In Griechenland waren Zensur und politische Einmischung in journalistische Arbeit schon vor der Krise an der Tagesordnung. Die Krise hat die Journalisten aufgerüttelt. Viele wollen wieder unabhängig berichten, gerade über Skandale im Land.
In der "MediaAct"-Studie wurden die Einstellungen von Journalisten zum Thema Medienkritik und Medienselbstkontrolle in zwölf europäischen Ländern untersucht. Die Ergebnisse zeigen unter anderem, dass in deutschen Redaktionen wenig kritisiert - aber auch wenig gelobt wird.
Sechs digitale Spartenkanäle bieten ARD und ZDF an. Die Länder fordern die öffentlich-rechtlichen Anstalten nun dazu auf, die Zahl auf drei zu verringern. Die Fernsehkritikerin Klaudia Wick ist der Meinung, dass man gerade jetzt an den sechs Programmen festhalten sollte.
Im zentralasiatische Kasachstan regiert seit über 20 Jahren Präsident Nursultan Nasarbajew mit seiner Einheitspartei "Strahlendes Vaterland". Kritik ist unzulässig. Im Dezember lies Nasarbajew unbequeme Medien verbieten. Einen TV-Konzern und zwei Zeitungen.
Den redaktionellen Mitarbeitern von "Spiegel" und "Spiegel Online", in der Branche liebevoll SPON genannt, sind die Chefredakteure abhanden gekommen. Mathias Müller von Blumencron zeichnete sich seit 2008 verantwortlich für die digitalen Angebote der Marke "Spiegel". Er ist seinen Posten genauso los wie Georg Mascolo, der Chefredakteur des Magazins "Der Spiegel".
Noch vor wenigen Jahren waren bis zu 17 Millionen Menschen in einem der VZ-Netzwerke aktiv. Doch vom einstigen Glanz des gefeierten Start-Ups ist nicht mehr viel geblieben. Mit einer dürren Ankündigung wurde diese Woche die Einstellung von SchülerVZ angekündigt.
Das OLG München muss türkischen Pressevertretern Plätze beim NSU-Prozess gewähren. Welche das sein werden, ist unklar. Genau wie die Arbeitsbedingungen für Journalisten im Gericht. Deshalb gibt es weiter Kritik an den Richtern.
Es hat sich schon monatelang angebahnt und auch letzte Rettungsversuche waren erfolglos: Die Nachrichtenagentur dapd hat ihren Betrieb eingestellt. Damit steht den Medien in Deutschland nur noch eine Vollagentur zur Verfügung. Sie sehen darin einen Verlust an journalistischer Vielfalt.
Der Bürgerkrieg in Syrien wird auch für Journalisten immer gefährlicher. Seit Beginn des Aufstands wurden mindestens 23 Kriegsberichterstatter getötet. Am Karfreitag wurde der ARD-Reporter Jörg Armbruster von Scharfschützen getroffen.
Ab Montag, dem 8. April 2013, reformiert der Deutschlandfunk sein Nachtprogramm: Die "Radionacht" bietet werktags ab Mitternacht bis fünf Uhr morgens ein Wortprogramm, das die publizistischen Markenzeichen des Senders neu einbettet. "Qualität in Dunkelblau", verspricht Chefredakteurin Birgit Wentzien.
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Beiträge zum Nachhören
Markt und Medien
Interview Michael Spreng, Journalist und Politikberater
Sendezeit: 15.06.2013, 17:24
Whistleblower - Interview mit Guido Strack
Sendezeit: 15.06.2013, 17:19
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Sendezeit: 15.06.2013, 17:19
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