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  19./20.2.99

  • Zwischen allen Stühlen - Eine Lange Nacht zum 100. Geburtstag von Erich Kästner

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    Moderation: Udo Samel

    Erich Kaestner

    Er sei "...ein Gebinde aus Gänseblümchen, Orchideen, sauren Gurken, Schwertlilien, Makkaroni und Schnürsenkeln", sagte Erick Kästner von sich selbst. Vom bissigen Satiriker über den ausschweifenden Bohémien und Frauenhelden, vom glänzenden Unterhaltungsautor der 30er Jahre zum prophetischen Mahner, vom Moralisten und braven Sohn einer dominanten Mutter zum engagierten Kinderbuchautor reichen die schillernden Facetten seiner Persönlichkeit.

    Der Arme-Leute-Sohn aus Dresden schaffte den Aufstieg zum weltberühmten Schriftsteller in den wilden 20er Jahren, erhielt Berufsverbot unter den Nazis und gründete nach dem Krieg zwei sehr erfolgreiche Kabaretts in München.

    Erich Kästner liest Zeitung

    Seit Kästner liest man wieder Gedichte, hieß es nach dem Erscheinen seiner ersten Bände "Herz auf Taille" (1928), "Lärm im Spiegel" (1929) oder "Gesang zwischen den Stühlen" (1932). Kein Wunder: Kästners Verse waren leicht lesbar, ohne damit zur trivialen Herz-Schmerz-Reimerei zu verkommen. Und - man konnte sie singen, seine Verse. Auch davon lebt die Lange Nacht zu seinem 100. Geburtstag.

    Die Biographie

    finden Sie hier

    Die Würdigungen

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    Die Zitate

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    Biographien

    Luiselotte Enderle
    Erich Kästner
    Rowohlt Taschenbuch 1966, aktualisiert 1998

    Franz J. Görtz, Hans Sarkowicz, :
    Erich Kästner. Eine Biographie
    Piper Verlag, 1998

    Sven Hanuschek
    "Keiner blickt dir hinter das Gesicht"
    Hanser Verlag, 1999

    Klaus Kordon, :
    Die Zeit ist kaputt. Die Lebensgeschichte des Erich Kästner
    Beltz Verlag, 1994

    Isa Schirkorsky
    Erich Kästner
    DTV, 1998

    Cover: Emil und die Detektive Cover: Das doppelte Lottchen Cover: Die Konferenz der Tiere

    Links

  • http://www.vlb.de
    Verzeichnis Lieferbarer Bücher
    hier können Sie nach Kästner-Büchern recherchieren

  • www.goethe.de/ne/hel/depek.htm
    ein wunderbare ausführliche Seite mit vielen Links
    Goethe-Institut Helsinki - Erich Kaestner

  • http://www.dtv.de/community/com_t_news_kaestner1.htm
    Erich Kästner zum 100. Geburtstag bei dtv

  • http://www.auswaertiges-amt.de/6%5Farchiv/98%2D1/r/r980830a.html
    Rede anläßlich der Verleihung des Erich-Kästner-Preises des Presseclubs Dresden
    an Dr .Rupert Neudeck - Rede des Bundesministers des Auswärtigen Dr.Klaus Kinkel in Dresden am 30. August 1998

  • http://www.geocities.com/~aristipp/litlinks/litlinks.htm
    Texte Kästners im Internet

  • http://www.al.lu/deutsch/leseecke/kaestner.html
    Erich Kaestner- Die Ballade vom Nachahmungstrieb

    Ausstellung

    "Die Zeit fährt Auto" Erich Kästner zum 100. Geburtstag.
    24. Februar bis 1. Juni 1999

    Im Mittelpunkt der Ausstellung steht die Biographie eines deutschen Schriftstellers im 20. Jahrhundert, der den "kleinen Mann" zu seinem Thema erhoben hat. Erstmalig gibt der private Nachlaß Einblick in Erich Kästners Leben und Werk. Die Ausstellung schlägt einen Bogen von seiner Heimatstadt Dresden über die Lehrjahre in Leipzig und Berlin, die Stadt seiner frühen literarischen Erfolge, nach München, der letzten Station des zum Klassiker erhoebenen Literaten.

    Deutsches Historisches Museum
    im Kronprinzenpalais
    Unter den Linden 3
    10117 Berlin Mitte
    030/203040

    Die Zeit fährt Auto

    Die Kästner-Illustratoren

    Walter Trier

    Zum Erfolg der Bücher Erich Kästners hat in besonderem Maße die Arbeit des Zeichners und Buchillustrators Walter Trier beigetragen. Er hat die berühmtesten Kästner-Bücher illustriert. Seine leuchtenden, farbigen Umschlag-Illustrationen und seine Zeichnungen in den Texten sind unver-wechselbar; sie ergänzen den Text auf ideale Weise und strahlen zugleich Witz und Sympathie für die abgebildeten Figuren aus. Walter Trier, wurde am 25. Juni 1890 in Prag geboren. Nachdem er sein Studium an der Prager Kunstgewerbeschule wegen angeblicher Unfähigkeit abbrechen mußte, wechselte er nach München, wo er unter anderem bei Franz von Stuck studierte. Ab 1909 arbeitete er für die Zeitschrift "Simplicissimus". 1910 ging er nach

    Cover: Pünktchen und Anton Cover: Das fliegende Klassenzimmer Cover: Der 35. Mai

    Berlin und wurde schon bald einer der bekanntesten Presse-Illustratoren. Er zeichnete und entwarf Titelblätter für die "Lustigen Blätter", für die "Berliner Illustrierte", die Zeitschrift "Die Dame" und das Monatsmagazin "Der Uhu". Neben seinen Arbeiten für die Presse illustrierte Walter Trier Bücher. Den endgültigen Durchbruch brachte ihm die Bekanntschaft Erich Kästner, die ihm Edith Jacobsohn, die Verlegerin des Verlages Williams & Co., vermittelte. 1936 emigrierte Walter Trier aus dem nationalsozialistischen Deutschland und zunächst nach London, wo er weiter Titelbilder, vielfach politische Zeichnungen und antifaschistische Karikaturen für englische Zeitungen und Zeitschriften zeichnete. 1947 folgte er seiner Tochter nach Kanada und war dort vorwiegend als Werbezeichner und Designer tätig. Am 8. Juli 1951 starb er in Collingwood/Kanada. Am bekanntesten von allen Buchillustrationen Walter Triers sind die un-verwechselbaren Titelbilder und Illustrationen geworden, mit denen er ins-gesamt 13 Bücher von Erich Kästner ausgestattet hat. Die von Walter Trier ausgestatteten Bücher von Erich Kästner sind:

    Emil und die Detektive
    Pünktchen und Anton
    Das verhexte Telefon
    Arthur mit dem langen Arm
    Der 35. Mai oder Konrad reitet in die Südsee
    Das fliegende Klassenzimmer
    Emil und die drei Zwillinge
    Till Eulenspiegel
    Das doppelte Lottchen
    Der kleine Grenzverkehr
    Die Konferenz der Tiere
    Der gestiefelte Kater
    Münchhausen




    Horst Lemke

    Nach dem Tod von Walter Trier illustrierte Horst Lemke die meisten Bücher von Erich Kästner. Geboren am 30. Juni 1922 in Berlin, mußte Horst Lemke kurz vor dem Abitur die Schule wegen einer Goebbels-Karikatur verlassen. Dennoch konnte er von 1939 bis 1941 an der Staatlichen Hochschule für Bildende Künste in Berlin bei dem Grafiker Gerhard Ulrich studieren, anschließend wurde er Soldat. Von 1945 bis 1957 arbeitete er in Heidelberg als Werbegrafiker und Illustrator für Buch- und Zeitschriftenverlage. Seit 1957 lebte er bis zu seinem Tod am 10. Mai 1985 in Brione, in der Nähe von Locarno/Schweiz.
    Mit Erich Kästner verband ihn eine persönliche Freundschaft. Schon als Junge liebte Horst Lemke dessen Bücher mit den Illustrationen Walter Triers. Von Horst Lemke stammt die Ausstattung folgender Bücher von Erich Kästner:

    Die Schildbürger
    Leben und Taten des scharfsinnigen Ritters Don Quichotte
    Als ich ein kleiner Junge war
    Das Schwein beim Friseur
    Der kleine Mann
    Gullivers Reisen
    Der kleine Mann und die kleine Miss
    Der 35. Mai (ab 20. Auflage 1968)

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