Zahlen
Roman
Knaus Verlag,
München 2000
Ein wundervoll ironischer und zugleich tiefgründiger Roman über einen Forscher, der kurz vor einer großen Entdeckung steht. Liebevoll und doch satirisch porträtiert Schogt verschrobene Ehrgeizler und seltsame Paradiesvögel, wie sie am besten immer noch im Treibhausklima der Universitäten gedeihen.

 

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