Sehr viele Menschen haben irgendeine Form von mehr oder weniger unbegründeter Angst - sei es vor Spinnen, vor Höhe oder vor dem Betreten eines engen Raumes. Doch bei manchen fangen diese Ängste an, das Leben zu beherrschen.
Die Ausprägung der Angststörung kann dabei sehr unterschiedlich sein. Einige Betroffene werden von kurzen Panikattacken befallen, die scheinbar ohne Anlass kommen und wieder gehen. Andere haben sogenannte Phobien, also Ängste vor bestimmten Gegenständen oder Situationen. Eine ebenfalls häufige Angststörung ist die generalisierte Form: Die Patienten haben diffuse Ängste, machen sich über viele alltägliche Dinge Sorgen, oft verbunden mit körperlichen Paniksymptomen wie Atemnot oder Herzrasen.
Die Ursachen für Angststörungen können vielfältig sein. Traumatische frühkindliche Erfahrungen oder Eltern-Kind-Konflikte gelten als mögliche Ursache, ebenso wie Störungen des Gehirnstoffwechsels.
Wie Angststörungen entstehen, wie man ihnen vorbeugen kann und welche Therapien zur Verfügung stehen - darüber sprach Carsten Schroeder mit Prof. Borwin Bandelow, Präsident der Gesellschaft für Angstforschung.
Studiogast: Prof. Borwin Bandelow, Psychiatrische Uniklinik Göttingen
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