Sie lesen immer weniger Bücher, sie hocken nur noch am PC - das wird vielen Kindern heute nachgesagt. Aber stimmt es auch? Seit die PISA-Studie den deutschen Schülern ein schlechtes Lesezeugnis ausstellte, glauben viele, das Lesen sei dem Untergang geweiht. Dabei belegen Forschungen zur Lesesozialisation, dass das Lesen seit dem 19.Jahrhundert eine beeindruckende Erfolgsgeschichte vorweisen kann.
Doch welchen Stellenwert hat im Internet-Zeitalter das Lesen bei Kindern und Jugendlichen? Bleibt neben Chat und Computerspiel noch Zeit für ein Buch? Einige Schulen haben innovative Konzepte zur Leseförderung entwickelt, um aus Lesemuffeln Leseratten zu machen. Lesepaten haben die Kultur des Vorlesens wiederbelebt und neugierig auf Bücher gemacht. Und auch im Internet informieren sich Jugendliche über angesagte Literatur und chatten über ihre Leseerfahrungen. Konkurrieren die Bücher also tatsächlich mit dem Computer oder ergänzen sich beide Medien?
Wir diskutieren mit Leseforschern, Lehrern, Schülern und unseren Hörern, wovon es abhängt, dass Kinder Leslust oder Lesefrust entwickeln und wie das Abenteuer Lesen spannend bleibt.
Studiogäste
Prof. Bettina Hurrelmann, Leseforscherin Universität Köln
Stefanie Stumpf, Projektleiterin Leseförderung an der Steinwaldschule Neukirchen (Hessen)
Karolin Hahn. Schülerin
Mareike Reitz, Schülerin
Moderation: Petra Ensminger
Recherche: Dörte Hinrichs
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Immer früher, immer freier? Der Umgang mit Sexualität heute
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