Zum Inhalt
Zur Deutschlandfunk-Startseite
 
nach oben
FELDPOSTBRIEFE AUS STALINGRAD

SENDUNG VOM 01.12.2002

Der Abschied

Teil 14

Mein lieber Vater, dramatische und ereignisreiche Tage liegen hinter uns, mancherlei Gefahren gingen vorüber, man war jeden Tag froh, das Leben neu geschenkt erhalten zu haben. Heute nun komme ich zu Dir, unserem geliebten alten Herrn, weil ich ausser Dir nur mit Liesl so ein ernstes Wort sprechen kann. Am 13. Januar schreibt der Gefreite Anton Rieser einen letzten Brief aus dem Kessel von Stalingrad. Der Ring um die Reste der 6. deutschen Armee ist undurchdringlich geworden, der Versuch, ihn von Süden her zu durchbrechen, ist kurz vor Weihnachten gescheitert. Der Gefreite Anton Rieser nimmt Abschied; später erfahren seine Angehörigen, dass er vermisst wird.

Feldpostbriefe aus Stalingrad · 01.12.2002

 
 

SENDUNG VOM 30.11.2002

Das Ende vor Augen

Teil 13

Liebe Lies! Unsere Kompanie ist nicht mehr, und wir werden mal sehen, was es in den nächsten Tagen gibt, und dann werden wir vorn in Stellung bei anderen Einheiten sein. Der Gefreite Heinz Risse am 13. Dezember an seine Frau. Er kommt nicht nach Hause. Irgendwo zwischen Wolga und Don, im Kessel um Stalingrad ist er verschollen. Wie Tausende seiner Kameraden der 6. Armee in jenem Winter 1942/43.

Feldpostbriefe aus Stalingrad · 30.11.2002

 
 

SENDUNG VOM 29.11.2002

Von Verblendung und verlorenem Glauben

Teil 12

Es ist dem Russen zwar schonmal gelungen, die Deutschen einzukesseln, aber bisher ist der Kessel immer durchbrochen worden. Und wir werden auch wieder herausgepaukt werden. Dessen bin ich sicher. Zumal ein Tagesbefehl des Führers uns bestimmte Hilfe versprochen hat. Du brauchst Dir also nicht die geringsten Sorgen zu machen, das ist völlig unnötig.

Feldpostbriefe aus Stalingrad · 29.11.2002

 
 

SENDUNG VOM 28.11.2002

Erwartungen an das neue Jahr

Teil 11

Unser aller größter Wunsch wird ja wohl sein, dass dieses Jahr uns das Kriegsende bringen möge. Aber das wage ich nicht zu hoffen, sondern wünsche bescheiden, dass wir weitere Siege erringen mögen. Der Neujahrsgruß des Unteroffiziers Walter Kahre an seine Familie Anfang 1943. Zehn Tage später wird Kahre als vermisst gemeldet. - Die Sehnsucht nach Frieden oder zumindest nach einem Ausweg aus ihrer prekären Lage, das ist das zentrale Thema in vielen Briefen deutscher Soldaten aus Stalingrad zum Jahreswechsel. Und der Wunsch, bald heimzukehren. Der Gefreite Heinz Risse:

Feldpostbriefe aus Stalingrad · 28.11.2002

 
 

SENDUNG VOM 27.11.2002

Der Blick nach Hause

Teil 10

Nun sind es schon drei Wochen her, dass ich keine Post von Dir erhalten habe. Ich hatte Dir doch am 14. November per Luftpost geschickt, ist der schon angekommen? Schreib mir gleich wieder, wenn Du diesen Brief erhältst. Ich warte sehnsüchtig darauf. Der Obergefreite Wolfgang Berg am 7. Dezember 1942 an seine Frau. Die Feldpost, für Soldaten immer schon wichtig, ist zu einer geradezu lebensnotwendigen Verbindung nach Hause geworden. Aber für die eingeschlossenen Soldaten wird diese Verbindung immer brüchiger.

Feldpostbriefe aus Stalingrad · 27.11.2002

 
 

SENDUNG VOM 26.11.2002

Weihnachten im Kessel

Teil 9

Ihr werdet Weihnachten ohne mich feiern müssen und ich ohne Euch, weit entfernt in russischer Steppe und Einsamkeit. Mir werden keine Weihnachtsglocken läuten, aber in Gedanken werde ich dann doch bei Euch weilen, werde ich den Christbaum vor mir sehen - aber leider nur in Gedanken. Walte Gott, dass das die letzte Kriegs-Weihnachten sein wird. Der Obergefreiter Erwin Guhl, weiß schon am 11. November, zehn Tage, bevor sich der Ring um Stalingrad schließt, dass er keinen Urlaub bekommen wird. Er wird am Januar 1943 vermisst gemeldet.

Feldpostbriefe aus Stalingrad · 26.11.2002

 

Mehr zur Sendung:

JETZT IM RADIO

Deutschlandfunk

Seit 05:05 Uhr
Informationen am Morgen
Nächste Sendung: 09:00 Uhr
Nachrichten

mehr

LIVE-STREAM

Deutschlandfunk

Dokumente und Debatten mehr

AUDIO ON DEMAND

Beiträge zum Nachhören

Deutschlandfunk

Morgenandacht 13.02.2012

Sendezeit: 13.02.2012, 06:35

Verbrauchertipp: Wenn Mieter beim Auszug etwas zurücklassen

Sendezeit: 13.02.2012, 06:25

1 Monat nach Costa Concordia Katastrophe beginnt Abpumpen des Schweröls

Sendezeit: 13.02.2012, 06:22

PODCAST

Radio zum Mitnehmen

Podcast: Sendungen

Podcast: Themen

PLAYER / RECORDER

dradio-Recorder
im Beta-Test:

 

KOOPERATIONSPARTNER

ARD-Logo und Link  ZDF-Logo und Link  Phoenix-Logo und Link