Expeditionstagebuch: Das Ende der Eiszeit
Anfang März beginnt das Internationale Polarjahr 2007/2008: eine Forschungskampagne, an der sich Zehntausende von Wissenschaftlern aus mehr als 60 Ländern beteiligen. Zwei Jahre lang werden sie den Zustand der Arktis und Antarktis untersuchen, die Veränderungen durch den Klimawandel und den Einfluss der Polargebiete auf das globale Klima.
Das nimmt die Redaktion von Forschung Aktuell zum Anlass, Sie eine Woche lang auf eine Reise ins Eis mitzunehmen: Was passiert mit den Eispanzern Grönlands und der Antarktis? Welche Folgen hat der Rückzug des Meereises für die Schifffahrt und die Ölindustrie? Wie wirkt sich der Klimawandel auf Menschen und Tiere aus? Das Ende der Eiszeit (25.2.-2.3. jeweils ab 16:35 Uhr).
Außerdem schildert Anne Hoffmann in einer fünfteiligen Tagebuchserie ihre Eindrücke vom Leben und Forschen auf Spitzbergen. Die Diplomandin am Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung wohnt und arbeitet seit Mitte Februar in der Forschungsstation Koldewey in Ny Ålesund.
Als eine der letzten beim Frühstück habe ich heute gerade noch so das letzte Croissant bekommen und mich dann frisch gestärkt ins Observatorium begeben. Bei der Messung gestern Abend ist ein Fehler aufgetreten, dessen Ursache wir heute finden wollten.
Heute musste ich schon und kurz vor sieben aufstehen, weil ich Rainer Vockenroth versprochen hatte, beim Aufbau für die Live-Videoschaltung zum ZDF-Morgenmagazin zu helfen. Wir hatten eigentlich gedacht, dass es keine Probleme geben sollte, leider hat der Fernseher uns aber seinen Dienst verweigert...
Der Wind hat heute etwas nachgelassen, so dass man sich draußen wieder etwas besser bewegen kann, allerdings haben wir immer noch tief hängende Wolken. Das hieß für den Tag also wieder Computerarbeit und ein bisschen schrauben.
Der heutige Tag ist von der ganz stürmischen Sorte. Die Arktis zeigt sich von ihrer rauen Seite. Schon seit den frühen Morgenstunden pfeift der Wind mit bis zu 20 Metern pro Sekunde, also über 70 km/h durch die Straßen.
Montagmorgen in Ny-Ålesund: Ich komme nur schwer aus dem Bett, denn im Gegensatz zum Wochenende gibt es statt um zehn schon um halb acht Frühstück. Aber ich bin ja schließlich hier, um an meiner Diplomarbeit zu arbeiten.
Beiträge zum Nachhören
Deutschlandfunk
Vor dem Deichbruch bei Fischbeck soll eine weitere Schute versenkt werden
Sendezeit: 16.06.2013, 13:09
Türkei: Unruhen bis zum Morgen, neue Demos angekündigt
Sendezeit: 16.06.2013, 13:06
Schmalspurbahn in Lettland
Sendezeit: 16.06.2013, 11:30
dradio-Recorder
im Beta-Test: