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 Lange Nacht
 Manuskript vom: Sa. 16.07.99   • 23:05

Die Lange Nacht vom Hund
"Ich muß draußen bleiben"


Moderation:  Hans-Volkmar Findeisen
Studiogäste:  Verena Auffermann
 Dorit Feddersen-Petersen
 Wolfgang Wippermann
 Clemens Lux

"Frißt Fleisch, Aas, mehlige Pflanzenstoffe, kein Kraut, verdaut Knochen. Wässert seitlich. Zu Hause Herr unter den Seinigen. Greift ungereizt Unbekannte an. Heult zur Musik." So hat Linné, der große Naturforscher, ihn ehedem beschrieben. Man glaubt, man kennt den Hund. Aber was ist es, was da nach Menschenart dressiert, zurechtgeputzt, gedrillt und zurechtgezupft wird? Was ist des Hundes Seelenkern? Schoßhündchen oder Schakal? Wadenbeißer oder Wonneproppen? Welches sind die Gefühlsbande, Wärmestöße und Wahlverwandtschaften, die Herr und Hund schon seit Jahrtausenden aneinanderketten? Was verdankt der Hund dem deutschen Volke, das ihn zu seinem Abbild erkor? Warum sind sprechende Hunde heute so selten geworden? Und wieviel braucht es eigentlich noch, bis auch der Hund völlig auf den Hund gekommen ist? Eine Lange Nacht für Hundeliebhaber und Hundehasser. Hunde müssen leider draußen bleiben. Aus den bekannten Gründen.

Related Links:
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liegender Hund


Hörbeispiele:
Die Lange Nacht vom Hund (Ausschnitt)
Jürgen Bertram: Kamerad Hasso. Anmerkungen zu einem deutschen Wesen mit Musik aus "Peter und der Wolf"

Literatur:

  • Wolfgang Wippermann, Detlef Berentzen
    Die Deutschen und ihre Hunde.
    Siedler Verlag, Berlin 1999
  • Verena Auffermann, Iso Camartin
    Nelke und Caruso.
    Über Hunde. Eine Romanze
    Berlin Verlag

    Mit einigen Gedanken über den Jagdhund bei Dante und einer empfindlichen Kränkung beginnt dieser schlanke, anmutige Briefwechsel, in dem sich Verena Auffermann und Iso Camartin mit leichter Feder, unterhaltsam und doch nicht frei von Bildung über alles auslassen, was ihnen zum Hund einfälllt. Sie haben ihre Korrespondenz mit dem Untertitel "Romanze" versehen - und halten, was sie versprechen, sogar in zweierlei Hinsicht.
    Im Mittelpunkt der Romanze im historischen Sinn steht Nelke, eine schöne eigenwillige Terrierin, von deren Heldentaten und Liebeleien ihre Besitzerin mitreißend zu erzählen weiß.
    Zugleich breitet sich vor dem Leser ein zartes epistolarisches Abenteuer aus, das sich auf diskrete Weise des Hundes bedient, um Diversestes über Liebe, Leiden und Literatur loszuwerden. Diese Herzensfreundschaft gipfelt in der gemeinsamen Suche nach dem idealen vierbeinigen Gefährten für den bis dahin hundelosen Zürcher Professor der Literatur, der stets beteuert, Hunde nicht nur als Metaphern zu schätzen. Caruso ward gefunden - nicht von schönem Körperbau, jedoch praktisch: "nicht massig, nicht fett, sondern feingliedrig und zart. Nur das Allernotwendigste ist da." Ein Hund zwar von "bescheidenen akustischen Leistungen", und doch dringt aus ihm "der Ruf des Lebens". Nelke und Caruso ist ein heiteres Lesevergnügen über die Liebe zum treuesten aller Vierbeiner, versteckt im eleganten Gewand des schöngeistigen Briefwechels.

    Verena Auffermann arbeitet als freie Kritikerin für die Süddeutsche Zeitung. Sie lebt in Frankfurt am Main.
    Iso Camartin, geboren 1944, ist Professor für rätoromanische Literatur und Kultur an der ETH und an der Universität Zürich. Daneben ist er als freischaffender Publizist tätig. Zahlreiche Veröffentlichungen, darunter Die Bibliothek von Pila, 1994.


liegender Hund

Links zum Thema:
  • http://www.geocities.com/Heartland/
    Meadows/7320/infog.htm

    Du armer Hund WARE HUND Reportage von Werner Schmitz, veröffentlicht im Magazin STERN Nr. 40/1996: Skrupellose Züchter produzieren Mode-Hunde wie am Fließband, clevere Händler machen tierische Geschäfte - STERN-Reporter haben bei Deutschlands größtem Hundehändler Welpen, gekauft und untersuchen lassen: Sie waren krank und verhaltensgestört. Tierärzte bestätigen: Massenzucht ist Quälerei
  • http://www.schaeferhunde.de/
    Gründerverein der Rasse für Deutsche Schäferhunde

    Vom Wolf zum Schäferhund - ein historischer Rückblick Der Ursprung der Hunde reicht viele Jahrmillionen zurück. Aus einem Raubtier, einer Mischung zwischen Bär, Marder und Katze, entwickelte sich der Wolf, der Stammvater unserer Hunde. Die Domestizierung begann vor rund 12'000 Jahren: der Mensch machte sich die hervorragenden Gebrauchseigenschaften der Hunde zunutze und verbesserte diese durch planmäßige Zucht. Hunde wurden für die Jagd, zum Schutz und als Hütehunde gezüchtet.

    Der Anfang des Deutschen Schäferhundes liegt über 90 Jahre zurück. Am 22. April 1899 stellte Rittmeister Max von Stephanitz auf einer Hundeausstellung in Karlsruhe seinen Hektor, den er in Horand von Grafrath umgetauft hatte, vor. Am selben Tag noch gründete er mit 13 weiteren passionierten Gebrauchshundefreunden den Verein für Deutsche Schäferhunde.

    Fünf Monate später gab sich der Verein eine eigene Satzung, beschloss die heute noch gültigen Rassekennzeichen und legte ein eigenes Zuchtbuch auf, dessen erste Eintragung Horand von Grafrath war, der "Stammvater" der Deutschen Schäferhundzucht.

    Die Mitglieder des SV kommen aus allen Berufszweigen und Ständen. Sie bilden die große "SV-Familie". Gewerbsmäßige Hundehändler waren und sind ausgeschlossen. Die Mitgliederzahl wuchs nach der Gründung rasch an: 1903 waren bereits 575 Mitglieder eingeschrieben. Ein Jahr zuvor erschien auch die erste SV-Zeitung. 1913 war der Mitgliederstand auf 5'988 Mitglieder angewachsen. Während der zwei Weltkriege waren viele Verluste an Mitgliedern zu beklagen, aber auch viele Deutsche Schäferhunde mußten an allen Fronten als Sanitäts-, Patrouillen- oder Schutzhunde ihr Leben lassen.
    Heute beträgt die Mitgliederzahl über 100'000.

  • http://homepages.uni-tuebingen.de/
    claudia.menzel/links.html

    Links zu interessanten Schäferhundseiten
  • http://www.vdh.de/aktuell_frameset.html
    auf den Internet-Seiten des Verbands für das Deutsche Hundewesen (VDH) gibt es Tips, Termine und Hilfen für fast alle Fragen, die den Hundefreund und Züchter betreffen. Und wo Ihnen nicht direkt die passende Antwort geliefert wird, finden Sie Adressen und Links zu weiteren Organisationen und Vereinen.
  • http://www.rassehunde.net/index-neu.htm

liegender Hund

  • Hundeverordnung !

    Beispiel vom 8. März 1976 (GVOBI. SchI.-H .S. 117)
    Bitte fragen Sie bei Ihrer Gemeindeverwaltung nach der aktuellen Hundeverordnung !

    1 Umherlaufenlassen von Hunden

    1. Es ist verboten, Hunde außerhalb des befriedeten Besitztums umherlaufen zu lassen, ohne daß sie wirksam beaufsichtigt werden. Sie dürfen im freien Gelände höchstens 50 m, in geschlossenen Ortschaften höchstens 20 m von der Aufsichtsperson entfernt frei laufengelassen werden.
    2. Zur Nachtzeit ( von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang ) müssen Hunde so gehalten werden, daß sie das befriedete Besitztum, auf dem sie gehalten werden, nicht gegen den Willen des Hundehalters verlassen können.
    2 Leinenzwang Hunde sind an der Leine zu führen
    1. bei Umzügen, Aufzügen, Volksfesten und sonstigen Veranstaltungen mit großen Menschenansammlungen
    2. in Gaststättenbetrieben
    3. in der Allgemeinheit, zugänglichen umfriedeten oder anderweitig begrenzten Park, Garten oder Grünanlagen
    4. in Sportanlagen und auf Zeltplätzen
    5. auf Friedhöfen, Märkten und Messen
    3 Mitnahmeverbot Es ist verboten, Hunde mitzunehmen
    1. in Kirchen, Schulen und Krankenhäuser
    2. in Theater, Lichtspielhäuser, Konzert, Vortrags und Versammlungsräume
    3. auf Kinderspielplätze, auf Liegewiesen, in Badeanstalten und Badeplätze
    4 Gefährliche Hunde in Gewahrsam zu halten sind
    1. Hunde, die zum Umhertreiben, zum Hetzen oder Reißen von Wild und Vieh neigen
    2. bissige Hunde und solche, die gewohnheitsmäßig vorübergehende Menschen, Tiere oder Fahrzeuge anbellen oder anspringen
    3. läufige Hündinnen Außerhalb des befriedeten Besitztums sind diese Hunde an der Leine zu führen. Bissige Hunde müssen dabei einen das Beißen verhindernden Maulkorb tragen.
    5 Halsbänder

    Außerhalb befriedeten Besitztums müssen frei laufende Hunde ein Halsband tragen, auf dem der Name und die Wohnungsanschrift des Eigentümers oder Halters des Hundes angebracht sind. Mehr dazu:
    http://home.t-online.de/home/Streuner2/recht.htm

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