![]() |
|
![]() |
||||||||||
![]() |
||||||||||||
|
|
||||||||||||
| Lange Nacht | ||||||||||||||||
| Sendung vom: Samstag 22.3.2003 23:05 Lange Nacht vom MaerzMusik-Festival in Berlin Klangkunst trifft Clubkultur - die Sonic Arts Lounge |
||||||||||||||||
U und E - "Unterhaltungs-" und "ernste" Musik sind in Deutschland angeblich streng getrennte Welten, sei es bei den Konzerten, den Fans oder Plattenlabels. Beim MaerzMusik-Festival der Berliner Festspiele und seiner nächtlichen "Sonic Arts Lounge" ist alles ganz anders: Techno wird zum barocken Fest, notenschreibende Komponisten treffen auf scratchende DJs, baltische Volksmusik auf Maschinenmusik und Klangkunst auf Tango - und wird zum "Klango". Die Lange Nacht (ver-)führt den Hörer in die Lounge der italienischen Kult-Stimmkünstlerin und -dichterin Isabella Bordoni ("Stanze d'ascolto") und in den "Klango"-Rausch, zwischen Klangkunst und Party.
|
|
|||||||||||||||
| SONIC ARTS LOUNGE
"Stanze d'ascolto" , zu deutsch "Hör-Räume", ist eine Performance, die Klang, Poesie und digitale Kunst im Raum für das Publikum zu einem Erlebnis für die Sinne macht. Ein Spiel mit den Medien, oszillierend zwischen Kunst und Technik.
Die vielseitige italienische Künstlerin Isabella Bordoni spielt in ihren zahlreichen internationalen Performances mit den musikalischen und medialen Aspekten von Sprache - von Poesie. Auf der Bühne entwickelt sie eine Art akustischen Tanz aus Sprache und Sprachklang.
Das Stück ist eine Szenerie von Übergängen, von absichtlich übertretenen Grenzen. Isabella Bordonis Sprache durchläuft Wandlungen bis zu reinem Klang; Worte verlassen ihre ursprüngliche Bedeutung, verbinden sich mit Musik und Bild und werden in einem besonderen Live-Zusammenspiel auf neue Ebenen gehoben. Stanze d'ascolto ist Poesie zum Hören - und Sehen. The Beige Oscillator & DJ Attaché Die Musik von The Beige Oscillator trägt Züge vergangener Popmusiken wie electro und house, triphop, sogar Rockmusik, ohne diese Stile zu zitieren oder gar zu kopieren. Diese Musik, weder unverbindlich noch anbiedernd, ist sicherlich auf Grund der ungewöhnlichen musikalischen Biographien der beiden in Berlin lebenden Produzenten entstanden: Hanno Leichtmann, eigentlich Schlagzeuger, und Nicholas Bussmann, eigentlich Cellist, haben schon Mitte der 90er Jahre zusammengearbeitet, damals hießen die Bands noch "blei war sein lohn" oder "no doctor" und waren der improvisierten Musik, dem freien Jazz verschrieben. Bussmann und Leichtmann formierten dann auch mit dem Sänger, Schauspieler und Multiinstrumentalisten Lars Rudolph die bis dato aktive Combo "ich schwitze nie". http://www.berlinerfestspiele.de/maerzmusik http://www.dradio.de/magazin/hoerspiel/maerzmusik
Das internationale "Festival für aktuelle Musik", veranstaltet von den "Berliner Festspielen", stellt eine Plattform dar für die Vielfalt der Strömungen im Spektrum zeitgenössischer Musik. Der regionale Schwerpunkt des Programms liegt dieses Jahr auf Estland, Lettland und Litauen. Das Musikleben dieser kleinen Länder des Baltikums mit ihrer jeweils eigenen Sprache und Geschichte ist bewundernswert vital und vielfältig. |
||||||||||||||||