Der junge Cellist Daniel Müller-Schott sich auf seiner neuen Orfeo-CD mit dem Pianisten Robert Kulek zusammengetan, und beider romantisch-feuriges Bemühen gilt Robert Schumann. Müller-Schott hat einen Ton von rascher Attacke und doch von einiger Leichtigkeit, und nicht zuletzt ist er ein bemerkenswerter Virtuose des Violoncello. Zu den eher grüblerisch veranlagten Musikern scheint er nicht zu zählen und auch nicht zu denen, deren Cellospiel in Bereiche vordringt, in denen es nicht mehr ganz geheuer ist. Eher zählt ein gut Teil Berechenbarkeit zu den musikalischen Charakterzügen von Daniel Müller-Schott. Man weiß einigermaßen, was einen erwartet.
Das hat bei Schumann seine Vorteile. Der hat das Violoncello ja nicht eben großzügig bedacht. Alle Werke mit Ausnahme des rätselhaften und immer wieder gigantischen a-moll-Konzerts gehören der Welt der kleinen Formen an und sehen außerdem alternative Besetzungen vor. Zu Recht beliebt sind die Fantasiestücke op.73, die vielleicht mit Klarinette am ehesten mitreißen können, in denen aber auch der Cellist den Hörer bewegt. Hier fällt auf, wie der Cellist einerseits sehr wohl die Musik atmen lässt, anderseits jedoch die Möglichkeit des Streichinstruments nutzt, nicht wirklich Luft holen zu müssen. Das ist schon ein ebenso raffiniertes wie tief empfundenes Legato-Spiel, das Daniel Müller-Schott zum Beispiel im ersten der Fantasiestücke zeigt, das überschrieben ist mit "Zart und mit Ausdruck". Wohl wahr!
Beiträge zum Nachhören
Deutschlandfunk
Sport aktuell vom 11. Februar 2012
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Nachwuchs-Radprofi Marcel Kittel und die Erfurter Blutaffäre
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Muss Jan Ullrich jetzt zahlen? Interview mit Sportrechtler Dr. Marius Breucker
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