Manche Namen sind so schön sperrig, dass man sie einfach nicht ändern darf. Gisbert zu Knyphausen ist so einer. Wäre zu Knyphausen 20 Jahre früher geboren, dann würde man ihn schlicht als Liedermacher bezeichnen. Nun wird seine Debüt-CD aus dem Jahr 2008 unter "Indiepop" einsortiert und zu seinen Konzerten kommt betont alternatives, studentisches Publikum.
Gisbert zu Knyphausen gehört zu der Generation deutscher Pop-Musiker, die schon nicht mehr gefragt wird, warum sie denn auf Deutsch texte. Seine melancholisch bis lakonischen Lieder wirken selbstverständlich und völlig unpeinlich. Egal ob er von Einsamkeit, Beziehungsangst oder einfach vom Saufen singt, ihm, dem strubbeligen Kettenraucher, nimmt man das ab.
"Gisbert ist authentisch", heißt es oft. Mitunter kritisieren die alternativen Musikmedien, dass Gisbert und seine Band zu gekünstelt, zu musikalisch spielten, nicht recht nach "Indie" klängen. Für die Fans von Liedermachern und Chanson, die ihn mittlerweile auch entdecken, ist gerade das kein echtes Manko.
Der Konzertmitschnitt:
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Beiträge zum Nachhören
On Stage
On Stage: PopCamp live 2011
Sendezeit: 30.12.2011, 21:04
dradio-Recorder
im Beta-Test: