Ein neuer Wirkstoff wird erst dann als Medikament zugelassen, wenn in einer Studie bewiesen wird, dass er mindestens so gut ist wie bereits zugelassene Medikamente. Oder wenn er besser wirkt als ein Scheinmedikament - ein Placebo.
Mediziner wollen natürlich auch wissen, ob ein neues Operationsverfahren sinnvoll, gut und sicher ist. Aber es ist gar nicht so einfach, einen streng wissenschaftlichen Nachweis zu führen.
Welche Rolle Placebo-Operationen - also Schein-Eingriffe - dabei spielen sollten, darüber diskutieren Experten übermorgen in Köln auf dem Deutschen Kongress für Versorgungsforschung.
Prof. Hartwig Bauer ist Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie
Frage:
Im Prinzip sind auch Operationsverfahren miteinander vergleichbar,
wenn es zum Beispiel darum geht, zu prüfen, welches Nahtmaterial das beste ist. Oder wenn entschieden werden muss, ob eine konventionelle "offene" Operation besser oder schlechter ist als eine minimal invasive Operation. Wann aber ist es überhaupt sinnvoll, ein Verfahren mit einer "Schein-Operation" zu vergleichen?
Das Interview mit Professor Hartwig Bauer können Sie mindestens bis zum 14. März 2009 in unserem Audio-on-Demand-Player nachhören
Mehr zur Sendung:
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