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 Lange Nacht
 Sendung vom: Samstag 23.10.1999   • 23:05

Eine Lange Nacht vom Leben mit Behinderungen
Guck nicht so, frag mich lieber!
Moderation:  Judith Grümmer
Autorin:  Doris Arp
Studiogäste:  Bettina Mücke-Fritsch
 Cora Halder
 Friedhelm Ochel
 Martin Eckert

"Behindert ist man nicht, behindert wird man." Auf diese Formel bringen viele Menschen mit Behinderungen ihr Zusammenleben mit den Nicht-Behinderten, den Gesunden, Schönen, Fitten, den Leistungsstarken.

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Ihre Unfähigkeiten, so zu gehen, zu sprechen, zu lernen oder zu arbeiten wie die anderen empfinden sie weniger einschränkend als das Unvermögen vieler Mitmenschen, sie so anzunehmen, wie sie sind. Behinderung bedeutet für viele nur Unglück und Leid. Auch Eltern fällt es zunächst oft schwer, ihre behinderten Kinder so zu akzeptieren und zu lieben wie sie sind. Das Zusammenleben stellt die Familien vor besondere Anforderungen, birgt aber auch besondere Chancen.

Von den Ängsten, Ausgrenzungen und Barrieren wird in der Langen Nacht zu reden sein, jedoch auch von den Chancen, die das Zusammenleben birgt, wenn sich die Sackgasse aus Leistungsfähigkeit und ewiger Jugend einmal öffnet.

Aufsätze zum Thema:

Weitere Informationen: Kontaktadressen:
  • Leben mit Behinderung Hamburg
    Elternverein e.V.
    Geschäftsführer: Martin Eckert
    Südring 36
    22303 Hamburg
    Tel 040/ 270 790-0
    Fax 040/ 270 790 48
  • Arbeitsgemeinschaft Spina bifida und Hydrocephalus e.V. - ASbH
    Bundesverband zur Förderung von Menschen mit angeborener Querschnittslähmung (Spina bifida) und / oder Störung des Gehirnwasserkreislaufs (Hydrocephalus)
    Münsterstraße 13
    44145 Dortmund
    Tel 0231/86 10 50-0
    Fax 0231/86 10 50-50
    www.asbh.de
  • Zentrum für selbstbestimmtes Leben
    An der Bottmühle 2-15
    50678 Köln
    Tel.: 0221/ 32 22 90
    Fax: 0221/ 32 14 69


  • Selbsthilfegruppe für Menschen mit Down-Syndrom und ihre Freunde e.V.
    Cora Halder
    Hirschenau 10
    90607 Rückersdorf
  • Deutsches Down-Syndrom Infocenter
    Hammerhöhe 3
    91207 Lauf a.d. Pregnitz
    Tel 09123/ 98 21 21
    Fax 09123/ 98 21 22
  • Behindertenverband Interessenvertretung
    Selbstbestimmt Leben in Deutschland e.V.
    Kölnische Straße 99
    34119 Kassel
    Fon: 0561 - 72 88 546
    Fax 0561 - 72 88 529
  • Bundesvereinigung Lebenshilfe für geistig Behinderte e.V.
    Raiffeisenstraße 18
    35043 Marburg
    Fon 06421 - 49 10
    Fax 06421 - 49 11 6
  • Sichtweisen e.V.
    Hamburger Initiative für die unabhängige Beratung zu pränataler Diagnostik
    c/o Silke Mitellstädt
    Lauenburgerstraße 19a
    22049 Hamburg
    Fon 040-68 84 90
  • CARA e.V.
    Kritische Beratungsstelle zur vorgeburtlichen Diagnostik
    Große Johannisstraße 110
    28199 Bremen
    Fon+Fax 0421 - 59 1154
  • Netzwerk gegen Selektion durch Pränataldiagnostik
    Kontaktanschrift:
    Bundesverband für Körper- und Mehrfachbehinderte e.V.
    Brehmstraße 5-7
    40237 Düsseldorf
    Link: www.bvkm.de
  • Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter e.V.
    Altkrautheimer Str. 17
    74238 Krautheim
    Tel 062 94/ 68 110
    Fax 06294/953 83
    www.bsk-ev.de
    Hier können sie eine kostenlose Broschüre mit Tipps und Ratschlägen zur Pflegeversicherung erhalten
Behindertenverbände und Selbsthilfeorganisationen im Internet

Adressenauswahl – Übersicht über Gruppen und Verbände:

Allgemeine Informationen zum Thema Behinderung/Selbsthilfe: Literatur:
  • Fredi Saal
    Warum sollte ich jemand anders sein wollen?
    Erfahrungen eines Behinderten - biographischer Essay
    Verlag Jakob van Hoddis, 1992
    Heute kennt ihn fast jeder - Fredi Saal, den schwer Körperbehinderten, der uns hier seine Lebensgeschichte schenkt: Jahrgang 1935, als Kind in eine Anstalt für geistig Behinderte gesteckt, als nicht bildungsfähig eingestuft, der heute für die schwierigsten ethischen Fragen die richtigen Worte findet. Die Lektüre seiner Geschichte ist atemberaubend - zugleich ein Sittengemälde der Jahrzehnte der Nachkriegszeit der Bundesrepublik-, wie er unter unendlichen Mühen zwischen ebensoviel behinderten wie hilfreichen Menschen seinen Weg zu sich selbst und seinen Standort in dieser Gesellschaft findet.
  • Fredi Saal
    Leben kann man nur selber
    Texte 1960-1994
    Verlag Selbstbestimmtes Leben 1994
  • Franz Christoph
    Tödlicher Zeitgeist
    Notwehr gegen Euthanasie
    Kiepenheuer&Witsch 1990
  • Hans-Günter Heiden (Hrsg)
    "Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden"
    Grundrecht und Alltag - eine Bestandsaufnahme
    Rowohlt 1996
    "Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden", heißt es in Artikel 3, Absatz 3 des Grundgesetzes. Wie aber sieht die Wirklichkeit aus - und wie könnte sie aussehen? Dieser band beschreibt und kommentiert die Situation behinderter Menschen in den Bereichen Schule und Ausbildung, Pflege/Assistenz, Mobilität, Lebens- und Arbeitswelt, schildert die Lage in den neuen Bundesländern und die besondere Benachteiligung von Frauen.



  • Die Gesellschaft der Behinderer
    Das Buch zur Aktion Grundgesetz
    Rowohlt 1997
    Das Grundgesetz verbietet seit 1994 ausdrücklich, Menschen wegen ihrer Behinderung zu benachteiligen. Es hat den Alltag bisher kaum verändert. Deshalb haben Aktion Sorgenkind und über achtzig Behindertenverbände die "Aktion Grundgesetz" ins Leben gerufen, eine aufsehenerregende Kampagne zu Grundrechten und Wirklichkeit behinderter Menschen.



Frauen:
  • Weder Küsse noch Karriere
    Erfahrungen behinderter Frauen
    Fischer 1992
    Schlechte Chancen auf dem Arbeitsmarkt, kaum Chancen auf dem Heiratsmarkt. Von der Realität berichten zwölf Frauen, die sich in einem einzigen gemeinsamen Merkmal von anderen Frauen unterscheiden: Sie leben mit einer Behinderung. Sigrid Arnade sprach mit ihnen und zeigt in bewegenden Porträts, dass behinderte Frauen doppelt diskriminiert werden: als Frauen und als Behinderte.
  • Carola Ewinkel, Gisela Hermes (Hrsg)
    Geschlecht: behindert
    Besonderes Merkmal: Frau
    Ein Buch von behinderten Frauen
    AG SPAK Publikationen, 1985
  • "Unbeschreiblich weiblich!?"
    Frauen unterwegs zu einem selbstbewussten Leben mit Behinderung
    AG Spak m 115, 1993



Sexualität:
  • Ilse Achilles
    Was macht Ihr Sohn denn da?
    Geistige Behinderung und Sexualität
    Piper, 1998
    Geistig behindert - das wird leicht mit dumm, unberechenbar, triebhaft verbunden. Stellt man sich diese Eigenschafen im Zusammenhang mit Sexualität, Liebe und Lust vor, kann man schnell ins Gruseln kommen....Mit solchen Gedanken beginnt Ilse Achilles, Mutter eines geistig behinderten Sohnes, ihr Buch über geistige Behinderung und Sexualität und darüber, wie hilflos, unwissend und allein gelassen sich Eltern und Betreuer diesem Problem gegenüber fühlen.
  • Joachim Walter (Hrsg)
    Sexualität und Behinderung
    HVA/Edition Schindele, 1992
  • Bundesvereinigung Lebenshilfe
    Sexualpädagogische Materialien für die Arbeit mit geistig behinderten Menschen
    Belz Verlag, 1995
Pränatale Diagnostik:
  • Eva Schindele
    Schwangerschaft zwischen guter Hoffnung und medizinischem Risiko
    Rasch und Röhring, 1995
  • Eva Schindele
    Gläserne Gebär-Mütter
    Vorgeburtliche Diagnostik - Fluch oder Segen
    Fischer 1992
  • Christine Swientek
    Was bringt die Pränatale Diagnostik?
    Herder 1998
  • Theresia Degener, Swantje Köbsell
    "Hauptsache, es ist gesund"?
    Weibliche Selbstbestimmung unter humangenetischer Kontrolle
    Konkret Literatur Verlag, 1992
  • Anne-Dore Stein (Hrsg)
    Lebensqualilität statt Qualitätskontrolle menschlichen Lebens
    Wissenschaftsverlag Volker Spieß, 1992
Kinder:
  • Gisela Hermes (Hrsg)
    Krücken, Babys und Barrieren
    Zur Situation behinderter Eltern in der Bundesrepublik
    BIFOS-Schriftenreihe, 1998
    Eltern mit Behinderung - es gibt sie und sie sind viele! Behinderte Eltern sind in allen Behinderungsgruppen und in allen Gesellschaftsschichten zu finden. Obwohl sie sehr unterschiedliche Behinderungen haben, ist ihnen eines gemeinsam: Sie werden nur schwer von der Gesellschaft akzeptiert und auf ihre Bedürfnisse wird wenig Rücksicht genommen.
  • Kurt Kallenbach (Hrsg)
    Väter behinderter Kinder
    Eindrücke aus dem Alltag
    Verlag Selbstbestimmtes Leben, 1999
  • Körperbehinderte Kinder verstehen lernen
    Auf dem Weg zu einer anderen Diagnostik und Förderung
    Verlag Selbstbestimmtes Leben, 1996



  • Ilse Achilles
    "... und um mich kümmert sich keiner"
    Die Situation der Geschwister behinderter Kinder
    Piper, 1995
    "Manchmal möchte ich sagen: Mutti, ich bin auch noch da. Aber das mach ich nicht, ich will mich ja nicht in den Vordergrund drängen. Die Mama muss halt mehr mit Martin machen, weil er eben mehr Hilfe braucht als ich" (Anne-Marie, ihr Bruder ist Autist)

    "Von mir wurde immer Rücksicht, Verständnis, Verzicht erwartet. Ich musste leise sein, weil jedes Geräusch Daniel erschreckte. Ich musste im Schlepptau mit, wenn Mutter mit Daniel zur Sprachtherapie, zur Krankengymnastik, zum Arzt fuhr. Irgendwie waren wir immer seinetwegen unterwegs." (David, sein Bruder ist geistig behindert)
Für Kinder
  • Annegret Ritter/ Franz-Joseph Huainigg
    Meine Füße sind der Rollstuhl
    Ellermann 1992
    (Bilderbuch)
  • Kole Janssen
    Mein Bruder ist ein Orkan
    Anrich, 1994
    Es ist nicht immer leicht für Hannnah, aber sie liebt ihren 8autistischen9 Bruder sehr. Andreas scheint in einer eigenen Welt zu leben und nur selten andere Menschen an sich herankommen zu lassen. Auch seine Eltern nicht, auch Hannah nicht. Er lebt in einer Welt fester Rituale: immer wieder hört er das gleiche Lied, immer wieder legt er alle Gegenstände, die er in die Finger bekommt, in eine lange Reihe. Und wenn sich etwas in seiner Umwelt ändert, muss er schreien. Die Eltern fühlen sich immer öfter hilflos und überfordert und sehen keine andere Möglichkeit, als ihn in ein Heim zu geben, Aber Hannah will sich nicht von ihrem Bruder trennen.
  • David Hill
    Bis dann, Simon
    Beltz&Gelberg, 1995
    Simons "Auto" ist ein Rollstuhl, und Nathan kommt ganz schön ins schwitzen, wenn er ihn schieben muss. Simon hat Muskelschwund. Er wird immer schwächer, und er wird an seiner Krankheit sterben. Das wissen die Freunde. Aber oft vergessen sie es. Dann sind andere Dinge einfach wichtiger: die Schule, die Freunde, die Mädchen...
  • Peter Jan Rens
    Carlo grande
    Anrich Verlag. 1995
Weitere Bücher:

Aus der Norm

  • Monica Breuer
    Aus der Norm CAROLE Hors norme
    Edition Patrick Frey, 1997
    Ein phantastischer Fotoband mit Texten über Carole Piquet, geboren 1962 in Zürich, lebt und wohnt selbständig in Zürich, macht künstlerische Collagen, ist um die halbe Welt gereist, engagiert sich auf dem gebiet der Sterbebegleitung und Aids, spielt leidenschaftlich gerne Theater und verkörperte im Film "Justiz" nach dem Roman von Friedrich Dürrenmatt die Schlüsselrolle der Monika Steiermeier.
  • Klaus E. Müller
    Der Krüppel
    Ethnologie passionis humanae
    C.H. Beck, 1996
    "Jeder ist seines Nächsten Krüppel" - das ist die Summe eines außergewöhnlichen Buches, in dessen Zentrum die Frage nach der Wahrnehmung von Behinderung und nach dem Umgang mit Behinderten in den Kulturen, auch unserer eigenen, steht. Wie überhaupt definieren Gesellschaften Behinderungen? Welche Eigenschaften werden Behinderten zugeschrieben? Und an welchen Platz rücken Gesellschaften ihre „Krüppel"? Was haben Behinderte von ihren Gesellschaften zu gewärtigen?
  • Marjan Bleeksma
    Mit geistiger Behinderung alt werden
    Beltz Edition Sozial,, 1998
    Johann August Ermert (Hrsg)
    Akzeptanz von Behinderung
    Medizinhistorische, pädagogische, psychotherapeutische, soziale, spirituelle Aspekte, Humor als Form der Bewältigung, Behinderung und Öffentlichkeit
    Peter Lang 1994
    Der Umgang mit behinderten Kindern und Erwachsenen beschränkt sich häufig über weite Lebensabschnitte auf die Behandlung von Defiziten. Bei allem therapeutischen Engagement werden in den verschiedene Lebensphasen zu viele Chancen versäumt, Formen der Akzeptanz eines Lebens mit einer Behinderung zu vermitteln. Absicht der Autoren ist es, medizinhistorische, journalistische, pädagogische, psychotherapeutische, sozialmedizinische und theologische Zugänge zum zeitgemäßen - auch humorvollen - Verständnis von Behinderung zu vermitteln.
Zentrum für ein selbstbestimmtes Leben: Veranstaltungshinweis:
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