13. März 1990. Greenpeace-Aktivist Harald Zindler über die Aufgaben seines Verbandes in der DDR.
"Wir haben einerseits gesagt, dass Greenpeace jetzt existiert in der DDR und die Arbeitsschwerpunkte von Greenpeace benannt. Aber die liegen ja irgendwo auf der Hand, nämlich auf der einen Seite ist eine extreme Luftverschmutzung, die von der DDR ausgeht. Es heißt zum Beispiel im Emissionsbereich, zum Beispiel die SO2-Emissionen, da liegt zum Beispiel ein Import von 250.000 Tonnen vor, aber ein Export von 800.000 Tonnen. Auf der anderen Seite ist eine extreme Wasserverschmutzung und dann ist die wohl auch leidlich bekannte Müllproblematik, wogegen sich Greenpeace wendet weltweit und speziell hier ja auch in der DDR: dass Länder als Müllkippen missbraucht werden. Und das werden sicherlich die Arbeitsschwerpunkte im internationalen Rahmen von Greenpeace sein. Und das ist hier angekündigt worden. Wir haben noch Entscheidungsschwierigkeiten, nicht, was zuerst drankommt.
Reporter: "Ist damit zu rechnen, dass Sie in kürzester Zeit bei einigen der größten Umweltverschmutzer in der DDR plötzlich vor der Tür stehen und dort Aktionen machen?"
Zindler: "Bei der Vielzahl wird's 'nen bisschen schwierig sein. Wir haben eher das Problem der Auswahl."
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