"Der Schnarcher selbst schläft wunderbar", heißt es in einem Gedicht von Eugen Roth. Folgen wie extreme Erschöpfung am nächsten Tag oder lange Atemaussetzer in der Nacht sprechen jedoch eher für das Gegenteil. Diagnose und Hilfe bieten HNO-Ärzte, Schlaflabors oder Schnarchmasken.
Wer morgens ständig unausgeruht ist und nachts häufig aufwacht, bekommt im Schlaf vielleicht zu wenig Sauerstoff. Eine Nacht im Schlaflabor kann die Ursachen bestimmen und Therapien festlegen.
Der Kopf brummt, der Rücken sticht oder eine Narbe tut nach der Operation noch weh. Hält der Schmerz konstant länger als drei bis sechs Monate an, sprechen Ärzte von chronischen Schmerzen. Spezialisten führen unterschiedliche Therapieansätze zusammen und entwickeln individuelle Konzepte für die Patienten.
Die EU will die Richtlinien für die Zulassung klinischer Medikamentenstudien am Menschen vereinfachen. Die Folgen: Eine zentrale Prüfstelle soll eingerichtet werden und die einzelnen EU-Länder hätten nur noch zehn Tage Zeit, einen Antrag zu prüfen. Der Deutsche Ethikrat sieht das kritisch.
Patienten, die ein Schädelhirntrauma erlitten haben, klagen häufig über Konzentrationsprobleme. Professor Karl-Heinz Bäuml vom Institut für Psychologie der Universität Regensburg erläutert im Interview, wie die Gedächtnisleistung in solchen Fällen verbessert werden kann.
Zink dient unter anderem als Rostschutzmittel für Eisengegenstände. Lange Zeit war nur die gesundheitsgefährdende Wirkung bekannt. Doch inzwischen ist klar: Zink ist für den menschlichen Körper unverzichtbar.
Das Kürzel "IGeL" bezeichnet das Angebot medizinischer Zusatzleistungen, für die Versicherte pro Jahr etwa 1,3 Milliarden Euro ausgeben. Über deren Nutzen wird kontrovers diskutiert. Manche Zusatzbehandlungen könnten den Patienten sogar schaden, sagen Kritiker.
Zu den häufigsten in Deutschland angebotenen Individuellen Gesundheitsleistungen zählen Ultraschall-Untersuchungen beim Gynäkologen. Krebserkrankungen können so vorzeitig erkannt werden, die Krankenkassen bezahlen die Untersuchungen nicht.
Noch immer ist Alzheimer nicht heilbar. Aber moderne Diagnoseverfahren haben die Früherkennung stark verbessert. Dennoch streiten Mediziner darüber, ob es überhaupt sinnvoll ist, wenn Patienten allzu früh von einer hohen Erkrankungswahrscheinlichkeit erfahren.
In Zukunft werden Patienten ihren Ärzten wohl häufiger Behandlungsfehler vorwerfen als bisher, vermutet Professor Hartmut Siebert, stellvertretender Vorsitzender des Aktionsbündnisses Patientensicherheit. Er zeigt sich froh darüber, dass zumindest die Zahl der nachgewiesenen Behandlungsfehler nicht gestiegen sei.
Beiträge zum Nachhören
Sprechstunde
Vom Tiefschlaf bis zur örtlichen Betäubung - Moderne Anästhesie
Sendezeit: 11.06.2013, 10:10
Radiolexikon: Toxoplasmose
Sendezeit: 04.06.2013, 11:06
Erstes internationales Tatoo- Symposium
Sendezeit: 04.06.2013, 10:46
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