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  16./17.10.98

  • Ich ging, du standst und sahst zur Erden ... Die Lange Nacht vom Abschied

     

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    "Wir wollen niemals auseinander gehen" - diese Schlagerzeile traf einst mitten ins Herz der verliebten Paare, die im Überschwang der Gefühle natürlich nicht im Traum an Trennung dachten. Doch auch schon damals sah die Realität oft anders aus. Bei Verheirateten führt die Trennung - in der Regel - zur Scheidung. Und daraus wird, nicht selten, ein regelrechter Scheidungskrieg. Da geht es meist nur noch um eines: Geld. Gefühle sollten bei Trennungen manchmal auch noch im Spiel sein, vor allem dann, wenn es kein Abschied für immer ist, am Bahnsteig etwa oder auf dem Flughafen. Oder am Ende eines Berufslebens, wenn man sich in den Ruhestand verabschiedet. Und den Zurückgebliebenen versichert, man sei ja nicht aus der Welt. Nach Trennung oder Scheidung will man in "Kontakt" bleiben, wohl um den Schmerz erträglicher zu machen. Goethe hat sie uns beschrieben, die Wechselbäder der Gefühle, so in seinem Gedicht "Willkommen und Abschied": "... Ich ging, du standst und sahst zur Erden und sahst mir nach mit nassem Blick".

    Moderation:
    Wolf Renschke
    Studioregie:
    Stephanie Rapp
    Gast:
    Christel Zachert, Prof. Helmut Zielinski, Prof. Josef Duss-von Werdt, Prof. Sigfried Willutzki

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