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10.02.2006
Was kann der Sprung in die 2. Lebenshälfte mit sich bringen? (Bild: AP) Was kann der Sprung in die 2. Lebenshälfte mit sich bringen? (Bild: AP)

Mit 40 am Ende - mit 41 am Anfang

Lebensentwürfe, Lebensbrüche, Neuanfänge

Moderation: Daniela Wiesler

Mit 40 hat man es geschafft: Karriere, Ehe, zwei Kinder, Eigenheim, Hund, großes Auto. So das gesellschaftliche Idealbild. Was aber, wenn der Partner weg ist, Kinder nie gekommen sind, das Haus verkauft werden musste oder nie angeschafft werden konnte. Oder was macht der, der all dies besitzt und sich plötzlich fühlt, als stecke er in der Haut eines Fremden?

Die Krise in der Mitte des Lebens ist die prominenteste. Dabei markiert diese vielbeschworene "Mid-life-crisis" nur einen von vielen möglichen Scheidepunkten im Verlauf eines Lebens.

Was macht zum Beispiel der Rentner, der alles auf den Lebensabend zu zweit ausrichtete, dessen Frau aber mit 60 stirbt? Was der Top-Manager, der alle Brücken abbrach für die langgeplante Existenz in Amerika und plötzlich ist der Job weg? Was die hoffnungvolle Studentin, die erfährt, dass sie Leukämie hat?

Lebensentwürfe und wie dann doch alles ganz anders kommt - das ist das Thema dieser Ausgabe der "Lebenszeit".

Frei nach Henry Miller: "Leben ist das, was uns zustößt, während wir uns etwas ganz anderes vorgenommen haben".

Es diskutieren mit den Hörern:

Julia Onken
Die Bücher der diplomierten Psychologin aus Kreuzlingen (Schweiz) erreichen Bestseller-Auflagen. In ihrem neuesten Buch "Eigentlich ist alles schief gelaufen- mein Weg zum Glück" schildert sie ihr an Spannungen und Brüchen reiches Leben.

Michael Jürgs
Einst war er Chefredakteur der Zeitschrift "Stern". Seine plötzliche Entlassung und die Verarbeitung dieser Erfahrung sowie der Tod seines Vaters inspirierten den mittlerweile als Sachbuchautor erfolgreichen Jürgs zu seinem jüngsten Buch "Der Tag danach", in dem er mit prominenten und weniger prominenten Menschen über ihre Lebenskrisen spricht.

Prof. Dr. Alexandra Freund
Die Wissenschaftlerin beschäftigt sich im Institut für angewandte Psychologie an der Universität Zürich mit Alterspannen vor allem im mittleren und hohen Erwachsenenalter: Wie teilt man diese Zeitspannen ein, welche gesellschaftlichen Erwartungen sind mit dem jeweiligen Alter verknüpft und wie verhalten sich die Erwartungen zu den persönlichen Erfahrungen jedes Einzelnen.


 
 

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