Eric Herbborn.
Der Kunstfälscher.
Dumont Verlag, Köln 1999
Original - Kopie
Parnass Sonderhefte 7.
Wien o. J.
Adressen:
Galerie Nierendorf.
Hardenbergstraße 19, 10623 Berlin.
Die bis Fr. 11.00 bis 18.00 Uhr
Tel. 030 / 8324013, Fax 030/3129327
Das Fälschermuseum in Binz
in der Galerie Jahreszeiten
Margaretenstrasse 20
18609 Binz
Tel.: 038393/13112
Oeffnungszeiten: taeglich 10-18 Uhr (in den Sommermonaten bis 20 Uhr)
Eintritt: 4,-- DM, ermaessigt 2,-- DM, Kinder frei
Fälscher bevorzugen Computerprodukte
Zoll beschlagnahmte nachgeahmte Artikel für 28 Millionen Mark
Bonn/München - Computer-Soft- und Hardware macht wertmäßig rund 57
Prozent der gefälschten Markenprodukte aus, die der Zoll im vergangenen
Jahr beschlagnahmt hat. Wie die parlamentarische Staatssekretärin im
Bundesfinanzministerium, Barbara Hendricks, am Mittwoch in München
berichtete, stellten die deutschen Zollämter im Jahr 1998 über 2.000
Warensendungen mit gefälschten Produkten im Wert von 28 Millionen Mark
sicher.
Die Schäden, die der deutschen Wirtschaft durch Marken- und Produktpiraterie
entstünden, nähmen seit Jahren zu, sagte Hendricks nach Angaben ihres
Ministeriums. Sie seien inzwischen zu einem ernsthaften Problem geworden. Für
die Bekämpfung der Produktpiraterie ist seit 1995 in München die Zentralstelle
Gewerblicher Rechtsschutz eingerichtet, die bundesweit zuständig ist für die
Bearbeitung aller Anträge auf "Grenzbeschlagnahme" derartiger Produkte.
Weiterlesen: http://rhein-zeitung.de/on/99/04/07/
topnews/pcfalsch.html
Jerusalem (SZ) - Israel hat die seit
fast 40 Jahren unter Verschluss
gehaltenen Tagebücher des
hingerichteten NS-Verbrechers Adolf
Eichmann der Öffentlichkeit zugänglich
gemacht. Die 1300 Seiten umfassenden
Memoiren wurden vor einigen Tage im
israelischen Staatsarchiv ausgelegt.
Ein Exemplar sei bereits an eine
amerikanische Wissenschaftlerin
Deborah Lipstadt gesandt worden, die
sich gegen die Klage des
Holocaust-Revisionisten David Irving
verteidigen müsse, erklärte das
Justizministerium.
Weiterlesen: http://www.shoahproject.org/
Die Lüge als
Geschäftsgrundlage
von Christian Bommarius
Allein die Obszönität seiner Klage sichert dem
britischen Geschichtsfälscher David Irving einen
festen Platz in der Rechtsgeschichte. Der
Verleumder hat vor dem Obersten Gericht in
London auf seinen guten Ruf geklagt, der
notorische Lügner für seine Seriosität gestritten
und der Rassist im Namen der Gerechtigkeit
seinen Leumund verteidigt. Erwartungsgemäß ist
Irving gestern mit seiner Klage gegen die
amerikanische Wissenschaftlerin Deborah
Lipstadt gescheitert. Das Gericht fand für ihn die
gleichen Worte, derentwegen er gegen die
Historikerin den Prozess begonnen hatte: Irving
sei ein "Holocaust-Leugner, Antisemit und
Rassist", der mit rechtsgerichteten Extremisten
zusammenarbeite. Angeblich ist nach Irvings Ruf
nun Irving selbst ruiniert.
Im Übrigen hat das Urteil keine Bedeutung. Denn
nach Irving werden andere tatsächliche oder -
wie der Brite - selbst ernannte Historiker
kommen und den ermordeten Juden beweisen,
dass sie nicht gestorben sind, Adolf Hitler
bescheinigen, dass er nur Autobahnen bauen
wollte, und ihren Rassismus als
historisch-kritische Methode verteidigen.
Dummheit ist nicht justiziabel, und selbst dem
blutigsten Zynismus ist mit Paragrafen nicht recht
beizukommen. Menschenfeinde vom Schlage
Irvings sorgen sich nicht um ihren bürgerlichen
Ruf, und die Wahrheit macht ihnen nicht Bange.
Denn die Lüge ist ihre Geschäftsgrundlage.
"Viele NS-Quellen sind schlecht ediert"
Historiker Bernd Sösemann: Die Forschung braucht die Eichmann-Papiere
Israel hat sich im Grundsatz bereit erklärt, die noch in Jerusalem
gesperrten Eichmann-Erinnerungen für eine wissenschaftliche
Edition freizugeben. Doch wie soll das geschehen? Der Historiker
Bernd Sösemann, Professor für Neuere und
Kommunikationsgeschichte an der Freien Universität Berlin, hat
sich mit zeithistorischen Editionen einen Namen gemacht. Er
publizierte die Tagebücher Theodor Wolffs, fand Verfälschungen in
den Aufzeichnungen Kurt Riezlers, eines Vertrauten von
Reichskanzler Theobald von Bethmann-Hollweg während der
Juli-Krise 1914, und deutete die lange verschollenen
Goebbels-Aufzeichnungen als vielschichtige Propagandazeugnisse.
Mit ihm sprach Berthold Seewald.
DIE WELT: In der Debatte um die Eichmann-Aufzeichnungen hat
Ihr Kollege Julius Schoeps gesagt, wir bräuchten diese Quellen
nicht. Eichmann lüge sowieso.
Bernd Sösemann: Diese Auffassung teile ich nicht. Der Historiker
muss quellenkritisch mit jedem Dokument umgehen, ob es nun
subjektiv ist oder nicht. Man kann sogar sagen: Je persönlicher ein
Zeugnis ist, umso leichter ist das Arbeiten mit ihm, weil an jeder
Ecke die Absicht durchscheint und man sich auf die Aussagen
konzentrieren kann, die jenseits der individuellen Intentionen zu
entdecken sind, mit denen der Autor den Leser zu beeinflussen
sucht. Außerdem ist die Person Eichmanns eine Figur des
öffentlichen Interesses - wegen seiner scheußlichen Taten, den
Umständen seiner Verhaftung und des sich daran anschließenden
Prozesses. Die Medien haben daher eine ausführliche
Berichterstattungspflicht - vorausgesetzt, sie stellen klar, in
welchem Kontext Eichmann welche Äußerungen machte. Der
Eichmann im Exil ist klar zu unterscheiden von dem Eichmann, der
im Gefängnis um sein Leben kämpfte. Die Motive sind es, die
deutlich gemacht werden müssen.
DIE WELT: Daran hapert es doch bei einer ganzen Reihe von
wissenschaftlichen Editionen.
Sösemann: Lassen wir die "Hitler-Tagebücher" des "Sterns" einmal
außen vor. Die große Edition der frühen Hitler-Texte bis 1925 wurde
vom Verlag zurückgezogen, weil der Herausgeber Eberhard Jäckel
eine Grundregel nicht beachtet hat, nämlich die
Überlieferungsgeschichte der Quellen lückenlos zu rekonstruieren.
Nur so kann man die Authentizität sichern. So fiel man auf den
Fälscher Konrad Kujau herein, weil dieser als Informant ungenannt
bleiben wollte, ein wissenschaftlich nicht nachzuvollziehender
Vorgang. Auch bei der Edition der Aufzeichnungen Kurt Riezlers
aus der Juli-Krise 1914 durch Karl-Dietrich Erdmann blieb
ungeprüft, weshalb diese durchaus zweideutigen Texte in einen
Archivbestand gelangten, der über Jahrzehnte hinweg gesperrt, also
dem kontrollierenden Zugriff entzogen war. Und das Münchener
Institut für Zeitgeschichte publiziert seit Jahren die sogenannten
Tagebücher von Joseph Goebbels, ohne klarzustellen, dass es sich
um eine Sammlung von Texten handelt, die ein ganzes Büro für
eine NS-Propagandageschichte nach dem "Endsieg"
zusammenstellte. Solche Arbeitsweisen genügen nicht den
elementaren editionswissenschaftlichen Ansprüchen.
Weiterlesen: http://www.diewelt.de/daten/
1999/08/18/0818de125860.htx
Edgar Mrugalla, der König der Kunstfälscher
"Ick habe vieles falsch jemacht in meinem Leben", berlinert Edgar
Mrugalla in seiner Büsumer Kunsthalle, "vor allem Bilder." Mehr als
3000 meisterliche Fälschungen von den Großen in der Malerei
haben Mrugalla den Ruf "König der Kunstfälscher" eingebracht.
Verurteilt wurde das Fälscher-Genie zu drei Jahren auf Bewährung.
"Mein Vorstrafenregister ist so kurz, daß ich immer noch
Polizeidirektor in Schleswig-Holstein werden könnte", kommentiert
der 61-Jährige seinen Wandel zum ehrenwerten Bürger. Denn
Fälschungen gibt es von ihm nicht mehr, nur noch Reproduktionen,
die er mit eigenem Namen oder "Cartouche" signiert.
weiterlesen: http://www.diewelt.de/daten/1999/
08/05/0805hh124384.htx
http://www.kueste.de/cgi-local/test.pl?
http://www.kueste.de/buesum/mrugalla/