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Er sei "...ein Gebinde aus Gänseblümchen, Orchideen, sauren Gurken, Schwertlilien, Makkaroni und Schnürsenkeln", sagte Erick Kästner von sich selbst. Vom bissigen Satiriker über den ausschweifenden Bohémien und Frauenhelden, vom glänzenden Unterhaltungsautor der 30er Jahre zum prophetischen Mahner, vom Moralisten und braven Sohn einer dominanten Mutter zum engagierten Kinderbuchautor reichen die schillernden Facetten seiner Persönlichkeit.
Der Arme-Leute-Sohn aus Dresden schaffte den Aufstieg zum weltberühmten Schriftsteller in den wilden 20er Jahren, erhielt Berufsverbot unter den Nazis und gründete nach dem Krieg zwei sehr erfolgreiche Kabaretts in München.
Seit Kästner liest man wieder Gedichte, hieß es nach dem Erscheinen seiner ersten Bände "Herz auf Taille" (1928), "Lärm im Spiegel" (1929) oder "Gesang zwischen den Stühlen" (1932). Kein Wunder: Kästners Verse waren leicht lesbar, ohne damit zur trivialen Herz-Schmerz-Reimerei zu verkommen. Und - man konnte sie singen, seine Verse. Auch davon lebt die Lange Nacht zu seinem 100. Geburtstag.
Die Biographie
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Die Würdigungen
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Die Zitate
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Biographien
Luiselotte Enderle
Erich Kästner
Rowohlt Taschenbuch 1966, aktualisiert 1998
Franz J. Görtz, Hans Sarkowicz, :
Erich Kästner. Eine Biographie
Piper Verlag, 1998
Sven Hanuschek
"Keiner blickt dir hinter das Gesicht"
Hanser Verlag, 1999
Klaus Kordon, :
Die Zeit ist kaputt. Die Lebensgeschichte des Erich Kästner
Beltz Verlag, 1994
Isa Schirkorsky
Erich Kästner
DTV, 1998
Links
http://www.vlb.de
Verzeichnis Lieferbarer Bücher
hier können Sie nach Kästner-Büchern recherchieren
www.goethe.de/ne/hel/depek.htm
ein wunderbare ausführliche Seite mit vielen Links
Goethe-Institut Helsinki - Erich Kaestner
http://www.dtv.de/community/com_t_news_kaestner1.htm
Erich Kästner zum 100. Geburtstag bei dtv
http://www.auswaertiges-amt.de/6%5Farchiv/98%2D1/r/r980830a.html
Rede anläßlich der Verleihung des Erich-Kästner-Preises des Presseclubs Dresden
an Dr .Rupert Neudeck - Rede des Bundesministers des Auswärtigen Dr.Klaus Kinkel in Dresden am 30. August 1998
http://www.geocities.com/~aristipp/litlinks/litlinks.htm
Texte Kästners im Internet
http://www.al.lu/deutsch/leseecke/kaestner.html
Erich Kaestner- Die Ballade vom Nachahmungstrieb
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Ausstellung
"Die Zeit fährt Auto" Erich Kästner zum 100. Geburtstag.
24. Februar bis 1. Juni 1999
Im Mittelpunkt der Ausstellung steht die Biographie eines deutschen Schriftstellers im 20. Jahrhundert, der den "kleinen Mann" zu seinem Thema erhoben hat. Erstmalig gibt der private Nachlaß Einblick in Erich Kästners Leben und Werk. Die Ausstellung schlägt einen Bogen von seiner Heimatstadt Dresden über die Lehrjahre in Leipzig und Berlin, die Stadt seiner frühen literarischen Erfolge, nach München, der letzten Station des zum Klassiker erhoebenen Literaten.
Deutsches Historisches Museum
im Kronprinzenpalais
Unter den Linden 3
10117 Berlin Mitte
030/203040
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Die Kästner-Illustratoren
Walter Trier
Zum Erfolg der Bücher Erich Kästners hat
in besonderem Maße die Arbeit des Zeichners und Buchillustrators
Walter Trier beigetragen. Er hat die berühmtesten Kästner-Bücher
illustriert. Seine leuchtenden, farbigen Umschlag-Illustrationen
und seine Zeichnungen in den Texten sind unver-wechselbar; sie
ergänzen den Text auf ideale Weise und strahlen zugleich
Witz und Sympathie für die abgebildeten Figuren aus. Walter
Trier, wurde am 25. Juni 1890 in Prag geboren. Nachdem er sein
Studium an der Prager Kunstgewerbeschule wegen angeblicher Unfähigkeit
abbrechen mußte, wechselte er nach München, wo er unter
anderem bei Franz von Stuck studierte. Ab 1909 arbeitete er für
die Zeitschrift "Simplicissimus". 1910 ging er nach
Berlin und wurde schon bald einer der bekanntesten Presse-Illustratoren.
Er zeichnete und entwarf Titelblätter für die "Lustigen
Blätter", für die "Berliner Illustrierte",
die Zeitschrift "Die Dame" und das Monatsmagazin "Der
Uhu". Neben seinen Arbeiten für die Presse illustrierte
Walter Trier Bücher. Den endgültigen Durchbruch brachte
ihm die Bekanntschaft Erich Kästner, die ihm Edith Jacobsohn,
die Verlegerin des Verlages Williams & Co., vermittelte. 1936
emigrierte Walter Trier aus dem nationalsozialistischen Deutschland
und zunächst nach London, wo er weiter Titelbilder, vielfach
politische Zeichnungen und antifaschistische Karikaturen für
englische Zeitungen und Zeitschriften zeichnete. 1947 folgte er
seiner Tochter nach Kanada und war dort vorwiegend als Werbezeichner
und Designer tätig. Am 8. Juli 1951 starb er in Collingwood/Kanada.
Am bekanntesten von allen Buchillustrationen Walter Triers sind
die un-verwechselbaren Titelbilder und Illustrationen geworden,
mit denen er ins-gesamt 13 Bücher von Erich Kästner
ausgestattet hat. Die von Walter Trier ausgestatteten Bücher
von Erich Kästner sind:
Emil und die Detektive
Pünktchen und Anton
Das verhexte Telefon
Arthur mit dem langen Arm
Der 35. Mai oder Konrad reitet in die Südsee
Das fliegende Klassenzimmer
Emil und die drei Zwillinge
Till Eulenspiegel
Das doppelte Lottchen
Der kleine Grenzverkehr
Die Konferenz der Tiere
Der gestiefelte Kater
Münchhausen
Horst Lemke
Nach dem Tod von Walter Trier illustrierte Horst
Lemke die meisten Bücher von Erich Kästner. Geboren
am 30. Juni 1922 in Berlin, mußte Horst Lemke kurz vor dem
Abitur die Schule wegen einer Goebbels-Karikatur verlassen. Dennoch
konnte er von 1939 bis 1941 an der Staatlichen Hochschule für
Bildende Künste in Berlin bei dem Grafiker Gerhard Ulrich
studieren, anschließend wurde er Soldat. Von 1945 bis 1957
arbeitete er in Heidelberg als Werbegrafiker und Illustrator für
Buch- und Zeitschriftenverlage. Seit 1957 lebte er bis zu seinem
Tod am 10. Mai 1985 in Brione, in der Nähe von Locarno/Schweiz.
Mit Erich Kästner verband ihn eine persönliche
Freundschaft. Schon als Junge liebte Horst Lemke dessen Bücher
mit den Illustrationen Walter Triers. Von Horst Lemke stammt die
Ausstattung folgender Bücher von Erich Kästner:
Die Schildbürger
Leben und Taten des scharfsinnigen Ritters Don Quichotte
Als ich ein kleiner Junge war
Das Schwein beim Friseur
Der kleine Mann
Gullivers Reisen
Der kleine Mann und die kleine Miss
Der 35. Mai (ab 20. Auflage 1968)
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