Nanopartikel halten verstärkt Einzug in unseren Alltag. In Sonnencremes und Autolacken, auf Textilien und in Schokoriegeln sind die winzigen Teilchen aus dem Chemielabor schon zu finden. Geht es nach dem Willen der Industrie, ist das erst der Anfang. Ihre besonderen Eigenschaften machen maßgeschneiderte Nanoteilchen zu gefragten Substanzen.
Als Rieselhilfe verhindern sie, dass Soßenpulver verklumpt. In der Ketchupflasche sorgen sie für perfektes Fließverhalten. In Sportsocken neutralisieren sie störenden Fußgeruch. Im Kühlschrank töten sie unerwünschte Keime ab.
Das Potenzial scheint enorm. Aber was ist mit den Risiken und Nebenwirkungen der Nanoprodukte? Weil standardisierte Tests zur Bewertung möglicher Gesundheitsgefahren Mangelware sind, tun sich selbst Experten schwer, diese Frage zu beantworten. Ist deshalb wenigstens eine Kennzeichnungspflicht geplant? Im heutigen "Marktplatz" diskutierte Ralf Krauter mit Fachleuten über den Einsatz von Nanopartikeln in Alltagsprodukten sowie über den Nutzen und mögliche Gefahren.
Die E-Mail-Adresse: marktplatz@dradio.de
Studiogäste heute waren:
Dr. Gaby-Fleur Böl, Bundesinstitut für Risikobewertung, Berlin
www.bfr.bund.de
Dr. Peter Krüger, Bayer MaterialsScience AG, Arbeitsgruppe Nanotechnologie, Leverkusen
www.bayermaterialscience.com
Katja Vaupel, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, BUND, Berlin
www.bund.net
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