Im Reigen der jungen, international Aufsehen erregenden Geigerinnen fällt die Amerikanerin Hilary Hahn immer wieder durch ihre große musikalische Begabung und die Beständigkeit auf, mit der sie sich die großen bekannten Werke und auch das weniger Gängige des Repertoires für ihr Instrument erarbeitet. Seit 1997 macht sie etwa einmal jährlich mit einer neuen CD auf sich aufmerksam und bannt für die "Ewigkeit" auf Platte, was sie vorher an verschiedensten Orten und im Falle von Violinkonzerten auch mit unterschiedlichen Partnern aufgeführt hat. Mit 16 hatte sie einen Vertrag bei Sony Classics unterschrieben, wo in der Folge nach und nach Bachs Solosonaten, die Serenade von Bernstein sowie Violinkonzerte von Beethoven, Barber, Edgard Meyer, Strawinsky, Brahms, Mendelssohn und Schostakowitsch erschienen. Dann, 2002, wechselte Hilary Hahn zur Deutschen Grammophon Gesellschaft, und das erste gemeinsame Projekt, im Herbst 2003 veröffentlicht, waren die Violinkonzerte von Johann Sebastian Bach. Jetzt erscheint die neueste CD der Hilary Hahn, und hier bietet sie wieder große Romantik: das 50 Minuten dauernde Violinkonzert von Edward Elgar. Partner ist das London Symphony Orchestra unter der Leitung von Sir Colin Davis.