Bei Einbruch der Dunkelheit leuchtet der Ringplanet Saturn tief am Osthimmel im Sternbild Jungfrau. Zu Mitternacht steht er genau im Süden.
Saturn folgt heute Nacht an unserem Himmel der Bahn, die die Sonne am Tag genommen hat. Denn von der Erde aus gesehen stehen sich Saturn und die Sonne exakt gegenüber - und das an ganz besonderen Positionen: Gestern war Frühlingsanfang. Das heißt, dass die Sonne noch immer nahe dem Frühlingspunkt steht. Saturn dagegen steht praktisch genau an der Stelle, an der Sonne zu Herbstbeginn leuchtet.
Beide Gestirne stehen derzeit gleich hoch an unserem Himmel und folgen daher derselben Bahn - nur um 12 Stunden versetzt. Bei Sonnenuntergang geht Saturn auf. Wenn Saturn morgens hinter dem Horizont versinkt, zeigt sich die Sonne.
Heute erreicht Saturn seinen geringsten Abstand des Jahres von der Erde. Knapp 1,3 Milliarden Kilometer liegen zwischen uns und dem Planeten. Die Funksignale der Raumsonde Cassini, die als künstlicher Mond Saturn umkreist, brauchen im Moment eine Stunde und elf Minuten bis zur Erde.
Saturn ist spielend zu beobachten, leuchtet aber für seine Verhältnisse in diesem Jahr etwas schwach. Denn wir blicken auf das mächtige Ringsystem nur unter einem sehr flachen Winkel von drei Grad. Damit bleiben die Saturnringe ein recht schmaler Reifen um die Hüfte des Planeten.
Erst in sieben Jahren werden wir wieder mit den maximal möglichen 27 Grad auf die Ringe blicken. Dann tragen sie so viel zur Helligkeit Saturns bei, dass der Planet doppelt so hell leuchtet wie heute Nacht.
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Sternzeit
Sternzeit 13. August 2011
Sendezeit: 13.08.2011, 16:56
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