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 Lange Nacht
 Sendung vom: Samstag 02.10.1999   • 23:05

Die Lange Nacht über die Schicksalstage in Dresden und Leipzig ´89
Auf Messers Schneide
Auf Messers Schneide
Moderation:  Dr. Günter Müchler
 Bernhard Holfeld
Studiogäste:  Uta Dittmann
 Arnold Vaatz
 Wolfgang Berghofer
 Tobias Hollitzer

"Oktoberrevolution" hat Erhard Neubert, der Biograph der DDR-Opposition, die entscheidenden Tage des Oktober 1989 genannt, in denen sich die Krise der SED-Diktatur zuspitzte. In der "Heldenstadt" Leipzig erreichten die Spannungen am 09. Oktober ihren Höhepunkt. Die Staatsmacht hatte eine große Anzahl Polizei, NVA, MfS und Kampfgruppen in der Stadt zusammengezogen. Mit einem gewaltsamen Unterdrücken der Bürgerproteste war zu rechnen. In der Stadt kursierten Gerüchte über bereitgestellte Krankenhausbetten. Trotzdem sammelten sich 70.000 Menschen aus Leipzig und anderen Städten zu der bisher größten Massendemonstration gegen das herrschende Regime. Unter der Büchner entlehnten Losung "Wir sind das Volk" sammelten sie sich zum Marsch über den Innenstadtring. Für die friedlichen Revolutionäre, aber auch für die Staatsmacht, war die Stunde der Entscheidung angebrochen.
Die Lange Nacht erinnert mit Gesprächen und Originaldokumenten an diese Zeit "Auf Messers Schneide".

Hörbeispiele

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Collage mit O-Tönen der Demonstrationen von Stefanie Rapp.
Reportage von ARD-Korrespondent Gerhard Rein für den Deutschlandfunk über die Nacht vom 4. zum 5. Oktober 89 auf dem Dresdner Hauptbahnhof.
Erich Honnecker zum 40. Jahrestag der DDR vor dem diplomatischen Corps.
Ausschnitt der Nachrichtensendung des DDR-Fernsehens "Aktuelle Kamera" vom 8. Oktober.
Interview mit dem Altbischof der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens Johannes Hempel vom 24.9.99 zu den Ereignissen im Oktober 89.
Aufruf der "Leipziger Sechs" gesprochen von Kurt Masur am 9. Oktober 89.
Ausschnitt der "Aktuellen Kamera" vom 9. Oktober 89.
Egon Krenz am 20.1.99 im Bonner Haus der Geschichte zu den Gewaltübergriffen der Staatlichen Organe auf Demonstranten.

Chronologie wichtiger Daten der friedlichen Revolution im Herbst ´89




4. September
Die doppelte Montagsdemo in Leipzig. Nach dem Friedensgebet erschallt nicht nur der Ruf "Wir wollen raus" sondern auch: "Wir bleiben hier".

11. September
Die Budapester Botschaftsflüchtlinge dürfen über Österreich ausreisen.
In Leipzig werden nach dem Friedensgebet und einer kurzen Demo mehrere Dutzend Menschen verhaftet.

25. September
Nach dem Friedensgebet demonstrieren mehr als 5000 Menschen erstmals um den Leipziger Innenstadtring. Sie fordern Reformen, Zulassung des "Neuen Forums" und Freilassung der politischen Gefangenen.

30. September
Genscher verkündet den Beginn der Ausreise für die Botschaftsflüchtlinge aus Prag mit Zügen der deutschen Reichsbahn über das Territorium der DDR.

2. Oktober
Heute demonstrieren bereits 10 000 Menschen in Leipzig. Sicherheitskräfte schreiten brutal ein, viele Zuführungen, wie die Verhaftungen damals hießen.

3. Oktober
Die DDR macht die Grenze zur CSSR dicht. Nun können DDR-Bürger in kein Land mehr ohne ein Ausreisevisum verreisen.

3. und 4. Oktober
Ausreisewillige werden am deutsch-tschechischen Grenzübergang Bad Schandau aus den Zügen geprügelt. Sie suchen Zuflucht in der Dresdner Kreuzkirche.

4. und 5. Oktober
Die Nachrichten-Agentur der DDR, ADN, berichtet: "Wie die zuständigen Staatsorgane mitteilen, kam es in der Nacht vom 4. zum 5. Oktober 1989 im Bereich des Dresdner Hauptbahnhofes zu rowdyhaften Ausschreitungen, in deren Folge der Zugbetrieb gestört und Anlagen und Einrichtungen beschädigt wurden." Steine fliegen am Dresdner Hauptbahnhof, ein Polizei-PKW brennt, die Polizei setzt Wasserwerfer ein. Die Polizei riegelt den Dresdner Hauptbahnhof und andere Bahnhöfe ab.

6. Oktober
In Berlin feiert die FDJ mit einem Fackelzug den 40. Jahrestag der DDR.

7. Oktober
offizielle 40-Jahr-Feiern der Staatsgründung der DDR. Westlichen Besuchern wird die Einreise nach Ost-Berlin verweigert. Michael Gorbatschow sagt: "Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben." Demonstrationen in Leipzig und Dresden werden von der Polizei zerschlagen. Schwere Räumtechnik ist im Einsatz. Rund 350 Personen zugeführt.

8. Oktober
Wieder Zuführungen nach den ersten öffentlichen, wenn auch ungenehmigten Veranstaltung des Neuen Forums. Am Abend demonstrieren in Dresden dann 20 000 Menschen auf der Prager Straße. Diese Demonstration wird erstmals nicht auseinander geschlagen. Eine "Gruppe der 20" wird als Interessenvertretung der Demonstranten gebildet, soll eine Stimme im Rathaus bekommen. Erich Honecker schreibt unterdessen seinen Bezirkssekretären, weitere Krawalle seien von vornherein zu unterbinden.

9. Oktober
Nach Friedensgebeten in vier Leipziger Kirchen schwillt der Montagsdemonstrationszug auf 70 000 Menschen an. Die "Leipziger Sechs", unter ihnen Kurt Masur, verlesen einen Aufruf zur Gewaltlosigkeit, bereitstehende 8000 bewaffnete Soldaten der NVA, Kampfgruppen und Polizisten können die Demonstranten nicht aufhalten, ziehen sich zurück. Die größte bisherige Demonstration um den Innenstadtring verläuft friedlich.

Zwischen dem ersten September und 9. Oktober sind allein im Bezirk Dresden 2.091 Genossen aus der SED ausgetreten

Erst am 18. November konnte die erste offiziell genehmigte Kundgebung des neuen Forums in Leipzig stattfinden

Studiogäste




Uta Dittmann,
Journalistin, Dresden. Veröffentlichte am 10. Oktober 1989 den bahnbrechenden Artikel "Es ist möglich miteinander zu reden" in der Tageszeitung "Die Union" in Dresden. Darin bekennt sich erstmals eine DDR-Tageszeitung zu ihrer politisch motiviert falschen Berichterstattung und schildert die tatsächlichen aktuellen Ereignisse in der DDR in den Oktobertagen 1989. Uta Dittmann ist Autorin der Ausstellung "10 Jahre friedliche Revolution - ein Weg der Erinnerung", die am 2. Oktober 1999 im Sächsischen Landtag eröffnet wird. Sie hat 1995 das Buch "Sein oder Nichtsein?" über das Dresdner Staatsschauspiel herausgegeben und in den zurückliegenden Jahren 2 Zeitungen herausgebracht: den "Ökumenischen Wegweiser" und die Obdachlosenzeitschrift "Drobs".
http://www.sachsen.de/deutsch/buerger/
landtag/1/pressemitteilungen/99/57.html

Arnold Vaatz,
Dipl. Mathematiker und Lyriker, in der DDR zu 6 Monaten Haft verurteilt wegen Verweigerung des Reservistendienstes in der NVA, bis Februar 1990 Pressesprecher des "Neuen Forums" in Dresden, Mitglied der "Gruppe der 20", 1990: Leiter des Koordinierungsausschusses für die Bildung des Landes Sachsen, Wechsel vom neuen Forum zur CDU. 1990 bis 1998 Sächsischer Staatsminister zunächst als Chef der Staatskanzlei und ab 1992 für Umwelt und Landesentwicklung. Seit 1998 Mitglied des deutschen Bundestages.
http://www.thueringen.de/tsk/medsym3/vaatz.htm
http://www.thueringen.de/tsk/medsym3/vaatzred.htm

Wolfgang Berghofer,
bis 1990 Oberbürgermeister von Dresden, neben Gregor Gysi als SED-PDS Vorsitzender gehandelt, zog sich jedoch aus der Politik zurück.
http://glasnost.glasnost.de/hist/ddr/89appell.html

Tobias Hollitzer,

    Geboren 1966 in Leipzig, 1972 bis 1982 Besuch der "POS Walter Ulbricht" in Leipzig,
  • Verweigerung der Vormilitärischen Ausbildung, kein Mitglied der Pioniere und der Freien Deutschen Jugend
  • Keine Jugendweihe, dafür 1980 Konfirmation, aktiv in der Jungen Gemeinde in St. Thomas-Mattai
  • keine Zulassung zum Abitur
  • Ausbildung zum Möbeltischler und Arbeit als Holz- und Möbelrestaurator in Leipziger Privatbetrieben
  • Mitarbeit in verschiedene Dritte-Welt-Gruppen
  • ab 1986 Mitarbeit beim CUR (Christlichen Umweltseminar Rötha) sowie in verschiedenen Leipziger Umweltgruppen
  • Organisation des Pleißpilgerweges 1989 in Leipzig
  • Teilnehme an vielen Aktionen des Jahres 1989 in Leipzig bis hin zu den Montagsdemonstrationen
  • am 4.12.1989 Mitarbeit bei der Besetzung der Stasi in Leipzig, Mitglied des Bürgerkomitees Leipzig zur Auflösung der Staatssicherheit
  • 1990 im Auftrag des Stasi-Ausschusses der Volkskammer Archivbeauftragter für den Bezirk Leipzig
  • Mitarbeiter des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen, Außenstelle Leipzig seit dessen Gründung, seit 1991 Sachgebietsleiter und Stellv. Außenstellenleiter
  • Gründungsmitglied des Bürgerkomitee Leipzig e.V.
  • seit 1998 Vorstandsmitglied des Vereins "Neue Ufer"e.V.

Die Moderatoren:




Dr. Günter Müchler
Programmdirektor des Deutschlandfunks

Bernhard Holfeld,
Dipl. Theologe und Journalist, hat nach dem Abitur zunächst den Beruf des Maschinen- und Anlagenmonteurs gelernt, 1983 bis 1988 Studium der Philosophie und Theologie in Erfurt, anschließend 1989 bis 1990 Kraftfahrer beim DRK, 1990 Aufbau der kirchlichen Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Bistum Dresden-Meißen, ab 1992 Redakteur beim MDR-Hörfunk, seit 1998 Korrespondent des DeutschlandRadio in Sachsen, verheiratet, 4 Kinder.

Zeitungsartikel:

Tageszeitung
Tageszeitung "DIE UNION" vom 10. Oktober 1989. Die Journalistin Uta Dittmann beschreibt darin zum ersten Mal für eine offizielle DDR-Zeitung offen die frühere Falschberichterstattung und daneben die wahren Geschehnisse der Oktobertage.

(Für größere Ansicht bitte auf das Bild klicken)




"Leipziger Volkszeitung" vom 6. Oktober Am Abend des 4. Oktober hatte die SED-Bezirksleitung Leipzig angeordnet, dass "Stellungnahmen und Standpunkte zu organisieren" sind zum Schutz des Sozialismus. Prompt erschien in der größten Leipziger Tageszeitung unter anderem der Leserbrief eines Kampfgruppenkommandeurs.

(Für größere Ansicht bitte auf das Bild klicken)




"Neues Deutschland" vom 11. Oktober 1989 Das SED-Zentralorgan berichtet immer noch im Honecker-Stil über die revolutionären Demonstrationen.

(Für größere Ansicht bitte auf das Bild klicken)




Hannes Bahrmann, Christoph Links
Bilderchronik der Wende
Links Verlag, Berlin 1999

Siegbert Schefke erzählt, wie er am 16. Oktober von Berlin nach Leipzig fährt, um Videoaufnahmen von der Montagsdemonstration zu machen, und dabei unbemerkt der Stasi entkommt: "...Ich wollte an diesem Tag zur Demonstration nach Leipzig fahren und mußte mir überlegen, wie ich mich unbemerkt absetzen konnte. Da kam mir die Idee, übers Dach zu verschwinden. Ich mußte aber auch eine belegte Wohnung vortäuschen, um keinen Verdacht zu erwecken. Das habe ich dann mit Zeitweckern gemacht: Nach der eingestellte Zeit sollte abends Licht oder Musik angehen. Gegen 9.30 Uhr bin ich dann übers Dach meiner Berliner Wohnung bis zum nächsten Hauseingang, wo mein Freund schon wartete, und wie sind dann mit seinem Trabi nach Leipzig gefahren. Auf allen Zufahrtswegen nach Leipzig wurde kontrolliert, uns haben sie aber glücklicherweise durchgewinkt. Wir hatten eine Videokamera dabei, die noch extra in ein Handtuch gewickelt und in eine Plastiktüte verpackt in einer kleinen Ledertasche steckt. ... Wir haben damals noch nicht mal daran gedacht, die Kamera zu schultern und so zu filmen. Wer hatte denn im Osten schon eine Videokamera, wir wären doch damit sofort aufgefallen. Da kam uns die Idee, daß es eine Fußgängerbrücke in Leipzig gibt, unter der die Demonstranten durchkommen mußten, und auf die wir uns stellen konnten, die Tasche mit der Kamera zwischen den Beinen und das Objektiv Richtung Hauptbahnhof gerichtet. ..."




An der zweiten großen Leipziger Montagsdemo beteiligen sich bereits 120 000 Menschen.



100 000 Menschen kommen in Dresden auf der sogenannten Cockerwiese nahe dem Hygiene-Museum zu einem Dialog mit den Verantwortlichen der Stadt zusammen.



Das Museum des Bürgerkomitees: der Weg der Montagsdemonstrationen führte von den Innenstadt-Kirchen direkt über den Ring um die Leipziger Altstadt - und damit vorbei an der "Runden Ecke". Einer der Träume Tausender Demonstranten wurde von Montag zu Montag zwingender: die Zerschlagung von Erich Mielkes "Ministerium der Angst". (aus der Broschüre des Bürgerkomitees)

Bürgerkomitee Leipzig zeigt Fundstücke der Stasi-Zentral
Die Wanderausstellung "STASI - Macht und Banalität. Indizien des Verbrechens" zeigt Fundstücke aus der aufgelösten Leipziger "Bezirksverwaltung für Staatssicherheit", die Bürger im Dezember 1989 vor der Vernichtung gerettet werden konnten. Museum in der "Runden Ecke"

Bürgerkomitee Leipzig e.V. für die Auflösung der ehemaligen Staatssicherheit
Dittrichring 24
04109 Leipzig
Tel: 0341/9612443
Fax 0341/9612499
Die ständige Ausstellung ist Mittwoch bis Sonntags von 14 bis 18 Uhr geöffnet.

CD-Tipps




Wir sind das Volk, Tondokumente vom Herbst `89
Gewandhausorchester Leipzig mit der historischen Aufnahme des Konzertes vom 9. Oktober 89 - und Wortaufzeichnungen



Götterdämmerung im Zentralkomitee
Tondokumente aus den letzten Sitzungen des ZK der SED, Oktober bis Dezember 1989
DeutschlandRadio

 

 

 Allgemeine Literaturhinweise:




  • Alexander Fischer + / Günther Heydemann (Hg.)
    "Die politische Wende 1989/90 in Sachsen".
    Rückblick und Zwischenbilanz, Böhlau Verlag Weimar Köln Wien 1995
  • Eckhard Bahr
    "Sieben Tage im Oktober".
    Aufbruch in Dresden, Forum Verlag Leipzig 1990
  • Udo Hahn
    "Annehmen und frei bleiben".
    Landesbischof i. R. Johannes Hempel im Gespräch, Lutherisches Verlagshaus Hannover 1996
  • Thomas Ahbe, Michael Hofmann, Volker Stiehler
    "Wir bleiben hier".
    Erinnerungen an den Herbst 89, Gustav Kiepenheuer Verlag 1999
  • Horch und Guck.
    Historisch literarische Zeitschrift, herausgegeben vom Bürgerkomitee "15. Januar" e. V. im Selbstverlag in Leipzig, erscheint inzwischen im 8. Jahrgang 1999, insbesondere Heft 23 (2/1998) des 7. Jahrganges
  • Egon Krenz
    "Herbst 89",
    Verlag Neues Leben Berlin 1999
  • Dieter Grande/Bernd Schäfer
    "Kirche im Visier".
    SED, Staatssicherheit und katholische Kirche in der DDR, St. Benno Verlag Leipzig 1998
  • Michael Richter
    "Die Staatssicherheit im letzten Jahr der DDR",
    Schriften des Hannah-Arendt-Instituts für Totalitarismusforschung Band 4, Böhlau Verlag Weimar Köln Wien 1996
  • Bürgerkomitee Leipzig e. V. (Hg.)
    "Stasi Intern",
    Forum Verlag Leipzig ²1998
  • Tobias Hollitzer
    "...steht nun die Machtfrage auf der Tagesordnung".
    Die Entwicklung der friedlichen Revolution 1989/90, in: Zu Fuß durch Leipzig, Leipzig 1996 S. 111 - 125
  • Christian Dietrich/ Uwe Schwabe (Hg.)
    "Freunde und Feinde".
    Friedensgebete in Leipzig zwischen 1981 und dem 9. Oktober 1990, Leipzig 1994
  • Bernd Lindner
    "Die demokratische Revolution in der DDR 1989/90",
    Bonn 1998
  • Hans-Jürgen Sievers
    "Stundenbuch einer deutschen Revolution - Die Leipziger Kirchen im Oktober 1989",
    Göttingen 1994
  • Fritz Hähle (Hg.)
    "Sozialismus: Gut gedacht- nur schlecht gemacht?".
    Schriftenreihe zu politischen, philosophischen und religiösen Fragen unserer Zeit, Bd. 1 mit Referaten von Prof. Michael Wolffsohn und Prof. Günther Rohrmoser
  • Arnold Vaatz
    "Veröffentlichte Meinung - Öffentliche Meinung - Die Verantwortung der Medien"
    in: Fritz Hähle (Hg.) "Sozialismus: Gut gedacht- nur schlecht gemacht?". Schriftenreihe zu politischen, philosophischen und religiösen Fragen unserer Zeit, Bd. 5, S. 7 - 20
  • Arbeitsgruppe der Abgeordnetengruppe PDS/LL im Deutschen Bundestag und der Fraktion Linke Liste - PDS im Sächsischen Landtag (Hg.)
    "Dichtung und Wahrheit über die Einsatzleitungen", herausgegeben 1993.
  • Wolfgang Kenntemich, Manfred Durniok, Thomas Karlauf (Hg.)
    "Das war die DDR".
    Eine Geschichte des anderen Deutschland, Rowohlt Berlin 1993
  • Tageszeitung "Die Union",
    Dresden,
    im Oktober 1989
  • Tageszeitung "Leipziger Volkszeitung",
    Leipzig im Oktober 1989
  • Hannes Bahrmann, Christoph Links,
    "Chronik der Wende.
    Die Ereignisse in der DDR zwischen 7. Oktober 1989 und 18. März 1990, Links Verlag Berlin 1999
  • Hannes Bahrmann, Christoph Links (Hg)
    "Bilderchronik der Wende".
    Erlebnisse aus der Zeit des Umbruchs 1989/90, Links Verlag Berlin 1999
  • Marcia Zuckermann
    Das vereinigte Paradies
    Roman dtv, 1999
    28,00 DM Das Leben in Berlin nach der Maueröffnung.
    Beziehungskisten Ost - West / West - Ost und allerlei Skurriles aus der Berliner Szene.

Links:




  • http://www.leipzig.de
    Die offizielle Homepage der Stadt Leipzig, unter anderem finden Sie hier:
    -Vom Aufbruch zum Alltag
    -Bürgerkomitee Leipzig e.V.
    -Herbst 89
    Leipziger Bürgerinnen und Bürger, die 1989 nach den Friedensgebeten in der Nikolaikirche zu Hunderten, dann Tausenden und zuletzt zu Zehntausenden auf dem Leipziger Innenstadtring zogen, haben Geschichte geschrieben. Die Bilder von den "Montagsdemos" im Herbst 1989 gingen um die Welt. Mutig-verzweifelte Menschen riefen "Wir sind das Volk" und forderten demokratische Grundrechte in einer verkrusteten Gesellschaft ein. Seit 1991 hält Leipzig in den Oktobertagen die Ereignisse unter dem Motto "Aufbruch zur Demokratie" mit thematischen Diskussionen und einem Bürgerfest wach. ....Die Erinnerungsarbeit bedeutet zugleich Chance und Impuls für die Zukunft. Leipzig tritt bei der Weltausstellung EXPO mit einem Motto an, das ursächlich mit dem Herbst 1989 korrespondiert: "Leipzig - den Wandel zeigen". Es ist Klammer für drei Projekte über Widerstand und Aufbruch, Landschaftssanierung und Stadtentwicklung in den zehn Jahren nach der friedlichen Revolution. http://www.leipzig.de/amtsdaten/alle/
    amt.nsf/pages/herbst89-index
  • An den Herbst '89 knüpft das Projekt "Wendepunkt Leipzig" an. Die Nikolaikirche und der
    Kirchhof, die "Runde Ecke" - ehemalige Bezirkszentrale der Staatssicherheit - ja die gesamte Innenstadt erinnern an die Umbruchzeit und repräsentieren das folgende Jahrzehnt. Auch zehn Jahre nach den "Schicksalstagen der Deutschen" sind die Empfindungen der Menschen widersprüchlich. Gewinn und Verlust bestimmen das Lebensgefühl. Das EXPO-Projekt
    macht das anschaulich.
    http://www.leipzig.de/amtsdaten/alle/
    amt.nsf/pages/proframe1.htm
  • http://user.berlin.sireco.net/
    buergerbuero/info.htm

    Aufbruch 89 Informationen,Veranstaltungen, Ausstellungen, Veröffentlichungen und Aktionen zum 10. Jahrestag der friedlichen Revolution in der DDR
    Hier können Sie Informationen zu Veranstaltungen, Veröffentlichungen, Tagungen und Ausstellung bekommen!
    Das Bürgerbüro, gegründet am 17. Juni 1996, hat sich die Aufgabe gestellt, Personen zu helfen, die unter Willkürakten des SED-Regimes fortlaufend zu leiden haben, das öffentliche Bewußtsein für die Leistung derer zu stärken, die in der Zeit der DDR-Diktatur Opfer für die Freiheit und die Achtung der Menschenrechte gebracht haben.
    Das Bürgerbüro hat seinen Ort gegenüber der Mauergedenkstätte in der
    Bernauer Str. 111, D-13355 Berlin
    Tel. 030 / 463 48 06, Fax 030 / 463 57 18
  • http://www.dresden.de/rootger/
    home/dresden.html

    Die offizielle Homepage der Stadt Dresden
  • Der Bundesbeauftragte für die Unterlagen des
    Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR
    stellt auf dieser Homepage einige Bereiche der Arbeit der Behörde und einige Beispiele aus den Unterlagen in des Archivs vor.
    http://www.snafu.de/~bstu/home.htm
  • 1989
    Das Jahr des Zusammenbruchs der SED-Herrschaft und das letzte Jahr des Ministeriums für Staatssicherheit verdeutlicht die Gauck-Behörde an möglichst vielen Tagen mit einem Querschnitt von Dokumenten. Sie sollen Ihnen einen ersten Eindruck vermitteln von den Unterlagen und ihrer Bedeutung für den Rückblick auf dieses so wichtige Jahr der deutschen Nachkriegsgeschichte.
    www.bstu.de
  • www. dresden.de
    offizielle Homepage der Stadt Dresden
  • Das Ende der Glaubwürdigkeit
    Die DDR-Kommunalwahlen am 7. Mai 1989 wurden
    zum Prüfstein. Immer mehr Menschen waren
    bereit, etwas für Freiheit und Demokratie zu
    riskieren. Sie beanstandeten das Ergebnis. An
    diesen offensichtlichen, aber nicht aktenkundigen
    Betrug erinnert Abendblatt-Redakteur Egbert
    Nießler. Weiterlesen unter:
    http://www.abendblatt.de/bin/ha/
    set_frame/set_frame.cgi?seiten_url=/contents/
    ha/news/reportage/html/030599/0305AUF0.HTM
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